Ein Schild mit der Aufschrift "Geflügelpest Sperrbezirk"

Neuer Fall von Geflügelpest im Kreis Viersen

Stand:

Im Kreis Viersen gibt es einen weiteren Ausbruch der Geflügelpest. In Grefrath mussten 13 Gänse getötet werden.

Die Tiere in Grefrath wurden vorher positiv auf das Virus getestet, welches die Geflügelpest auslöst. Anfang des Monats war die Geflügelpest erstmals im Kreisgebiet in einem Betrieb in Kempen aufgetreten. Rund 1000 Tiere mussten dort vorsorglich getötet werden. Laut Kreisveterinäramt kann ein Zusammenhang zwischen beiden Ausbrüchen aber ausgeschlossen werden. Die Tiere in Grefrath seien ziemlich sicher durch Wildvögel angesteckt worden.

Beim ersten Ausbruch der Geflügelpest in Kempen hatte der Gutsherr auf Gut Heimendahl atypisches Verhalten bei seinen Tieren beobachtet. Daraufhin wurde sofort das Veterinäramt informiert. Ein Labor im Auftrag des Kreises Viersen stellte den Geflügelpesttyp H5 fest. Das Laborergebnis wurde Donnerstagmorgen vom Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt. Für die Geflügelhaltung in der Region hat das weitreichende Folgen.

Geflügelpest in Kempen bestätigt

WDR Studios NRW 10.12.2025 00:24 Min. Verfügbar bis 10.12.2027 WDR Online

550 Betriebe betroffen

Der Kreis Viersen hat eine Schutz- und Überwachungszone eingerichtet, die sich auch in die Kreise Wesel und Kleve sowie in das Krefelder Stadtgebiet erstreckt. Im Umkreis von zehn Kilometern gilt Stallpflicht für Geflügel. Innerhalb von drei Kilometern dürfen keine Tiere verkauft oder geschlachtet werden. Ziel ist es, die Ausbreitung des Virus zu stoppen.

Auf dem Bild sieht man eine alte Scheune auf einem Hof in Kempen

Die Scheune von Gut Heimendahl in Kempen.

Von den strengen Schutzmaßnahmen sind rund 550 Betriebe betroffen, heißt es vom Kreis Viersen. Insgesamt gibt es 1.800 Geflügelhalter im Kreis, dazu zählen auch viele Klein- und Hobbyhalter. Der Ausbruch in Grefrath ist innerhalb der Schutzzone passiert, weshalb der Kreis Viersen darin keinen Anlass sieht, die Schutzzone auszudehnen.

1.000 Tiere mussten gekeult werden

Nachdem die Tiere in Kempen getötet wurden, wurden auch die Ställe desinfiziert. Die Maßnahmen sollen verhindern, dass sich das Virus weiterverbreitet und andere Betriebe gefährdet. Für den Gutsherrn Hannes von Heimendahl ist der Ausbruch kurz vor Weihnachten sehr bitter. Der Festtagsbraten sei aber nicht gefährdet, versichert er. Für die Kunden solle es einen Ersatz von Partnerbetrieben geben. Auch der Hofladen sei weiterhin geöffnet.

Geflügelpest in Kempen bestätigt

00:44 Min. Verfügbar bis 04.12.2027

Unsere Quellen:

Geflügelpest in Kempen bestätigt

WDR Studios NRW 04.12.2025 00:19 Min. Verfügbar bis 05.12.2027

  • Sprecher des Kreis Viersen
  • Gutsherr Gut Heimendahl
  • Reporter vor Ort
  • Pressemitteilung des Kreises Viersen vom 09.12.2025

Sendung: WDR 2, Lokalzeit Rhein und Ruhr, 04.12.2025, 11:30 Uhr.
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Düsseldorf, 04.12.2025, 19:30 Uhr.
Sendung: WDR 2, Lokalzeit Rhein und Ruhr, 10.12.2025, 11:30 Uhr.

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