Weniger Erdbeeren wegen Kälte und Nässe
WDR. 02:17 Min.. Verfügbar bis 16.06.2028.
Die Stimmung bei den Erdbeerbauern in Westfalen ist mies. Bis zu 40 Prozent weniger Erdbeeren als im vergangenen Jahr konnten sie bislang ernten. Und das, obwohl jetzt Haupt-Erntezeit ist.
Pilze und faule Früchte
Schuld ist das feuchte Wetter: Bei zu viel Regen und nassem Boden werden die Erdbeeren faul oder gedeihen schlecht, schlimmstenfalls kommt Pilzbefall hinzu. Und zu wenig Sonne sorgt vor allem für wenig Süße und wenig Geschmack.
Harte Zeiten für die Bauern
Auf dem Erdbeerfeld von Landwirt Stephan Bäcker aus Münster-Gelmer werden normalerweise 20-25 Tonnen Erdbeeren geflückt. Bis jetzt waren es aber weniger als 10 Tonnen. Er überlegt daher, künftig andere Sorten anbauen, die besser mit dem Wetter klarkommen.
"Dieses Jahr so schlimm wie noch nie" Erdbeerbauer Stephan Bäcker aus Münster-Gelmer
Viel Arbeit auf den Feldern
Für die Landwirte bedeutet das schlechte Wetter nicht nur Umsatzeinbußen, sondern auch viel Arbeit. Denn die matschigen Erdbeeren müssen trotzdem geflückt und vor allem aussortiert werden, bevor die Schälchen in den Handel gehen.
Viele Erdbeeren müssen weggeworfen werden.
In den kommenden Tagen soll es wieder deutlich wärmer werden - das sei ein Hoffnungsschimmer für die Erdbeerbauern, sagt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Denn dann könnte sich die Ernte auch wieder rasch erholen. Durch unterschiedliche Sorten sei sichergestellt, dass es bis in August regionale Erdbeeren gibt.
Preise bislang nicht über dem Vorjahr
Für die Verbraucher waren die Auswirkungen des schlechten Wetters bislang weniger spürbar als für die Bauern. Die Preise liegen mit 9,90 Euro pro Kilo bislang nur leicht über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Und vielleicht wird es ja auch noch günstiger - wenn endlich die Sonne kommt.
Unsere Quellen:
- Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband
- Erdbeerbauer Stephan Bäcker aus Münster-Gelmer
Sendung: WDR 2 Münsterland, Lokalzeit, 16.06.2026, 8.31 Uhr.
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