Bundeswehr-Soldat:innen

Umfrage der Uni Bielefeld: Wird Wehrpflicht zum Generationenkonflikt?

Stand:

Die Diskussion um die Wehrpflicht spaltet die Gesellschaft. Das zeigt eine Befragung der Uni Bielefeld.

Für eine Wehrpflicht sind vor allem die, die nicht direkt davon betroffen wären: Während gut zwei Drittel der über 60-Jährigen dafür sind, stimmt nur etwa ein Drittel der 18- bis 24-Jährigen zu. Mehr der jungen Menschen sind für eine freiwillige Lösung.

Keine Mehrheit in der Wehrpflicht-Frage

Doch während die Politik über die Frage der Wehrpflicht streite, zeige sich, wie uneinig die Bevölkerung ist. 52 Prozent sind für die Wiedereinführung eines militärischen Dienstes für junge Menschen.

Das ergibt eine aktuelle Sonderauswertung des Konfliktmonitors der Konfliktakademie an der Universität Bielefeld vom Juli 2025. Befragt wurden dafür 2.112 Menschen, die bereits im Dezember 2024 an einer Studie teilgenommen hatten.

Sicherheitsgefühl nimmt allgemein ab

In einigen Punkten gab es allerdings Übereinstimmungen: Seit Russlands völkerrechtswidrigem Angriff auf die Ukraine hat das Sicherheitsgefühl in Deutschland abgenommen. 40 Prozent der Befragten rechnet mit einem Angriff Russlands auf ein NATO-Land in den nächsten Jahren.

"Unsere Daten verdeutlichen ein wachsendes Unsicherheitsbewusstsein, aber auch ein gesellschaftliches Konfliktpotenzial, wenn es um Aufrüstung und Wehrpflicht geht", sagt Dirk Lampe, wissenschaftlicher Koordinator des Konfliktmonitors. Zwei Drittel der Befragten sind dafür, dass die Bundesregierung mehr Geld für Verteidigung ausgibt.

Umfrage der Uni Bielefeld: Wird Wehrpflicht zum Generationenkonflikt?

WDR Studios NRW 23.10.2025 00:41 Min. Verfügbar bis 23.10.2027 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Konfliktmonitor der Konfliktakademie an der Universität Bielefeld

Weitere Beiträge aus Ostwestfalen-Lippe

1 / 2