Die Polizei bestätigte dem WDR, dass an dem Gebäude in der Innenstadt ein Schaufenster beschädigt und ein Hakenkreuz an das Gebäude geschmiert worden sei.
Queeres Zentrum antwortet auf Angriff
In einer Mitteilung findet der Verein Queers an der Niers, der hinter dem queeren Zentrum in Mönchengladbach steht, deutliche Worte. "Wer Hakenkreuze hinterlässt und queere Räume angreift, verfolgt ein Ziel: Menschen einzuschüchtern", schreibt der Vorstand des Vereins.
Man lasse sich aber nicht einschüchtern und hoffe auf eine Reaktion der Politik, bedrohte Orte besser zu schützen. Auf Instagram postete der Verein auch Fotos des beschädigten Gebäudes.
Auch das Queere Netzwerk NRW hat sich zu dem Vorfall geäußert. "Der Angriff auf das Queere Zentrum in Mönchengladbach bestätigt erneut die Zunahme queerfeindlicher Gewalt in unserer Gesellschaft", wird Laura Becker, Vorstandssprecherin des Netzwerks, in einer Mitteilung zitiert. "Unsere volle Solidarität gilt den Betroffenen."
Ebenso äußerte sich auch die SPD in Mönchengladbach zu dem Vorfall. "Das ist keine Sachbeschädigung, sondern rechtsextreme Einschüchterung. Wir werden nicht zulassen, dass queere Menschen aus dem öffentlichen Raum verdrängt werden", erklärt Ratsfrau Nicole Wilms.
Details zur Tat bisher unklar - Häufung in Mönchengaldbach
Der Staatsschutz ermittelt zu den Hintergründen. Nähere Hinweise auf den oder die Täter gibt es laut Polizei bislang nicht.
In Mönchengladbach scheinen sich solche Taten aktuell zu häufen. So wurden etwa am Ostersonntag ebenfalls verfassungsfeindliche Symbole an zwei Ehrenmale für jüdische Opfer des Nationalsozialismus geschmiert.
Im Februar dagegen hatte mindestens ein unbekannter Täter mehrfach im Stadtteil Windberg verfassungsfeindliche Symbole an Stromkästen, Glascontainer, Zäune und ähnliches gesprüht.
Unsere Quellen:
- Polizei Mönchengladbach
- Queers an der Niers e. V.
- Queeres Netzwerk NRW
Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 15.04.2026, 13.31 Uhr