Statt Holz: Erstmals Aluminium-Brücke am Biggesee in Olpe

02:27 Min. Verfügbar bis 11.06.2027

Statt Holz: Erstmals Aluminium-Brücke am Biggesee in Olpe

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Selbst der Projektleiter von Straßen NRW war überrascht: Die neue Brücke lag in einer Viertelstunde in Position. Erstmals wurde eine vorgefertigte Brücke aus Aluminium eingesetzt. Das könnte es nun öfter geben.

Von Claudia Roelvinck

Es ist ein geradezu malerischer Radweg am Biggesee. Vor allem Touristen mögen ihn sehr. Doch an der Valentinskapelle mussten sie bisher absteigen und schieben. Die alte Holzbrücke war schmal – und marode.

Pfeiler waren schon da

Die Radweg-Brücke führt über die Bahnlinie zum Biggesee. Wegen Sanierungsarbeiten fährt dort im Moment kein Zug. Eine gute Gelegenheit also, eine neue Brücke über die Gleise zu bauen.

Die Brückenpfeiler waren schon da, trugen bisher eine enge Holzkonstruktion. Nun sollte ohne allzugroßen Aufwand eine neue Brücke auf die alten Pfeiler gesetzt werden. Nachhaltig eben. Und kostengünstig.

"Stahl oder Beton wären viel zu schwer gewesen, mit Aluminium geht das." Michael Zart, Projektleiter bei Straßen NRW

22 Meter lang, knapp über sechs Tonnen schwer, wird die Brücke samt Geländern früh am Morgen mit dem Teleskopkran vom Tieflader gehoben. Es dauert nur eine Viertelstunde, dann liegt sie auf den Stützpfeilern. Präzisionsarbeit.

Termin geheim gehalten - gegen Schaulustige

Der Termin wurde geheim gehalten, damit Schaulustige nicht mit ihren Fahrzeugen die engen Wege zwischen See und Wald blockieren.

Es sind hauptsächlich Touristen, die diesen Radweg von Gummersbach über Olpe bis nach Attendorn nutzen, aber auch einige Berufspendler. Der Weg führt parallel zur Bundesstraße 54, aber nicht immer direkt neben ihr entlang. So ist es auch hier, wo die neue Brücke eingesetzt ist. Die Betonbrücke für Autos ist in Sichtweite, die Radler haben mit den Autos und Lkw dort aber nichts zu tun.

"Die Brücke soll in Farbe und Design an die frühere Nutzung der Strecke erinnern." Michael Zart, Projektleiter bei Straßen NRW
Auf dem Foto ist ein Mann in leuchtend-orangener Baustellenjacke, der am Brückengeländer lehnt.

Projektleiter Michael Zart neben der neuen Brücke.

Die neue Brücke – und besonders deren Geländer – erinnern an vergangene Zeiten. Unten ist das Geländer rot lackiert. "Dampflok-rot", wie Michael Zart sagt. Oben dann ist der Handlauf schwarz und hat die Form eines Gleises.

Es soll zwar die erste, längst aber nicht die letzte Brücke aus Aluminium sein, die Straßen NRW anfertigen lässt. Gebaut wurde die Brücke übrigens von einer Firma am Bodensee. Jetzt ist sie am Biggesee gelandet. Und passt.

Unsere Quellen:

  • Michael Zart, Projektleiter bei Straßen NRW
  • WDR-Reporterin vor Ort

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