Afrikanische Schweinepest: Zaunkontrolle im Rothaargebirge
04:00 Min.. Verfügbar bis 27.11.2027.
Afrikanische Schweinepest: Zaunkontrolle im Rothaargebirge
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235 Tiere haben sich bislang in Südwestfalen mit der Afrikanischen Schweinepest infiziert. Damit die Tierseuche nicht noch auf andere Kreise übergreift, kontrollieren Mitarbeiter der Wildtier-Seuchen-Vorsorgegesellschaft täglich den Schutzzaun.
Heiko Havers ist in der Sperrzone der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zwischen Kirchhundem und Hilchenbach mit seiner Kollegin Antje Gees unterwegs. Sie sind Mitarbeiter der Wildtierseuchen-Vorsorge-Gesellschaft und eins von zwei Zweier-Teams, das täglich einen 135 Kilometer langen Schutzzaun kontrolliert. "Es könnte etwa sein, dass wir Beschädigungen finden von Ein- oder Ausbruchversuchen."
Heiko Havers kontrolliert und repariert - wenn nötig - den Zaun.
Der Zaun soll genau das verhindern: Infizierte Schweine innen dürfen nicht mit gesunden Schweinen außen in Kontakt kommen. Deswegen ist zusätzlich zu dem Zaun noch ein Elektrodraht gespannt. Heiko Havers kontrolliert, dass der Zaun nirgends beschädigt ist und dokumentiert anhand von Spuren, wo der Druck der Wildschweine besonders hoch ist. Dort wird der Wildschutzzaun aus massivem Draht je nach Bedarf sogar noch verstärkt.
Infizierte Tiere zuletzt in Bad Berleburg und Kirchhundern
Wildschwein-Spuren sind immer wieder zu sehen.
Fast ein halbes Jahr ist es her, dass im Rothaargebirge unter Wildschweinen die Afrikanische Schweinepest ausgebrochen ist. In den letzten Wochen sind die Meldungen zur ASP etwas in den Hintergrund geraten. Die letzten wurden in Bad Berleburg und Kirchhundem gefunden, insgesamt haben sich laut Friedrich-Löffler-Institut in Südwestfalen 235 Tiere infiziert.
Bislang sei noch kein Schwein ausgebrochen
Der Zaun hat einen zusätzlichen Elektrodraht.
Mit Allrad-angetriebenen Quads fahren die Mitarbeiter der Wildtier-Seuchen-Vorsorgegesellschaft jeden Tag den gesamten Zaun ab. Die jüngsten Schneefälle im Rothaargebirge erschweren die Kontrollen. Denn der Schnee hat viele Büsche auf den Elektrodraht gedrückt. Bislang habe es aber kein Wildschwein geschafft, durch den Zaun zu kommen, sagen die Seuchenbekämpfer.
Die umliegenden Landkreise schützen
Auch der Chef von Heiko Havers, Marcus Elmerhaus, fährt zwei Mal in der Woche den Zaun ab.
Der Aufwand ist extrem. Aber in Zusammenarbeit mit den Veterinärämtern versuchen wir, den Zaun instandzuhalten. Denn wir müssen ja die umliegenden Kreise schützen. Marcus Elmerhaus, Wildtierseuchen-Vorsorge-Gesellschaft
Obwohl in den letzten Wochen die Meldungen zur ASP etwas in den Hintergrund getreten sind, arbeiten noch immer rund 150 Mitarbeiter der Wildtier-Seuchen-Vorsorgegesellschaft weiter mit Hochdruck daran, ein weiteres Ausbreiten der für den Mensch ungefährlichen, aber für Schweine hochansteckende Seuche zu verhindern.
Unsere Quellen:
- Wildtier-Seuchen-Vorsorgegesellschaft
- Friedrich-Löffler-Institut
- WDR-Reporter vor Ort
Sendung: WDR 2 Südwestfalen, Lokalzeit, 27.11.2025, 07.31 Uhr