Die Forschungsgruppe hat sich mit einer besonders aggressiven Form von Brustkrebs beschäftigt, dem Triple-negativen Brustkrebs (TNBC). Diese Form von Brustkrebs betrifft häufig junge Frauen und ist bisher nur schwer zu behandeln. 15 bis 20 Prozent aller Brustkrebsfälle gehören zu dieser Form.
Die neue Methode der Studierenden könnte in Zukunft einen Therapieansatz ermöglichen, der in diesem Fall besser wirkt und nicht so viele Nebenwirkungen hat wie eine Chemotherapie.
Forschungsprojekt im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs
Die Forschungsgruppe aus elf Studierenden unterschiedlicher Studiengänge hatte sich Anfang des Jahres zusammengefunden. Nächste Woche werden sie ihre Ergebnisse in Paris beim weltweit größten Wettbewerb für synthetische Biologie präsentieren. Dort konkurrieren sie in diesem Jahr mit 420 Teams aus aller Welt.
Für das Projekt haben sich Studierende aus mehrere Studiengängen zusammengetan.
"Ich fand es ziemlich cool, mal an einem eigenen Projekt zu arbeiten", erklärt Biologiestudentin Hannah Bunte ihre Motivation. Gerade ist das Forschungsteam in den letzten Vorbereitungen und macht noch kleine Experimente.
"Ich freue mich sehr auf den Wettbewerb, aber ich bin auch wirklich froh, wenn ich wieder eine freie Minute habe. Und ich hoffe natürlich, dass wir einen der Preise gewinnen." Hannah Bunte, Biologiestudentin und Mitglied Projekt Cellective, Universität Bielefeld
Forschung liefert einige vielversprechende Ergebnisse
Bis aus einem neuen Ansatz wie dem der Bielefelder Studierenden ein zugelassenes Medikament wird, sind noch sehr viele weitere Schritte nötig. Die meisten Therapeutika brauchen mindestens zehn Jahre, bis sie auf den Markt kommen.
Behandlungen im Bereich der personalisierten Medizin, zu denen auch dieser Ansatz zählen würde, sind außerdem bisher sehr teuer. Doch einige der Ergebnisse der Studierenden sind recht vielversprechend, meintder Betreuer des Projekts Prof. Dr. Kristian Müller. Und vielleicht werden auch nach dem Projekt einige der Studierenden weiter an dem Thema forschen.
Unsere Quellen:
- Prof. Kristian M. Müller, Professor für zelluläre und molekulare Biotechnologie, Universität Bielefeld
- Hannah Bunte, Biologiestudentin und Mitglied der Forschungsgruppe, Universität Bielefeld
- Website des Forschungsprojektes Cellective
- Website des iGEM-Wettbewerbs