Frau gerät in Mönchengladbach unter Bus im Karnevalszug - Lebensgefahr

WDR aktuell 18.02.2026 01:54 Min. Verfügbar bis 18.02.2028 WDR

Nach Unfall im Mönchengladbacher Karnevalszug - Opfer verlegt

Stand:

Der Zustand der jungen Frau sei weiterhin "kritisch", sagte die Polizei am Donnerstagmorgen. Die 23-jährige Ordnerin war beim Straßenkarneval in Mönchengladbach lebensgefährlich verletzt worden. Sie war unter einen Bus geraten, den sie absichern sollte.

Auch zwei Tage nach dem Unglück im Mönchengladbacher Veilchendienstagszug gibt es keine Entwarnung: die 23-Jährige ist weiterhin in kritischem Zustand. Die Frau wurde mittlerweile von einem Krankenhaus in Mönchengladbach in eine Uniklinik im Ruhrgebiet verlegt. Nach Angaben der Behörden liegt die Klinik näher am Wohnort der Frau und ihrer Familie.

Sie war als "Wagenengel", also als Zug-Begleiterin dabei und lief als Sicherheitskraft neben dem Bus, um Unfälle zu vermeiden.

Keine Hinweise auf Fremdverschulden

Pressesprecherin Polizei Mönchengladbach Stefanie Schilling

Die Polizei Mönchengladbach wertet aktuell Spuren aus

Laut Polizei gibt es aktuell keine Hinweise auf ein Fremdverschulden: "Wir hatten ein Verkehrsunfallaufnahmeteam vor Ort, die haben alle Spuren des Unfalls gesichert, Zeugen werden befragt, diese Zeugenaussagen müssen ausgewertet werden", sagte Pressesprecherin Stefanie Schilling.

Anfangs gab es Meldungen, dass es sich bei der verletzten Person um ein Kind gehandelt habe, was sich aber nicht bestätigte.

Zugleiter: Frau musste reanimiert werden

Der Bus vor Ort

Der Unfallort

Die Frau habe am Veilchendienstag reanimiert werden müssen, so Zugleiter Thomas Platzer. Der Unfall hatte sich am Nachmittag an der Ecke Bismarckstraße und Regentenstraße beim Abbiegen ereignet. Was genau passiert ist, ist noch unklar. Neben den Ermittlungen macht die Polizei auch ein Hilfsangebot für Menschen, die den Unfall und die Rettungsarbeiten mitbekommen haben und dadurch "sehr belastet" waren.

Opfer war speziell geschult

Gert Kartheuser vom Karnevalsverband Mönchengladbach

Karnevalschef Gert Kartheuser ist nach dem Unfall geschockt

Aus Sicherheitsgründen wird nur speziell ausgebildetes Personal als Wagenengel eingesetzt, erklärte Gerth Kartheuser, der Vorsitzende des Karnevalsverbandes Mönchengladbach: "Das sind also keine Leute, die mal eben irgendwo eine Weste bekommen und dann mitlaufen dürfen". Mit den Firmen würden sie seit Jahren zusammenarbeiten.

Seelsorger im Einsatz

Der Fahrer des Busses wurde am Dienstag seelsorgerisch betreut.

"Ob diese Person ausgerutscht ist oder wie auch immer es zum Unfall gekommen ist, wissen wir heute noch nicht," sagte Gert Kartheuser, Vorsitzender des Karnevalsverbandes Mönchengladbach am Dienstag.

Leider hat es sie getroffen, und das ist sehr, sehr tragisch. Gert Kartheuser, Vorsitzender des Karnevalsverbandes Mönchengladbach

Mönchengladbachs Oberbürgermeister Felix Heinrichs sagte dem WDR: "Ich bin sehr dankbar, dass die Einsatzkräfte so schnell vor Ort waren und wohl im Rahmen des Möglichen auch helfen konnten." Das spräche dafür, "dass das Sicherheitskonzept funktioniert hat", so der OB.

Nach Unfall im Mönchengladbacher Karnevalszug - Opfer verlegt

WDR Studios NRW 19.02.2026 00:28 Min. Verfügbar bis 19.02.2028 WDR Online

Unsere Quellen:

  • WDR-Gespräch mit Zugleiter Thomas Platzer
  • WDR-Gespräch mit der Polizei Mönchengladbach
  • Mitteilung der Polizei Mönchengladbach
  • Beobachtungen der WDR-Reporterin vor Ort

Sendung: WDR 2, Lokalzeit von Rhein und Ruhr, 19.02.2026, 12:31 Uhr

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