Nach Erdrutsch: Kann Kreisstraße bei Coesfeld wieder aufgebaut werden?

Lokalzeit Münsterland 13.02.2026 00:39 Min. Verfügbar bis 13.02.2028 WDR Von Hartmut Vollmari

Nach Erdrutsch: Kann Kreisstraße bei Coesfeld wieder aufgebaut werden?

Stand:

Nach dem Abbruch der wichtigen Verbindungsstraße müssen Autofahrer auf unbestimmte Zeit viele Kilometer lange Umwege nehmen.

Von Markus Holtrichter

Die Erde ist nach dem großen Abrutsch in Coesfeld-Lette zur Ruhe gekommen. Reste der Straße hängen unter den Abbruchkanten. Ob an dieser Stelle jemals wieder Autos fahren werden, ist noch unklar. Der Kreis Coesfeld erwartet hierzu ein Gutachten.

Absperrungen werden erweitert

Gut eine Woche nach dem Erdrutsch in Coesfeld kommen immer noch einige Schaulustige zu der abgebrochenen Straße. Das Quarzsandwerk hat deswegen die Absperrung rund um den Abbruch erweitert. Bewacht wird das Erdrutsch-Loch in Coesfeld Lette Tag und Nacht von einer Sicherheitsfirma.

An den ersten Tagen sind über 1000 Menschen an die Abbruchstelle gepilgert. Inzwischen kommen deutlich weniger Schaulustige vorbei, sagt der Geschäftsführer der Sicherheitsfirma.

Viele Kilometer Umweg

Wer von Coesfeld rüber zur B67 bei Maria Veen möchte, muss aktuell über Stevede oder Merfeld ausweichen. Der Kreis hat inzwischen entsprechende Schilder aufgestellt. Das bedeutet viele Kilometer lange Umwege. Eine Prognose wagt der Kreis nicht, wie lang das so bleiben wird.

Experten suchen weiter nach Ursache

Umleitungen für den Durchgangsverkehr wahlweise über Stevede oder Merfeld

Die Umleitungen laufen über Stevede oder Merfeld

Die Woche über haben Experten die Abbruchstelle am Baggersee in Lette vermessen. Mit den Ergebnissen müssen jetzt die Gutachter die Ursache für den Abbruch von 80 Metern der Straße klären. Das hat das verantwortliche Unternehmen, das dort Quarzsand mit Saugbaggern abbaut, mit den Behörden so besprochen.

Die abgesackte Straße von oben

Die abgesackte Straße von oben

Klar ist: Der Tagebau ruht, bis die Sicherheit hier nachgewiesen ist. Auch das soll ein Gutachter beurteilen. Das Gelände wurde überirdisch und unterhalb der Wasserkante vermessen. Die Bezirksregierung Arnsberg wacht über das Bergrecht. Sie prüft auch andere Abbaubetriebe in dem Bereich.

Rolle von Saugbaggerschiff wird untersucht

Vor gut einer Woche waren große Erdmassen in Bewegung geraten. Die wichtige Verbindungsstraße zwischen den Kreisen Coesfeld und Borken sackte ab. Ein Saugbaggerschiff hatte kurz zuvor mit Böschungsarbeiten begonnen. Die sollten der Standsicherheit der Ufer und Abbaukanten dienen. Ob ein direkter Zusammenhang zum Geländeabbruch besteht, wird noch untersucht.

Nach Erdrutsch: Über 1000 Menschen kamen in den ersten Tagen zur Abbruchstelle

WDR Studios NRW 16.02.2026 00:41 Min. Verfügbar bis 16.02.2028 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort
  • Kreis Coesfeld
  • Quarzwerk Baums
  • Bezirksregierung Arnsberg

Sendung: WDR2 Münsterland, Lokalzeit, 12.02.2026, 06:31 Uhr

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