Das große Saugbaggerschiff fördert wieder kostbaren Quarzsand. Der Bereich liegt deutlich abseits der Stelle, wo Anfang Februar eine Böschung auf gut 100 Metern Länge in den See rutschte und eine Kreisstraße mit sich riss. Menschen wurden bei dem spektakulären Unglück nicht verletzt.
Unternehmen hält Abbau für unbedenklich
Eine Sprecherin des Quarzwerks Baums sagt, der Neustart der Produktion sei in enger Abstimmung unter anderem mit der Bergbehörde erfolgt. Das Gelände um den Gewinnungssee sei zur Ruhe gekommen. Daher halte man es für unbedenklich, nun wieder Sand abzubauen, in einem streng festgelegten Bereich.
Gefragter Rohstoff
Das Wiederanfahren der Produktion habe auch wirtschaftliche Gründe. Quarzsand ist ein begehrter Rohstoff, beispielsweise für die Bauindustrie, für Gießereien oder auch Hightech-Elektronik. Seit dem Erdrutsch stand die Produktion aus Sicherheitsgründen still.
Ziel: Wiederaufbau der Straße
Die abgesackte Straße in Coesfeld von oben
Das Quarzwerk lässt grad ein Konzept erarbeiten, wie das riesige Loch wieder stabil aufgefüllt werden kann, das Anfang Februar aufgerissen ist. Das Ziel: Die Kreisstraße soll an ihrer ursprünglichen Stelle wieder aufgebaut werden können. Autofahrer müssen hier aktuell weite Umleitungen in Kauf nehmen.
Ursachenforschung läuft
Gutachten zur Ursache des Erdrutsches, aber auch zu einem Wiederaufbau der Straße stehen aktuell noch aus. Diese werden im Laufe des Monats erwartet und sollen dann zunächst intern besprochen werden. Anhand der Erkenntnisse sollen verschärfte Sicherheitsmaßnahmen für Quarzsandtagebau entwickelt werden.
Unsere Quelle:
- Quarzwerk Baums
- Bezirksregierung Arnsberg
Sendung: WDR 2 Münsterland, Lokalzeit, 03.03.2026, 11.31 Uhr