Ein Dokument des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe zur Fortdauer der Untersuchungshaft des Mannes zeigt laut der dpa, dass sich der angeklagte Syrer schon vor Jahren der Terrororganisation Islamischer Staat angeschlossen hatte.
Minen für den IS gelegt
Seit Mitte 2015 wurde der angeklagte Syrer laut BGH vom IS militärisch ausgebildet. Zu seinen Aufgaben zählte demnach unter anderem, Gelände zu verminen und er war als Wach- und Grenzposten eingesetzt. Dafür habe er vom IS regelmäßig einen Monatslohn von 170 US-Dollar erhalten.
Nach seiner Einreise nach Deutschland im Jahr 2023 soll er geplant haben, möglichst viele, ihm zuvor unbekannte Opfer der westlichen Gesellschaft zu töten. Mitte Mai sollte es dann feiernde Fußballfans vor der Bielefelder Bar "Cutie" treffen. Vier Opfer wurden schwer verletzt.
Hilfsbedürftigkeit vorgetäuscht?
Der BGH-Bericht nennt dazu weitere Details: So soll sich der Tatverdächtige seinen Opfern möglichst unauffällig genähert haben. "Dabei ging er in gebückter Haltung und stützte sich auf seinen präparierten Gehstock, um seine Hilfsbedürftigkeit vorzutäuschen", heißt es. Und das mit der Absicht, "möglichst viele, ihm zuvor unbekannte Tatopfer als Repräsentanten der von ihm abgelehnten westlichen Gesellschaft zu töten".
Unsere Quellen:
- Nachrichtenagentur dpa
Sendung: WDR 2 Ostwestfalen-Lippe, Lokalzeit, 02.01.2025, 13.31 Uhr