Fliegerbombe in Köln erfolgreich entschärft | WDR aktuell

00:31 Min. Verfügbar bis 17.07.2027

Live-Ticker zum Nachlesen: Blindgänger in Köln-Lindenthal entschärft

Stand:

In Köln-Lindenthal wurde heute ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Dafür musste auch die Uniklinik evakuiert werden. Das Wichtigste im Live-Ticker zum Nachlesen.

Für die Bombenentschärfung in Köln-Lindenthal mussten Wohnungen und Häuser im Gefahren-Radius von 400 Metern evakuiert werden. Davon betroffen waren nicht nur rund 7.500 Anwohner, sondern auch Teile der Uniklinik. Eindrücke des Tages gibt's hier im Live-Ticker zum Nachlesen:

WDR
WDR
Hiermit beenden wir unseren Live-Ticker zur erfolgreichen Bombenentschärfung in Köln-Lindenthal. Wir wünschen Euch einen schönen Nachmittag & Abend!
Rebecca Reinken
Rebecca Reinken
Entschärfungsteam der Kampfmittelbeseitigung zieht zufriedenes Fazit

Der Entschärfungsvorgang der US-amerikanischen Fünf-Zentner-Bombe lief laut Markus Schmitz vom Kampfmittelbeseitigungsdienst normal ab. Der Zünder konnte jedoch erst heute genau begutachtet werden. Er und sein Kollege Martin Bartels waren als Entschärfer-Team zusammen im Einsatz. In den sechs Containern, die zum Schutz am Fundort aufgestellt wurden, befinden sich je 25.000 Liter Wasser. Sie werden am Dienstag abtransportiert.
Rebecca Reinken
Rebecca Reinken
Linie 9 fährt wieder

Die Linie 9, die von den Maßnahmen zur Kampfmittelentschärfung betroffen war, hält wieder an den Haltestellen Lindenburg und Zülpicher Str./Gürtel.
Estella Mazur
Die entschärfte Bombe

Die Bombe ist entschärft. Sie wird später nach Hünxe in einen Spezialbetrieb gebracht und dort auseinandergebaut.
Die entschärfte Bombe
Die entschärfte Bombe. WDR/Mazur
Michelle Mink
Die Anwohnenden können zurück in ihre Wohnungen

Kurz nach der erfolgreichen Entschärfung verlassen die ersten Menschen schon die Anlaufstelle und kehren in ihre Wohnungen zurück. 
Auf dem Weg nach Hause
Auf dem Weg nach Hause. WDR/Mink
Viele sind dankbar für die Verpflegung der Malteser, manche bedanken sich sogar persönlich.  
Rebecca Reinken
Rebecca Reinken
Entschärfung gelungen

Um 14:48 Uhr ist die Entschärfung des Kampfmittels in unmittelbarer Nähe der Uniklinik gelungen. Die Entschärfung verlief ohne Zwischenfälle.
Estella Mazur
"Große Herausforderung" für die Uniklinik

"Wegen der Maßnahmen mussten wir heute Zweidrittel ihrer Patientenanzahl reduzieren", berichtet Dr. Felix Kolibay, Leiter des Krisenstabs und Notfallkoordinator der Uniklinik. "Das ist nicht nur für die Uniklinik, sondern für die Gesundheitsversorgung in der Region eine große Herausforderung. Kliniken drumherum müssen ambulante Behandlungen und Notfälle übernehmen, das stellt sie unter Druck.“
Dr. Felix Kolibay zur aktuellen Lage der Evakuierung
Dr. Felix Kolibay zur aktuellen Lage der Evakuierung. WDR/Estella Mazur
Rebecca Reinken
Rebecca Reinken
Verzögerungen vor Freigabe zur Entschärfung
 

Kurz vor der Freigabe zur Entschärfung hatte sich noch eine Person unbefugterweise im gesperrten Bereich an der Palanterstraße aufgehalten. Außerdem war in der Uniklinik erst ein Patient kurzzeitig nicht auffindbar gewesen - und im Bereich der Uniklinik waren Mitarbeiter durch die Tiefgarage auf die Kerpener Straße gelangt. Das hatte zu Verzögerungen von etwa 50 bis 60 Minuten im Ablauf geführt.
Rebecca Reinken
Rebecca Reinken
Die Anlaufstelle: Ein Ort für alle, die ihn brauchen 

