Freiwillige vor: Bundeswehr startet neue Basisausbildung in Münster
Stand:
Das Heimatschutzregiment in Münster zählt zu den Ersten bundesweit, die den neuen freiwilligen Basiswehrdienst anbieten. Im August geht es los. Dann treten 123 junge Leute ihren Dienst an.
Wir wollen deine Meinung hören!
Jetzt mitdiskutierenEs ist der Versuch des Bundesverteidigungsministeriums, mehr Freiwillige für die Bundeswehr zu gewinnen. Dem Vernehmen nach sollen es bis zum Jahr 2029 über 100.000 bundesweit sein. Anlass ist unter anderem die durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine entstandene neue Bedrohungslage.
123 Freiwillige in Münster am Start
Sollten sich nicht genügend Freiwillige finden, könnte der nächste Schritt die Wehrpflicht sein. Doch soweit ist es noch nicht. Die 123 jungen Leute, die Anfang August in der Lützow-Kaserne in Münster mit dem Basiswehrdienst starten, machen das freiwillig.
Die Ausbildung dauert sechs Monate, sie ersetzt die bisherige Grundausbildung. Dabei lernen die Rekrutinnen und Rekruten auch mit der Waffe umzugehen, zu schießen. Für den Heimatschutz. Das ist ihr Einsatzbereich. Wer mehr möchte, über den Basiswehrdienst hinaus, vielleicht sogar mit der Bundeswehr ins Ausland gehen, der kann verlängern und sich weiter qualifizieren.
Ausbildungen auch an anderen Bundeswehr-Standorten in NRW
Die Bundeswehr sieht sich für die neue Basisausbildung gut gerüstet. Die Kapazitäten in der Lützow-Kaserne in Münster seien ausreichend. Nach dem Start mit 123 jungen Leuten im August folgen die nächsten 123 im November.
Ausbildungen sollen es nach Auskunft der Bundeswehr auch an den Standorten Unna, Minden, Augustdorf und Ahlen geben. Insgesamt über 600 Plätze stünden zur Verfügung. Allerdings für Soldatinnen und Soldaten auf Zeit und für freiwillige Wehrdienstleistende, die sich für einen längeren Zeitraum verpflichten wollen, bis zu 23 Monate.
Unsere Quellen:
- Bundeswehr Pressestelle Berlin
- Nachrichtenagentur Reuters
8 Kommentare
Kommentar 8: leandro schreibt am 09.07.2025, 09:39 Uhr :
Ich hoffe das vorallem unsere dummen Politiker zum Wehrdienst gezogen werden! Diese sind die Leidträger des Landes und die Quelle aller verdorbenheit in Deutschland! Ich will die Politik an vorderster Front sehen, wenn es soweit ist. Aber diese werden sich dass dann mit Popcorn aus ihren bunkern beobachten und steuern. Ich würde alles dafür tuhn, dieses Land NICHT zu verteidigen. Jeder Unterstützer unsere Politik gehört verbran.....
Kommentar 7: RonSomma schreibt am 09.07.2025, 01:13 Uhr :
Eine sechsmonatige Einführung ist vollkommen ausreichend. Tatsächlich ist es hier ja Ziel wieder ein grundsätzliches Wehrverständnis in der Bevölkerung zu verankern. Natürlich braucht es aber den Berufssoldaten - der sein Leben lang an der Waffe dient.
Kommentar 6: C.H. schreibt am 08.07.2025, 23:22 Uhr :
Freut mich, das es so schnell geht. Wehrdienst in Münster ist prinzipiell super, auch wenn manche Einwohner lieber mal ihre Blumentöpfe vom Balkon entfernen, wenn man in Uniform die Straße entlang läuft. Aber das Spannungsfeld gehört dazu. Ich hoffe man kann einige Freiwillige für die Feldjäger bekommen, wenn die dort überhaupt noch sind.
Kommentar 5: Vollausgebildeter schreibt am 08.07.2025, 21:22 Uhr :
Es ist nur eine Farce. Und die Verantwortlichen wissen das auch. Aber laß die Hasen laufen… die die überleben wird es egal sein. Die Anderen merken nichts oder nicht viel davon.
Kommentar 4: Ingo schreibt am 08.07.2025, 13:11 Uhr :
Was ist denn die Altersobergrenze für den Heimatschutz?!
Kommentar 3: J. Brandt schreibt am 08.07.2025, 10:20 Uhr :
6 Monate für gut ausgebildete Objektschutz Soldaten, deren Kenntnisse und Fähigkeiten durch intensives Training so tief verankert ist, dass sie unter Stress (im Abgriffsfall) automatisch richtig handeln? Unmöglich! Das geht zu Lasten der Durchhalte- und Überlebensfähigkeit der Soldaten. Ich habe den Job 20 Jahre lang gemacht von Obergefreiten bis hin zum Stabsoffizier in Führungsposition in der Marinesicherung und meine: Da wird "Kanonenfutter" produziert.
Antwort von Anonym , geschrieben am 08.07.2025, 22:36 Uhr :
Genau so ist es ! Wehrpflichtige & Reservisten im Objektschutz gegen Spezialkräfte des Angreifers !?! Ich war viele Jahre in einer Luftwaffen Sicherungs Staffel .
Kommentar 2: Raul Thiede schreibt am 08.07.2025, 08:56 Uhr :
Ich als Wehrdienstleistender 1992 Luftwaffe Radarflugmelder weiß nicht wo der Weg noch hinführt. Drei Monate Grundausbildung an den Waffen haben ausgereicht um sie zu bedienen. Würde Zeuge einer Flugzeugentführung 1993 Als ich am Höhenmesser saß . Freiwilligenarmee gut. Alternative Pflichtjahr für junge Männer im zivilen Bereich. Die Frauen davon nur auf freiwilliger Weise.
Antwort von Andree , geschrieben am 08.07.2025, 13:33 Uhr :
Lebst in einer Zeit die es nicht mehr gibt. Komm zurück zur Realität. Ausbildungen wurden angepasst. Modernere Ausrüstung und mehr Waffensysteme.
Kommentar 1: Stephan D. schreibt am 08.07.2025, 04:00 Uhr :
Ist das tatsächlich besonders erwähnenswert, dass man bei der Ausbildung in der Bundeswehr auch das Schießen beigebracht bekommt? Das ist doch das "Grundhandwerk" eines Soldaten.
Antwort von Raul Thiede , geschrieben am 08.07.2025, 09:00 Uhr :
War schon immer so in jeder Armee . Braucht man nur drei Monat zu. Panzerfaust , MG, Handgranate Sturmgewehr. Ganz einfacher plan . War meine Erfahrung und nicht schwer.