Invasive Muschelart breitet sich im Möhnesee und Sorpesee aus
Lokalzeit Südwestfalen. 05.06.2025. 02:36 Min.. Verfügbar bis 05.06.2027. WDR. Von Isabell Zillmer.
Invasive Muschelart breitet sich im Möhnesee und Sorpesee aus
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Zum Tag der Umwelt warnt der Ruhrverband vor der Quaggamuschel. Die invasive Art aus dem Schwarzen Meer macht sich zunehmend auch bei uns breit. Im Möhne- und Sorpesee wurde sie schon nachgewiesen, eingeschleppt mutmaßlich an Bootsrümpfen.
Sie ist winzig klein, ausgewachsen nicht mal einen Zentimeter lang, und sorgt doch für große Probleme, die Quaggamuschel. Eigentlich im Schwarzen Meer zuhause breitet sie sich immer mehr in Europa und Nordamerika aus.
Dort bedroht sie das ökologische Gleichgewicht, weil sie dem tierischen Plankton die Nahrung wegfrisst, Algen und pflanzliches Plankton. Das bedroht das ökologische Gleichgewicht in den Gewässern.
Muscheln fressen Plankton Futter weg und verstopfen Filter
Weiteres Problem: Die kleinen Muscheln verstopfen Filter und Anlagen in Wasserwerken. Zwar fressen einige Fische wie Brasse oder Rotauge die Muschel, aber nicht in solchen Mengen, dass die Zahl der Muscheln merklich sinkt.
Der Ruhrverband hat die Quaggamuschel bereits am Sorpesee und Möhnesee nachgewiesen. Ob sie auch in den anderen Talsperren an der Ruhr vorkommt und in den Stauseen im Ruhrgebiet, ist aktuell noch nicht klar.
Im Möhnesee haben Taucher schon an verschiedenen Stellen nach der Muschel gesucht und teils bis zu 1500 Individuen je Quadratmeter gefunden, teils noch in 20 Metern Tiefe. Der Muschelbewuchs ist zum Beispiel an Brückenpfeilern und toten Bäumen im Wasser zu erkennen.
Ungeliebter Gast in den Talsperren des Ruhrverbands: Die invasive Quaggamuschel
In diesem Jahr will der Ruhrverband mit einer weiteren Tauchuntersuchung am Sorpesee feststellen, wie stark der Befall dort schon ist.
Bootsbesitzer sollen den Rumpf ihrer Boote gründlich reinigen
Die Tiere sind sehr wahrscheinlich an Bootsrümpfen eingewandert. Die Larven und Eier der Muschel sind so mikroskopisch klein, dass sie mit bloßem Auge nicht zu sehen sind. Deswegen richtet sich der Ruhrverband mit einem Appell an Bootsbesitzer:
Kleine Muschel, große Auswirkungen: Die Quaggamuschel kann signifikante ökonomische und ökologische Schäden verursachen.
Wenn sie ihr Boot von einem Gewässer zu einem anderen verlegen, sollen sie den Bootsrumpf mit einem Hochdruckreiniger abspritzen. So könne vor allem verhindert werden, dass sich die Quaggamuschel auch in Gewässern ansiedelt, die noch nicht befallen sind.
Quellen:
- Ruhrverband