Dominik Frisch ist Zugführer der Einsatzeinheit für die heutige Anlaufstelle. Er macht das, wie alle anderen Kollegen hier, ehrenamtlich - und ist schon über 30 Mal dabei gewesen. Frisch ist, wie viele andere Kollegen, heute freigestellt für den Einsatz bei den Maltesern. Mit ihm sind hier insgesamt 20 Kräfte im Einsatz. 

Die Aufgaben von Frisch und seinen Kollegen sind der Betrieb der Anlaufstelle und die Erfassung der Personen, die hier hinkommen. Neben diesen organisatorischen Aufgaben steht das menschliche Wohl im Vordergrund. Die Personen, die hier während der Evakuierungsmaßnahmen und der Bombenentschärfung unterkommen, erhalten hier etwas zu trinken und auch mal einen Snack. Dominik Frisch sagt, dass vor allen Dingen ältere Leute die Anlaufstelle aufsuchen. Bisher hat es hier heute keine besonderen Vorkommnisse gegeben.
Es ist nett, das hier mit anderen zusammen zu bewältigen. Insbesondere, wenn es gut läuft, ist es immer ein wertschätzendes Feedback, was wir von den Leuten hier bekommen.
Dominik Frisch
Dominik Frisch vor der Anlaufstelle in der Theodor-Heuss-Realschule
Dominik Frisch vor der Anlaufstelle in der Theodor-Heuss-Realschule. WDR/Reinken
Rebecca Reinken
Rebecca Reinken
Freigabe zur Entschärfung wurde erteilt

Das Presseamt der Stadt Köln teilt mit, dass die Freigabe zur Entschärfung der Bombe um 14:10 Uhr erteilt wurde.
Rebecca Reinken
Rebecca Reinken
Krankentransporte sind durch

Die Krankentransporte sind vollständig abgeschlossen. 
Rebecca Reinken
Rebecca Reinken
Person passiert unerlaubt Straßensperre

Laut Johannes Brauns vom Ordnungsamt, Sprecher der Einsatzleitung, ist an der Ägidiusstraße eine Person durch die Straßensperre gegangen. Diese Person erwartet nun ein Bußgeld. 

„Es gibt immer welche, die aus der Reihe tanzen.“ 
Johannes Brauns, Ordnungsamt, Sprecher der Einsatzleitung
Rebecca Reinken
Rebecca Reinken
Zweiter Klingelrundgang beendet

Auch die Befüllung der Wassercontainer, die vor einer möglichen Druckwelle schützen sollen, wurde beendet. Unklar ist derzeit noch, wie viele der insgesamt 26 Krankentransporte schon durchgeführt wurden.
Rebecca Reinken
Rebecca Reinken
Zweiter Klingelrundgang verläuft bisher gut

Im Evakuierungsbereich 11 ist der zweite Klingelrundgang schon beendet. Hier wurden keine Menschen mehr angetroffen. Der erste Klingeldurchlauf dauerte in diesem Bereich circa anderthalb Stunden. Es wurden zwei Krankentransporte zur Anlaufstelle gebracht. Der zweite Rundgang ging mit einer halben Stunde wesentlich schneller.
Hier ist keiner mehr zu Hause. Das Ordnungsamt klingelt an Häusern in der Gerolsteiner Straße. WDR/Reinken
Michelle Mink
Der zweite Klingelrundgang läuft

Mittlerweile ist das Ordnungsamt auf seinem zweiten Klingelrundgang unterwegs. Der erste Klingelrundgang verlief laut Stadt problemlos. Die Teams haben hauptsächlich ältere Menschen angetroffen, die auf einen Krankentransport gewartet haben, um den Gefahrenbereich zu verlassen. Der zweite Rundgang verzögerte sich um eine Stunde, weil noch die letzten Container mit Wasser gefüllt und die Krankentransporte abgewartet werden mussten.

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