Gutachten nennt Ursache für das Loch
WDR. 01:42 Min.. Verfügbar bis 24.04.2028.
Anfang Februar kam es in Coesfeld-Lette zu einem Erdrutsch, durch den große Teile der Straße absackten. Seitdem ist eine der wichtigsten Verbindungsstraßen zwischen den Kreisen Coesfeld und Borken gesperrt. Ein heute veröffentlichtes Gutachten, das von der Bezirksregierung Arnsberg und vom Quarzwerk in Auftrag gegeben wurde, erklärt jetzt, wie es zu dem Erdrutsch kam.
Kettenreaktion durch Böschungsarbeiten
Kurz vor dem Erdrutsch hatte ein Baggerschiff des Quarzwerks Baums die Böschung abgeflacht. Diese Arbeiten sind eigentlich Routine. Durch Regen und geologische Sonderheiten gelang jedoch eine größere Menge Sand in Bewegung.
Eine Kettenreaktion sorgte für Erdrutsch
Es kam zu einer Kettenreaktion. Immer mehr Erdreich rutsche herab und riss die Straße und Betriebswege mit in den See. Menschen wurden bei dem Erdrutsch nicht verletzt.
Wiederaufbau noch in diesem Jahr geplant
Die abgesackte Straße kann laut Gutachten an der gleichen Stelle wieder neu gebaut werden. Sobald das große Loch wieder aufgefüllt ist, soll der Wiederaufbau starten - noch in diesem Jahr. Der Kreis Coesfeld kalkuliert hierfür eine Bauzeit von 40 Tagen.
Parallel darf das Quarzwerk Baums weiter feinen Sand gewinnen - ein wichtiger Rohstoff für die Industrie. Das allerdings nur in Bereichen, deutlich abseits des abgerutschten Bereichs. Die Bezirksregierung Arnsberg hatte den Tagebau zuletzt bis Ende Juni befristet. Eine Verlängerung dürfte aber nur Formsache sein.
Unsere Quellen:
- Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort
Sendung: WDR.de, Gutachten nennt Ursache für das Loch, 24.04.2026, 12.00 Uhr.
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Münsterland, 24.04.2026, 19.30 Uhr.