Das Ziel: Sexualisierte Gewalt aufklären und Missbrauchsopfern helfen. Mit einer Unterschrift am 12. April 2024 startete die Kooperation zwischen der katholischen Kirche im Gebiet Münster und der Kommission zur unabhängigen Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs Bistum Münster e.V. (kurz: UAK).
Kommission ordnet Angebotsnachfrage positiv ein
55 Menschen, die von Missbrauch durch die Kirche betroffen gewesen sind, konnte die Kommission bislang unterstützen. Die Hilfe ist sehr vielfältig: Von der Kontaktaufnahme zum Bistum über Akteneinsichten bis hin zum Begleiten bei Arztterminen.
Unterstützung für Opfer sexueller Gewalt
Auch tägliche Telefonate oder Besuche können den stark traumatisierten Opfern helfen, um mit ihren Erfahrungen und ihrem Leid umzugehen, wie Ulrike Overkamp von der UAK bestätigt. Sie und ihr Team leisten zwar keine Rechtsberatung oder Psychotherapie, stehen aber für alle Alltagsunterstützungen zur Verfügung.
Wir versuchen, die Lücke in der therapeutischen Berratungsszene etwas zu füllen: Uns ist nichts zu viel und nichts zu wenig. Ulrike Overkamp, UAK Münster e.V.
Kritik wegen bürokratischer Hürden
Doch die stetig wachsende Bürokratie macht es den Opfern immer schwerer, ihr Leid überhaupt erst anerkennen zu lassen. Dabei sei es unabhängig, ob mit der katholischen Kirche oder anderen Institution gearbeitet wird.
Lange Verfahren, wenig Transparenz
Oft fordern Missbrauchsopfer die Akteneinsicht
Das Gremium kritisiert außerdem, dass die Verfahren der kirchlichen Anerkennungsleistungen oft sehr lang, intransparent und emotional belastend für die Betroffenen sei. Häufig erhielten diese keine nachvollziehbaren Begründungen für Entscheidungen.
Unsere Quellen:
- UAK Münster e.V.
- Gespräch mit Ulrike Overkamp, UAK Münster e.V.
Sendung: WDR2 Münsterland, Lokalzeit, 13.04.2026, 09.31 Uhr