Rahmedetalbrücke: NRW-Verkehrsminister besucht sanierungsbedürftige L655

Lokalzeit Südwestfalen 29.07.2025 02:35 Min. Verfügbar bis 29.07.2027 WDR Von Heinz Krischer

Rahmedetalbrücke: NRW-Verkehrsminister besucht sanierungsbedürftige L655

Stand:

Durch die lange Sperrung der Rahmedetalbrücke bei Lüdenscheid sind viele Ausweichs- und Umleitungsstrecken entlang der A45 stark beschädigt. Mit 100 Millionen Euro für Straßenbau in der Region will das Land NRW die Straßen in den kommenden zehn Jahren instandsetzen.

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) und die Direktorin des Landesbetriebs Straßen.NRW, Petra Beckefeld, haben sich direkt neben der L655 aufgebaut. Hier sollen in der kommenden Woche (ab 4.8.2025) die Arbeiten bereits beginnen.

Die L655 direkt neben der Rahmedetalbrücke macht den Anfang. Auf 2,8 Kilometern wird die Fahrbahn komplett erneuert. Denn vor allem im Märkischen Kreis rund um Lüdenscheid sind Schlaglöcher inzwischen Alltag. 470 Kilometer gelten allein hier als sanierungsbedürftig.

Autos und LKW stauen sich in beide Richtungen auf der L 622 bei Lüdenscheid Nord, einer Umleitungsstrecke der A45

Stau auf der L 622 bei Lüdenscheid Nord, einer Umleitungsstrecke der A45 nah der Rahmedetalbrücke

Es folgen 123 weitere Projekte. Fein aufeinander abgestimmt, sodass keine neuen Staus entstehen. Zehn Jahre werden die Arbeiten insgesamt dauern.

Niemand kann Baupreise voraussagen. Ich sage aber hier zu: Das Land wird diese Maßnahmen finanzieren. Oliver Krischer, Grüne, NRW-Verkehrsminister

Schlaglöcher sind vielerorts Alltag 

Seitdem die Brücke auf der Sauerlandlinie im Dezember 2021 gesperrt wurde, quälen sich Autos und Lkw über offizielle Umleitungsstrecken, aber dank Navi auch über Schleichwege, die vorher nur Einheimische kannten.

Fünf Menschen, darunter Verkehrsminister Heinz Krischer, stehen vor dem Schild, dass die Baustelle an der L655 ankündigt.

Oliver Krischer, Grüne, NRW-Verkehrsminister (Mitte) und Petra Beckefeld, Direktorin Straßen.NRW (2. v. r.) u.a.

Vom Sonderprogramm profitieren aber ausschließlich Bundes- und Landstraßen. Je näher die Strecken an Lüdenscheid liegen, desto gravierender sind die Schäden.

Stau in Lüdenscheid

Stau auf den Ausweichstrecken rund um Lüdenscheid ist inzwischen Alltag

Auch im Kreis Olpe, im Ennepe-Ruhr Kreis und in Hagen sind Schlaglöcher inzwischen Alltag. Dort sollen die Reparaturen im Rahmen der normalen Unterhaltungsarbeiten erfolgen, da sind sich Minister und Direktorin heute einig.

Überregionale Strecken zuerst

eine Brücke über einem Tal

Nicht nur die A45-Brücke, auch viele Ausweichstrecken sind sanierungsbedürftig

Mit den 100 Millionen Euro des "Sonderprogramms Südwestfalen" sollen zunächst die überregionalen Strecken saniert werden. 420 Kilometer werden von Straßen.NRW als mangelhaft oder ungenügend eingestuft.

Firmen planen und bauen

Für alles wird das Geld also nicht reichen. Oliver Krischer setzt deshalb darauf, dass auch der Bund ein Sonderprogramm aufstellt. Mehr als einen Appell an die Bundesregierung hatte er aber nicht dabei.

Das Bild zeigt eine Straße mit einem Schlagloch.

Mit 100 Millionen Euro will das Land NRW viele Schlaglöcher beseitigen

Damit die Arbeiten möglichst schnell und günstig erledigt werden, setzt Straßen.NRW auf "funktionale Ausschreibungen". Das bedeutet, das Land bestellt eine Straße mit bestimmten Qualitätskriterien, die eigentliche Planung übernimmt dann die ausführende Firma.

"Das machen wir seit einiger Zeit bereits bei Brücken und es hat sich bewährt“, sagt Petra Beckefeld.

Rahmedetalbrücke: 100 Millionen für Straßensanierungen in Südwestfalen

WDR Studios NRW 29.07.2025 00:45 Min. Verfügbar bis 29.07.2027 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Landesbetrieb Straßen.NRW
  • Verkehrsministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW
  • WDR-Recherchen
  • Recherchen des Reporters vor Ort

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