In Essen sollten Patienten eigentlich einen Teil der Kosten für Kranken- und Rettungstransporte ab dem 1. Januar 2026 selber bezahlen - von bis zu 267 Euro war die Rede.
Doch nun die Rolle rückwärts: Wie die Stadt am Mittwoch, 17. Dezember, mitteilte, werden nun doch erstmal keine Gebührenbescheide an gesetzlich Versicherte verschickt. Diese Entscheidung wurde am Mittwoch im Rat getroffen.
Rettungswagen-Gebühren in Essen: Krankenkassen sollen weiter zahlen
Die Stadt will die Gebühren stattdessen weiter von den Krankenkassen einfordern, auch wenn diese im Moment nicht bereit sind, die Gebühren in voller Höhe zu zahlen. Der Anspruch der Stadt auf die Gebühren bleibe aber bestehen und verfalle nicht.
Weiter erklärte die Stadt, die in den vergangenen Tagen öffentlich geführte Debatte mit dem Vorstoß aus Essen habe "zu einer Bewegung in den Verhandlungen" geführt. "Es arbeiten derzeit nicht nur die Stadt Essen, sondern zahlreiche weitere Kommunen in NRW gemeinsam daran, dass Rettungsdiensteinsätze ohne anschließenden Transport in ein Krankenhaus künftig von den Krankenkassen übernommen werden", hieß es in einer Pressemitteilung.
Die Ankündigung der Stadt die Kosten für den Rettungsdienst teilweise auf gesetzlich Versicherte umzulegen, hatten bundesweit für einen großen Aufschrei und Verunsicherung gesorgt.
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte die Entscheidung im Essener Rat Anfang Dezember kritisiert, zeigte sich jetzt aber zuversichtlich: "Ich bin sehr optimistisch, dass wir diese Lösungen bis Ostern erarbeiten werden und dann eine Grundlage erst einmal für Nordrhein-Westfalen haben, die so lange halten muss, das sage ich ausdrücklich, bis wir ein neues Bundesgesetz haben."
Unsere Quellen:
- Pressemeldung der Stadt Essen
- WDR-Reporter vor Ort
- dpa
Sendung: WDR.de, Rettungsdienstgebühren in Essen, 17.12.2025, 16.38 Uhr