Sie haben geerbt, die Otter im NaturZoo Rheine. Na gut, nicht die possierlichen Fischfresser persönlich, aber der Tierpark in dem sie leben. Vor zwei Jahren hat Elisabeth Hartmann den Zoo in ihrem Testament bedacht.
Stiftungen: Das Erbe als gute Tat
So hat sie es in ihrem Testament verfügt, und so ist es gekommen. Zwei Jahre hat es gedauert, bis die Anerkennung durch war. Jetzt gab es dafür die Urkunde von der Bezirksregierung.
Sie ist die Aufsichtsbehörde für Stiftungen. Die Elisabeth Hartmann Stiftung ist die 755., die in Münster das "Go" für ihre gemeinnützige Arbeit erhalten hat.
Auch junge Menschen wollte Elisabeth Hartmann mit ihrem Geld unterstützen.
Das Geld, das in eine Stiftung fließt, darf nur dem Zweck dienen, der bei Gründung bestimmt wird. Und der kann - anders als bei Vereinen - nicht nachträglich geändert werden.
Stifter: Verantwortung vor Ort übernehmen
Elisabeth Hartmanns letzter Wille zeige, wie persönliches Verantwortungsbewusstsein gezielt Menschen und Tieren in unserer Region helfe, betonte Regierungspräsident Andreas Bothe die gute Tat bei der Beurkundung.
Ohne großzügige Spender wäre die Arbeit im Tierschutz noch schwerer.
Gemeinnützige Stiftungen kümmern sich um ihre guten Zwecke teilweise seit Hunderten von Jahren. Die älteste heute noch aktive wurde bereits im Jahr 917 in Bayern gegründet.
Geschätzt fünf Milliarden schütten die Stiftungen in Deutschland jährlich aus. Genaueres ist nicht bekannt: Stiftungen müssen ihre Zahlen nämlich nicht veröffentlichen.
Unsere Quellen:
- Bezirksregierung Münster
- Andreas Bothe, Regierungspräsident Münster
- Bundesverband Deutscher Stiftungen
- Otto von Guericke Universität Magedeburg
Sendung: WDR.de, Gutes tun über den Tod hinaus - Stiftung in Münster hilft Otter & Co., 23.01.2026, 16:55 Uhr