Schulweg zu gefährlich - Petition fordert mehr Sicherheit für Kinder
Lokalzeit OWL. 14.10.2025. 02:37 Min.. Verfügbar bis 14.10.2027. WDR. Von Thomas Wöstmann.
Die Fußgängerampel zeigt grün. Das Kind läuft los und dann fährt noch ein Auto vorbei. Gerade noch so kann eine Mutter ihr Kind an der Kapuze packen und Schlimmeres verhindern. Solche oder ähnliche gefährliche Situationen schildern viele Eltern aus Vilsendorf. Mit einer Petition wollen sie die Lage an der Landstraße jetzt verbessern.
Anwohner fordern mehr Sicherheit
Vilsendorf, ein Stadtteil von Bielefeld, wird geteilt von einer breiten Landstraße. Im Ort bekannt als "die Rennstrecke".
Dieses Mal ging alles gut.
Auf ihrem Schulweg oder zur Kita müssen viele Kinder diese Straße kreuzen, aber auch viele ältere Menschen die zur Kirche oder zum Friedhof wollen. Allerdings gibt es nur diese eine Ampel.
"Dieser Ampel-Fußgängerüberweg ist absolut zentral für das Dorfleben in Vilsendorf und er sollte sicher sein. Momentan ist er es nicht", sagt Kristine Erdmeier. Sie hat deswegen die Petition ins Leben gerufen. Schon viele Vilsendorfer haben unterschrieben. Sie wollen in einen Dialog mit der Stadt gehen und machen Vorschläge, wie die Ampel-Situation verbessert werden kann.
Kristine Erdmeier und Edward Wright wollen eine sichere Kreuzung.
Edward Wright bringt jeden Morgen seine Enkel zur Schule. Vor kurzem hat er das erste Mal einen Lkw-Fahrer angezeigt, "weil er mit Vollgas über Rot gebrettert ist." Sie machen in der Petition Vorschläge und wollen mit der Stadt ins Gespräch kommen. Zum Beispiel könnten die Ampelphasen verändert oder ein Rotlichtblitzer installiert werden, um Autofahrer abzuschrecken. "Ein 'Achtung Schulweg kreuzt'- Schild wäre das Mindeste", sagt Kristine Erdmeier.
Stadt Bielefeld hat keine schnelle Lösung
Olaf Lewald vom Bielefelder Amt für Verkehr sagt, es sei nicht so einfach, wie es klingt. An der Ampelschaltung würde die Stadt ungern etwas ändern. Längere Rotphasen könnten ungeduldige Fahrer dazu verleiten, erst recht über Rot zu fahren. Und für einen Rotlichtblitzer müsste ein Unfallschwerpunkt an der Kreuzung bestehen. Bisher gab es aber keine Unfälle. Präventiv einen aufzustellen sei rechtlich nicht möglich.
Eine andere Lösung wäre, die Polizei aufzufordern, an der Kreuzung häufiger Rotlichtverstöße zu kontrollieren. Das sei aber bisher nicht geplant. Kristine Erdmeiers Petition sammelt noch bis Januar Unterschriften, dann soll sie der Stadt übergeben werden.
Unsere Quellen:
- WDR-Reporter vor Ort
- Stadt Bielefeld