Laut des hessischen Landwirtschaftsministeriums beginnen die Vorarbeiten diese Woche, der Zaun soll noch in diesem Jahr fertig gebaut werden. Er werde als Langzeitschutz gegen die Wanderbewegungen von Wildschweinen errichtet, heißt es vom Ministerium.
Der Zaun besteht aus einer jeweils etwa 30 Kilometer langen Nord- und Südtrasse. Die Nordtrasse verläuft von der Grenze des Regierungsbezirks Kassel bei Eifa über Hatzfeld, über Dodenau nach Allendorf und über Osterfeld nach Bromskirchen. Die Südtrasse verläuft von Haiger über Dillenburg, Eschenburg und Breidenbach nach Biedenkopf.
175 Schweinepest-Fälle in NRW seit Juni
In NRW war erstmals am 14. Juni die Schweinepest nachgewiesen worden. Seitdem wurden im Bundesland 175 positive Fälle gemeldet. Die Funde seien bis auf 15 Kilometer an die hessische Landesgrenze herangerückt, teilte das Landwirtschaftsministerium mit.
Im Vorfeld hatte das Land Hessen entlang der Grenzen bereits einen Elektrozaun gebaut. Dieser soll bestehen bleiben, quasi als Doppel-Barriere. Bei dem Bau des Zauns müssten Grundstückseigentümer aufgrund des überragenden öffentlichen Interesses alle Maßnahmen zum Zweck einer Eindämmung der Tierseuche dulden.
Bau des Zauns kann zu Verkehrsbehinderungen führen
Während der Bauarbeiten sei mit temporären Verkehrsbehinderungen entlang der Trasse zu rechnen, sagt das Ministerium. Auch Wanderwege und Fahrradspuren könnten von den Baumaßnahmen betroffen sein.
Unsere Quellen:
- Landwirtschaftsministerium Hessen