Ein Großaufgebot von Zoll und Polizei hat am Freitag ein Gebäude in Nienborg-Heek durchsucht. Dabei handelt es sich um einen ehemaligen Bauernhof, der von einem niederländischen Geschäftsmann genutzt worden sein soll.
Keine Gefahr für Anwohner
Zunächst war nur bekannt, dass es sich um erhebliche strafrechtliche Ermittlungen handelte. Auch die Feuerwehr war zur Unterstützung angerückt. Federführend für die Aktion war das Zollfahndungsamt Hannover.
Inzwischen ist klar, dass dieser Einsatz im Rahmen einer europaweiten Aktion stand. Dabei wurden mehrere illegale Drogenlabore aufgedeckt. Der Einsatz ist Heek gehöre dazu, bestätigte die Generalzolldirektion in Köln, es heiße aber noch nicht, dass es in Heek auch ein Drogenlabor gegeben habe.
Europaweite Großermittlung in Sachen synthetischer Drogen
Details sollen erst am Mittwoch bei einer Pressekonferenz bekanntgegeben werden. Dann werde der deutsche Teil dieser europaweiten Ermittlungen vorgestellt. Der Zoll teilte zunächst nur mit, dass es bei der Suche nach illegalen Drogenlaboren bei uns Funde in Schleswig-Holstein, Niedersachen, Brandenburg und eben in NRW gegeben habe.
Es handele sich um das bislang größte europäische Ermittlungsverfahren gegen illegale Chemikalientransporte und die Herstellung synthetischer Drogen. Die intensiven verdeckten Ermittlungen seien am Freitag mit einem "Action Day", unter anderem in Nienborg-Heek, zu Ende gegangen.
Unsere Quellen:
- Zollfahndungsamt Hannover
- Generalzolldirektion Köln
Sendung: WDR2, Lokalzeit Münsterland, 19.01.2026, 14.31 Uhr