Der Tatort liegt direkt an der Autobahn 1 in Ascheberg. Nach Angaben der Kreispolizei Coesfeld stehen hier mehr als 16.000 Solarmodule. Und für die braucht es eine Menge Kupferkabel. Sie fehlen nun.
Hohe Zäune konnten die Täter nicht aufhalten.
Unbekannte haben sich in den vergangenen Tagen unbemerkt Zutritt zu dem Gelände verschafft. Das ist mit hohen Zäunen gesichert. Laut Polizei durchschnitten die Diebe ein Kettenschloss, konnten so ein großes Tor öffnen und auf das Gelände gelangen.
Diebe hatten Kupfer-Kabel im Visier
Anschließend hätten sie fein säuberlich sämtliche Kabel abgeschnitten und entwendet, mit denen die Solarmodule mit Anschlusskästen verbunden waren. Und das nicht auf einmal, sondern über mehrere Tage. Gemerkt hat das offenbar niemand.
"Die Frage, warum da keiner was bemerkt hat, die bleibt natürlich im Raum stehen." Moritz Bredekamp, Kreispolizei Coesfeld
So viel Kupfer liegt gerade beim Schrotthändler in Münster.
Die Länge der gestohlenen Kabel summiert sich auf 92 Kilometer. Hauptbestandteil ist Kupfer. Und das ist wertvoll. "Gerade seit Oktober, November haben wir einen Preisanstieg von kanpp 2.500 Euro pro Tonne, das ist schon eine Menge", sagt Schrotthändler Patrick Persch aus Münster.
Er glaubt, dass die Kabel-Diebe versuchen werden, ihr Diebesgut im Ausland los zu werden. Bei ihm hätten sie keine Chance, die Kabel zu verkaufen. "Ab einer gewissen Menge sagen wir nur mit einem Gewerbe, mit einem Nachweis, wo das Ganze herkommt. Ansonsten sind unsere Tore zu."
Zeugenaufruf der Polizei
Aufgrund der Größe und des Gewichtes des Diebesgutes geht die Polizei davon aus, dass die Täter mehrere große Fahrzeuge genutzt haben, um die Kabelberge abzutransportieren.
Unsere Quelle:
- Kreispolizei Coesfeld
- WDR-Reporter im Gespräch mit Schrotthändler Patrick Persch
Sendung: WDR 2 Münsterland, Lokalzeit, 12.02.2026, 17:31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Münsterland, 13.02.2026, 19:30 Uhr