Diese Rauchwolke hat extrem gestunken | Video
WDR. 00:26 Min.. Verfügbar bis 03.05.2028.
Gegen 23 Uhr am Samstagabend ging der Notruf von Mönchengladbacher Anwohnern ein. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass ein Haufen Metallschrott brennt, in dem auch Kunststoff enthalten ist. Zunächst waren 80 Einsatzkräfte vor Ort, im Laufe der Nacht zum Sonntag kamen noch weitere hinzu.
Unterstützung durch Mitarbeitende des Entsorgers
Unter anderem kamen Wasserwerfer am Boden und zwei Drehleitern zum Einsatz. Während der Löscharbeiten gab es immer wieder kleine Explosionen innerhalb des Metallhaufens.
Ein Haufen brennender Metallschrott sorgt für einen Großeinsatz der Feuerwehr.
Mitarbeitende des betroffenen Unternehmens unterstützten die Feuerwehr mit firmeneigenen Kränen, indem sie den Metallschrott auseinanderzogen. So konnten die Einsatzkräfte Glutnester gezielt löschen.
Anwohner besorgt wegen Gestanks
Wegen des starken Gestanks gingen in der Nacht zahlreiche Anrufe von Anwohnern aus dem gesamten Mönchengladbacher Stadtgebiet sowie aus Erkelenz und Wegberg bei den Leitstellen ein. Experten der Feuerwehr und des Umweltamtes führten Messungen durch, um festzustellen, ob die Rauchgase gefährlich sind. Das sei aber nicht der Fall gewesen, so ein Sprecher der Feuerwehr am Sonntagmorgen.
Dennoch wurde Samstagnacht eine Meldung über die Warn-App NINA veröffentlicht. Aufgrund der Geruchsbelästigung in Mönchengladbach, Erkelenz, Wegberg sowie Viersen und Schwalmtal wurden die Anwohner gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungen abzuschalten. Die Warnung wurde am Sonntagmittag wieder aufgehoben.
Regelmäßige Kontrollgänge nach Einsatzende
Gegen 3 Uhr nachts zeigten sich nach Angaben der Feuerwehr erste deutliche Löscherfolge. Kurz darauf sei überwiegend nur noch Wasserdampf über dem Metallhaufen sichtbar gewesen. Die eigentlichen Löscharbeiten wurden inzwischen eingestellt. Im Nachgang führt die Feuerwehr jedoch weiterhin regelmäßige Begehungen der Einsatzstelle durch. Dabei handelt es sich um eine Art Brandnachschau, um mögliche Glutnester frühzeitig zu erkennen.
Der betroffene Metallschrott wird nach Angaben der Feuerwehr weiterhin regulär entsorgt und kann wiederverwertet werden. Auf dem Gelände selbst sind keine größeren Schäden entstanden. Die Ermittlungen zur Brandursache nimmt nun die Polizei auf. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.
Unsere Quellen:
- Feuerwehr Mönchengladbach
- Integrierte Leitstelle, Kreis Heinsberg
Sendung: WDR.de, Diese Rauchwolke hat extrem gestunken, 03.05.2026, 13:50 Uhr