Täter sind am Dienstag in eine Sparkassenfiliale in Halle (Westfalen) eingebrochen.
Nach Schließfach-Aufbrüchen in Halle - Wie kamen die Täter rein?
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Unbekannte Täter hatten Ende Dezember am helllichten Tag Schließfächer in einer Sparkassenfiliale in Halle (Westfalen) aufgebrochen. Vier Fächer wurden komplett geleert. Jetzt sind neue Details zu den Sicherheitsvorkehrungen bekannt geworden.
Sie sollen am 30. Dezember während der Geschäftszeit der Filiale die vier Schließfächer im Tresorraum aufgehebelt haben. Dabei hätten sie Beute in sechsstelliger Höhe, sagt die Polizei Gütersloh.
Neue Sicherheitsvorkehrungen
Möglicherweise sind die Täter bei ihrem Einbruch einfach bis zum Tresorraum hereinspaziert. Einbruchsspuren wurden nach Polizeiangaben am Vorraum jedenfalls nicht festgestellt.
Mit einer Bankkarte und der passenden PIN konnten Kunden bisher völlig selbstständig zu den Schließfächern gelangen. Nach dem Einbruch hat die Kreissparkasse dies in mehreren Filialen angepasst. Jetzt müssen Mitarbeitende den Vorraum grundsätzlich aufschließen.
Männer hatten Einkaufstrolley dabei
Die Ermittler suchen nach zwei Männern mit schlanker Statur. Auf den Fahndungsfotos, die die Polizei auf ihrer Internetseite veröffentlicht hat, ist zu sehen, dass sie bei der Tat Einwegmasken trugen und einen Einkaufstrolley bei sich hatten.
Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Auch solche, die rund um die Bankfiliale an der Bahnhofstraße verdächtige Beobachtungen gemacht haben.
Täter kamen ohne Gewalt in den Schließfachbereich
Der Fall in Halle reiht sich in mehrere Schließfach-Aufbrüche in Nordrhein-Westfalen ein. Zuletzt hatten spektakuläre Einbrüche in Gelsenkirchen und Bonn für Aufsehen gesorgt, dort wurden tausende Schließfächer geöffnet. Der Einbruch in Halle passierte, als die Bank geöffnet war.
Wie oft kommen solche Einbrüche eigentlich vor?
Das Landeskriminalamt (LKA) antwortete auf eine WDR-Anfrage, dass die Tat in Gelsenkirchen "außergewöhnlich, wenn auch offenbar nicht der einzige Diebstahl aus Schließfächern (Tresor- oder Vorräume) in Banken in den vergangenen Jahren" gewesen sei.
Das LKA beruft sich nach eigener Aussage auf die Polizeiliche Kriminalstatistik. "Diese lässt jedoch nur eine Eingrenzung nach schwerem Diebstahl in/aus Banken etc.“ zu. Eine händische Auswertung der einzelnen Sachverhalte ist derzeit nicht leistbar", heißt es vom LKA. Der Anteil sei aber "höchst wahrscheinlich sehr gering".
Unsere Quelle:
- dpa
- Polizei Gütersloh
Sendung: WDR 2 Ostwestfalen-Lippe, Lokalzeit, 16.01.2026, 14:31 Uhr