Premiere für "Luminiscence" in Münster: Dom erzählt seine Geschichte

04:29 Min. Verfügbar bis 04.09.2027

Premiere für "Luminiscence" in Münster: Dom erzählt seine Geschichte

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Standing Ovations für aufwändige Projektionsshow "Luminiscence" in Münster: Bis Weihnachten wird sie im Dom gezeigt.

Von Andrea Hansen

Es fängt alles mit einem weißen Strich an. Er läuft die Konturen des Innenraumes entlang, bis der helle Lichtstrahl jedes Detail des Doms nachgezeichnet hat.

Schauspielerin Mechthild Großmann spricht den Dom

Dazu füllt Schauspielerin Mechthild Großmann mit ihrer prägnanten Stimme das Kirchenschiff. Der Text ist in der Ich-Form gehalten: Die Schauspielerin erzählt nicht vom Dom, sie ist der Dom.

Als man mich gefragt hat, ob ich bei dem Projekt dabei sein möchte, habe ich mich gefreut. Und dann habe ich mich gefragt: Wie spricht so ein Dom? Mechthild Großmann, Schauspielerin
Mechthild Großmann als Wilhelmine Klemm

Sie spricht den Dom: Mechthild Großmann, bekannt u.a. aus dem Münster-Tatort.

Nun klingt "Ihr" Dom mal nachdenklich, mal bestimmend, mal freudig - in 800 Jahren seit seiner Grundsteinlegung hat er halt eine Menge erlebt.

Eine Millioneninvestition mit Millimeterarbeit

Die Projektionen dazu sind detailreich und farbenprächtig, Text und Orchestermusik vom Band verbinden sich mit Live-Chor und -Orgel zu einem bombastischen Ganzen.

Der von innen beleuchtete Dom

Der von Innen beleuchtete Dom in Münster

Genauso haben sich das Ingrid Langheld und ihr Kollege Manuel Meloh vorgestellt, als sie vor einem Jahr beschlossen haben, die Idee von Frankreich nach Deutschland zu bringen.

Bislang waren sie mit ihren Teams der Kölner Produktionsfirmen Brainpool Live Entertainment und Cape Cross vor allem im TV-Geschäft.

Doch während ein Fernsehstudio ein leerer Raum ist, der mit Licht, Sound und Deko gefüllt wird, verschmilzt hier Vorhandenes und Neues miteinander.

Jeder Winkel wird pixelgenau bespielt Manuel Meloh, Produktionsleiter, "Luminiscence"

Denn: Was gezeigt wird, ist genau hier passiert, die Kirche ist nicht nur Kulisse.

Monatelange Vorbereitungen und nächtelange Proben

Schon vor Monaten hat ein Team den Dom mit einem Laser genau vermessen. Die Architektur wird so wirklich in Szene gesetzt und nicht nur zur Leinwand einer Lichtshow.

Nach einer Stunde mündet das Ganze in ein furioses Finale aus Licht, Musik und Erzählung. Am Premierenabend gibt es dafür Standing Ovations und minutenlangen Applaus.

Schon vor der Premiere sind über 30.000 Menschen so neugierig geworden, dass sie sich ein Ticket besorgt haben. Bis kurz vor Weihnachten ist "Luminiscence" nun in Münster zu sehen.

Unsere Quellen:

  • WDR-Reporterinvor Ort
  • Gespräch mit Schauspielerin Mechthild Großmann
  • Gespräch mit Produktionsleiter Manuel Meloh
  • Produktionsfirmen Brainpool Live Entertainment und Cape Cross
  • Bistum Münster

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