Eine sichere und saubere Stadt, in der die Menschen sich wohl fühlen - wie das gehen kann, soll in Köln der "Masterplan Sicherheit" zeigen. Der wissenschaftliche Bericht von Ende 2024 zeigt beispielhaft an den beiden Stadtbezirken Ehrenfeld und Kalk, wo es Kriminalitätsschwerpunkte gibt und mit welchen Maßnahmen man diese entschärfen könnte. Im Fokus stehen unter anderem die Bereiche rund um den jeweiligen Bahnhof in den Bezirken. Einige der Ideen hat die Stadt Köln inzwischen umgesetzt.
Beispiel Ehrenfeld: Der Bericht sieht hier viele Delikte im Zusammenhang mit der Clubszene und hebt zum Beispiel Fahrraddiebstähle und Taschendiebstahl hervor. Nach Angaben der Stadt wurde deshalb inzwischen die Beleuchtung verbessert. Außerdem wurden weitere Stellplätze für Fahrräder angelegt, damit man sein Rad abschließen kann.
Mehr Licht, mehr Fahrradstellplätze - das soll das Sicherheitsgefühl steigern
Einige Punkte aus dem Masterplan sind noch in Arbeit: Sauberkeit im öffentlichen Raum und die Prüfung öffentlicher Toilettenstandorte, heißt es auf WDR-Anfrage.
Stadt Köln sucht händeringend Personal
Ein weiterer wichtiger Punkt: Mehr Präsenz von Polizei und Ordnungsdienst soll die Sicherheit erhöhen. Die Stadt Köln sucht deshalb gezielt nach Beschäftigten, die beim Ordnungsamt im Außendienst arbeiten wollen. Doch der Job ist anspruchsvoll: Außendienst, Arbeiten am Wochenende, immer wieder Einsätze mit Konfliktpotential. Im Frühjahr 2025 waren 30 Stellen im Außendienst beim Ordnungsamt nicht besetzt, die Stadt suchte händeringend nach neuen Leuten.
Die Stadt sagt aber auch, dass viele Bewerber schon die Muss-Kriterien nicht erfüllen. Dazu gehört zum Beispiel die Bereitschaft, im Schicht-Dienst zu arbeiten - auch am Wochenende. Deshalb könne eine Vielzahl an Bewerbern nicht für das weitere Auswahl-Verfahren zugelassen werden.
Unsere Quellen:
- Stadt Köln
- Masterplan Sicherheit
Sendung: WDR 2 Rheinland, Lokalzeit, 28.04.2026, 6.31 Uhr