Pferd schwer verletzt - dritter Fall in Wittgenstein
Lokalzeit Südwestfalen. 10.07.2025. 02:37 Min.. Verfügbar bis 10.07.2027. WDR. Von Heinz Krischer.
Die Box von Pippa ist noch voller Blutspritzer. Mittwochmorgen hatte ein Stallhelfer die 24-jährige Stute gefunden. Holte sofort ihre Besitzerin Stefanie Ritter – und die war geschockt: "Pippa lag an der Tür, in einer Blutlache, blutüberströmt."
Eine Tierärztin eilte herbei, versorgte die Wunden, legte einen Zugang für Infusionen am Hals. Die stark blutenden Verletzungen des Pferdes waren tiefe Messerschnitte im Genitalbereich und eine zweite schlimme Verletzung am Hinterteil. Sie ist sternförmig ausgeprägt, vermutlich mit einem großen Schraubenzieher zugefügt.
Die Polizei hofft auf Zeugenhinweise
"Durch einen Sturz oder ähnliches sind weder die Schnitte im Genitalbereich zu erklären noch die sternförmige Verletzung", so Stefanie Ritter. Sie erstattete Anzeige bei der Polizei. Die ermittelt jetzt.
Schon im Januar waren ganz in der Nähe - in Erndtebrück und Schameder - zwei andere Pferde verletzt aufgefunden worden. Damals mussten die Ermittlungen eingestellt werden, weil es keine Hinweise auf den oder die Täter gab. Jetzt hofft die Polizei, das im aktuellen Fall doch jemand etwas gesehen hat.
Die Pferdebesitzerin zeigt, wo das Pferd mit dem Messer verletzt wurde.
Stefanie Ritter jedenfalls setzt auch auf die Ermittler. Den sie weiß: "Es haben alle Pferdebesitzer jetzt Angst und Panik, dass ihren Tieren so etwas ebenfalls passieren könnte." Sie hat selber bereits zu Sofortmaßnahmen gegriffen. Jetzt überwachen Videokameras den Stall – und er wird nachts fest verschlossen.
Unsere Quellen:
- Besitzerin des Pferdes
- Reporter vor Ort
