Es ist eines der ungewöhnlichsten Tempolimits in der Region: In Paderborn dürfen Radfahrer in der Straße "An der Talle" ab heute maximal Tempo 10 fahren. An der Engstelle hatte es immer wieder Unfälle mit Verletzten gegeben.
Den schmalen Weg teilen sich Fußgänger und Radfahrer, und die sind hier in beiden Richtungen unterwegs. Denn auf der anderen Straßenseite gibt es keinen Radweg. Ab heute werden die Schilder für die Tempobegrenzung aufgestellt. Dann dürfen Fahrräder nur noch wenig schneller als die Fußgänger unterwegs sein.
Das ist eng: Auf diesem schmalen Weg begegnen sich Fußgänger und Radfahrer
In den vergangenen Jahren hatte es hier immer wieder gekracht: Es gab Unfälle mit insgesamt zehn Verletzten, zwei Menschen hatten sich sogar schwerverletzt. Ein weiterer Grund: Da ist auch noch die Einmündung des Dr.-Rörig-Damms auf den Radweg. Auch von hier kommen Radfahrer, sie biegen ab, ohne auf die Vorfahrt des Querverkehrs zu achten.
Tempo runter, Aufmerksamkeit rauf
Mit dem Tempolimit für Drahtesel reagiert die Stadt Paderborn auf "hohe Geschwindigkeiten von Radfahrenden auf dem straßenbegleitenden Zweirichtungsradweg" (Pressemitteilung). Deshalb gilt jetzt: Tempo runter, Aufmerksamkeit hoch.
Die Stadt Paderborn räumt allerdings ein, dass viele Radfahrer gar keinen Tacho haben. Sie müssen ihre Geschwindigkeit also schätzen. Ob "An der Talle" jetzt auch noch geblitzt wird, verrät die Stadt aber nicht.
Unsere Quellen:
- Pressemitteilung der Stadt Paderborn
Sendung: WDR.de, Tempo 10 für Radfahrer in Paderborn, 22.06.26, 05:00 Uhr