Klassenfahrten, launige Vereinstouren oder Gruppen-Reisen in den Süden – sie sind das Kerngeschäft von Thomas Fischer. Der Unternehmer ist stocksauer. Er fühlt sich durch den rasanten Anstieg des Dieselpreises abgezockt – und will handeln.
„Wir werden alle Kunden, die in naher Zukunft mit uns fahren wollen anschreiben und sie über einen Sonderzuschlag informieren.“ Thomas Fischer, Busunternehmer
Thomas Fischer plant einen Sonderzuschlag
Zu den vereinbarten Preisen könne er nicht mehr fahren, sagt der Halterner. Wer in nächster Zeit mit einem seiner Busse fahren möchte, bekomme Post. Es geht um einen Sonderzuschlag aufgrund des hohen Dieselpreises. Wer den nicht zahlen kann oder möchte, darf kostenlos stornieren.
Grad ist einer der Busse von Thomas Fischer aus Südtirol zurück. An Bord: Schulklassen. Für eine solche Tour habe er aktuell Zusatzkosten von rund 200 Euro, rechnet der Unternehmer vor. Dabei seien Kosten für Fahrer und Material eh schon gestiegen.
Verband bestätigt hohen Kostendruck
Auch der Verband Nordrheinwestfälischer Omnibusunternehmen bestätigt die schwierige Situation. Am schlimmsten sei es für Linienbusbetreiber. Denn ihre Verträge gelten meist längerfristig. Einen Ausgleich für gestiegene Dieselkosten erhalten sie in der Regel nicht. Die Margen würden quasi aufgefressen.
Private Zapfsäulen bereits leer
Thomas Fischer hat keine eigene Tankstelle. Sonst hätte er eine Dieselvorrat. So aber muss er zum jeweils gültigen Marktpreis nachtanken. Und Tankstellen von Kollegen seien bereits leergelaufen, sagt der Halterner. Die Branche ächzt unter dem Preisanstieg.
Unsere Quellen:
- Busunternehmer Thomas Fischer
- Verband Nordrheinwestfälischer Omnibusunternehmen e.V.
- Reporter vor Ort
Sendung: WDR.de, Hohe Spritpreise: Halterner Busunternehmer verlangt Sonderzuschlag, 09.03.2026, 6.00 Uhr