In der Paket-Fracht am Flughafen Köln-Bonn und bei Reisenden haben Zollbeamte vor allem nachgemachte Accessoires und Bekleidungsstücke sichergestellt, darunter Schuhe, Handtaschen, T-Shirts und Sonnenbrillen, die angeblich von bekannten Luxusmarken stammen.
"Wir stellen fest, dass Jugendliche häufig Markenbekleidung bei Billigshops im Ausland bestellen. Oftmals tun sich dann mehrere Jugendliche zusammen, um Versandkosten zu sparen", berichtet der Sprecher des Hauptzollamtes Köln, Jens Ahland.
Hat täglich mit geschmuggelten Waren zu tun: Jens Ahland, Sprecher des Hauptzollamtes Köln
"Wenn wir diese Pakete sicherstellen, dann sind die Klamotten weg, Geld bekommen die Jugendlichen nicht erstattet und sie müssen auch noch für die Vernichtung der gefälschten Marken-Produkte zahlen". Außerdem drohen Verkäufern und Käufern gefälschter Marken-Produkte, Strafverfahren und hohe Schadensersatzforderung der Originalhersteller.
Schmuggelware in Frachtpaketen und Koffern von Reisenden
Häufig werden auch gefälschte Elektronik-Produkte geschmuggelt - zum Beispiel Smartphones, Tablet PCs oder Ohrhörer. Einen starken Anstieg registriert der Zoll auch beim illegalen Import von Medikamenten. Allein im vergangenen Jahr wurde am Flughafen Köln-Bonn eine halbe Tonne nicht zugelassener Arzneimittel sichergestellt. Darunter sind Doping-Mittel, aber auch potenzfördernde Produkte oder Botox.
Die sichergestellten Produkte transportiert der Zoll zu einer Müllverbrennungsanlage in Weisweiler. Dort werden Kleidung, Elektronik-Produkte und Medikamente unter Aufsicht des Zolls verbrannt.
Unsere Quellen:
- Hauptzollamt Köln
Sendung: WDR 2 Rheinland, Lokalzeit, 05.05.2026, 10:31 Uhr
