Muttermilch-Spenden sind überlebenswichtig für Frühchen.

WDR 19.05.2026 03:12 Min. Verfügbar bis 19.05.2028

NRW-Netzwerk startet Zentrale Muttermilchbank öffnet in Mönchengladbach

Stand:

Eltern von Frühgeborenen am Niederrhein sollen bald bessere Unterstützung bekommen, um ihr Kind zu versorgen: In Mönchengladbach gibt es jetzt eine zentrale Bank für Muttermilchspenden in NRW.

Von Sophie Brach

Die Städtischen Kliniken Mönchengladbach haben sich mit anderen Krankenhäusern zu einem Netzwerk für Muttermilchspenden zusammengeschlossen - pünktlich zum heutigen Internationalen Tag der Muttermilchspende.

Es ist Teil eines landesweiten Projekts, das die Versorgung in ganz NRW verbessern soll. Dazu sind noch weitere Standorte im Aufbau, in Bielefeld läuft das Netzwerk schon seit einigen Wochen.

Ziel der zentralen Bank ist es, Mütter zu unterstützen, die nach einer Frühgeburt erst nach ein paar Tagen selbst Muttermilch produzieren können. So sollen Frühchen flächendeckend und überregional mit der überlebenswichtigen Milch versorgt werden.

Andere Mütter als Spenderinnen

Die gespendete Muttermilch stammt für gewöhnlich von anderen Frühchen-Müttern, deren Neugeborene gut versorgt sind und die daher überschüssige Milch abgeben können.

Neben den Kliniken Mönchengladbach sind im regionalen Umfeld das Helios Klinikum Krefeld, das Rheinland-Klinikum Neuss und das Bethlehem Gesundheitszentrum Stolberg an dem Spendezentrum beteiligt. Die Kliniken wollen auf diese Weise Wissen und Ressourcen rund um die hochsensiblen Prozesse bei einer Muttermilchspende bündeln.

Emotionale Entlastung von Müttern durch Milchspende

In NRW entstehen immer mehr Banken für Muttermilch. Erst seit einem halben Jahr gibt es die Humanmilchbank im Florence Nightingale Krankenhaus in Düsseldorf. Dort haben bereits vier Mütter gespendet, sodass 20 Frühgeborene gefüttert werden können. Jedes Frühchen braucht gerade einmal 160 Milliliter am Tag. Die pasteurisierte Spendermilch erhalten sie per Magensonde.

Julia Wasem, eine Mutter, ist zu sehen.

Julia Wasem ist auf eine Muttermilchspende angewiesen.

Julia Wasem ist ebenfalls auf so eine Muttermilchspende angewiesen. Ihr Sohn Oscar kam vor drei Tagen achteinhalb Wochen zu früh auf die Welt.

"Das ist für uns sehr entlastend, weil wir damit wissen, dass unser Sohn hier bestmöglich versorgt ist. Das heißt, ich kann für mich schauen, dass meine Milchproduktion funktioniert, muss mir da aber keinen Stress machen, weil wir wissen: Wir haben hier auch ein Backup." Julia Wasem

Transparenzhinweis: In einer früheren Version unseres Beitrags hieß es, der Standort in Mönchengladbach wäre der erste des NRW-weiten Netzwerks für Muttermilchspenden - das war auch der Wortlaut in der Pressemitteilung. Richtig ist, dass das Netzwerk in Bielefeld schon vor einigen Wochen den Betrieb aufgenommen hat.  

Zentrale Bank für Muttermilch in NRW

WDR 19.05.2026 00:40 Min. Verfügbar bis 18.05.2028

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Unsere Quellen:

  • Städtische Kliniken Mönchengladbach
  • Gespräch mit Julia Wasem

Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 19.05.2026, 09.31 Uhr 
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Düsseldorf, 19.05.2026, 19:30 Uhr

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