"Wir haben Angst gehabt öffentlich darüber zu Reden. Diese Angst muss ich nicht mehr haben wenn andere Leute mit aufstehen", sagte Peer Ball, Mitbegründer des Vereins.
Der III. Weg ist eine rechtsextremistische Partei. Ihre Ideologie lehnt beispielsweise "die Anerkennung und den Schutz von Lebensentwürfen abseits des traditionellen Familienbildes grundsätzlich ab und verunglimpft diese als abnormal" heißt es in einem Verfassungsschutzbericht des Bundes aus dem Jahr 2024.
Initiative will friedlich aufklären
Ziel sei es, eine klare Haltung gegen Rechtsextremismus einzunehmen und den demokratischen Gedanken zu stärken. "DemokraTisch", "Bunte Hammerhütte e.V." und die "Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Arnsberg" klärten am Mittwochabend über die Historie der Partei auf.
Wir suchen keine Konfrontation und wollen keine Demos veranstalten. Wir setzen auf Information und Aufklärung Dr. Peter Neuhaus, Mitinitiator des "DemokraTisch"
In den nächsten Wochen sind diverse Lesungen, Filmvorführungen und öffentliche Kundgebungen geplant. Zu der Auftaktveranstaltung kamen rund 200 Bürgerinnen und Bürger.
Zeitzeuge berichtet über NS-Zeit
III. Weg zeigt sich unbeeindruckt
Der III. Weg wirft dem "DemokraTisch" hingegen Meinungsmache vor. Einzig und allein die eigene Partei würde über sich selbst informieren. Außenstehende teilen lediglich ihre Meinung aufgrund von gefühlten Wahrheiten, so ein Sprecher des III. Wegs auf Nachfrage.
Zu den Kommunalwahlen am 14. September will die Partei ihren Bürgermeisterkandidaten aufstellen und in den Gemeinderat einziehen. Das möchten die Organisationen und Initiativen verhindern.
Unsere Quellen:
- Gespräch mit unserem WDR-Reporter vor Ort
- Organisatoren "DemokraTisch"
- Dr. Peter Neuhaus, "DemokraTisch"
- Sprecher III. Weg
- Bundes-Verfassungsschutzbericht 2024