Der Karneval in Paderborn lebt nicht wie andere Veranstaltungen von der Tradition. Das muss er aber auch nicht. Wenn sich trotz eisiger Temperaturen circa 30.000 Menschen treffen, um ausgelassen zu feiern, dann fragt niemand nach der Geschichte dieser Mega-Party.
Karneval mit Kultpotenzial
Bereits Stunden vor dem offiziellen Startschuss der Parade ist die Stimmung ausgelassen. Über 60 Gruppen warten auf ihren Triumphmarsch durch die Innenstadt. Die "Heiße Liebe" bringt eine mobile Pyroshow im LKW-format mit, andere spielen Cowboy und Indianer. Es ist klar, hier wird die Post abgehen.
Der "Hasi Palau-Dreiohrhase" führt die Parade an
Mit gut 20 Minuten Verspätung ziehen die rund 2.000 Teilnehmer dann los. Vorher wurde ein letztes Mal die Sicherheit an der Strecke geprüft. Als es dann aber wirklich losgeht, interessiert das niemanden mehr. Ein erstes, lautes "Hasi Palau" ist am Maspernplatz zu hören.
Die Sonne war immerhin Teil einiger Kostüme
Die Paderborner Karnevalisten kennen mittlerweile die Stellen, an denen es sich besonders gut feiern lässt. Angesagte Bars und Kneipen sind schon zu Beginn des Umzugs rappelvoll. Und auch auf den ersten Metern der Umzugsmeile stehen die Menschen in mehreren Reihen Spalier, um dem eindrucksvollen Tross zuzujubeln.
Veranstalter am Limit
Komplett unbeschwert können die Veranstalter dann aber nicht auf die Karnevalsparty schauen. Im Vorfeld hatte das geforderte Sicherheitskonzept für Probleme gesorgt. Über 50 Zufahrten müssen blockiert werden, dazu unzählige Sicherheitskräfte vor Ort sein.
"Eine Mammutaufgabe", heißt es vom Veranstalter. Erst wenige Tage vor Beginn sei sichergestellt worden, dass alle Zufahrten auch gesperrt werden können. Aber die gute Nachricht: Die Bemühungen haben sich ausgezahlt. Den ganzen Samstag über wurde friedlich gefeiert, heißt es von der Polizei.
Unsere Quellen:
- Reporter vor Ort
- Interview mit den Veranstaltern
- Polizei Paderborn
Sendung: WDR 2 Ostwestfalen-Lippe, Lokalzeit, 14.02.2026, 15.00 Uhr
