Sieben bis 15 Millimeter lang, länglich und metallisch grün leuchtend. So sieht er aus, der asiatische Eschenprachtkäfer. So farbenfroh er aussieht, so gefährlich ist er für die Esche. Falls er in Nordrhein-Westfalen eingeschleppt werden sollte, wäre der gesamte Eschenbestand in Gefahr, sagt der Landesbetrieb Wald und Holz in NRW.
Gefährlicher Käfer: Experten üben Ernstfall in mehreren Stationen
Damit genau für diesen Fall Vorsorge getroffen wird, treffen sich heute Experten im Wittringer Wald in Gladbeck. Dort wollen sie eine Bekämpfung des Käfers nach einem möglichen Befall proben, unter der Federführung von Wald und Holz NRW.
Auf einem Parcours sind mehrere Stationen geplant - von der Lokalisierung möglicher befallener Flächen mit einer Drohne, über die Einrichtung einer Quarantänezone bis hin zur aktiven Bekämpfung der Käfer mit Fallen.
Gefahr: Käfer könnte durch Holztransporte eingeschleppt werden
Dass eine Bedrohung durch den Eschenprachtkäfer schnell akut werden könnte, macht eine Sprecherin von Wald und Holz klar: "Zum Beispiel durch Holztransporte aus dem Ausland könnten die Käfer eingeschleppt werden." Zwar würden solche Transporte immer kontrolliert, dennoch könne man nie ausschließen, dass doch exotische Insekten auf diesem Wege zu uns kommen.
In Europa hatte sich der Eschenprachtkäfer zunächst über Moskau bis hin nach Kiew ausgebreitet. Der Käfer befalle auch vitale Bäume massiv, die innerhalb weniger Jahre absterben, berichtet das Bundesforschungszentrum für Wald in Wien. Das Gefährliche: Ein Befall werde oft erst spät bemerkt.
Darum will Wald und Holz NRW die Experten in Gladbeck sensibilisieren für mögliche Szenarien im ganzen Land. Solche Übungen macht der Landesbetrieb jedes Jahr für verschiedene Schädlings-Bedrohungen.
Unsere Quellen:
- Landesbetrieb Wald und Holz NRW
- Bundesforschungszentrum für Wald, Wien
Sendung: WDR.de, Experten proben Käfer-Plage in Gladbeck, 12.05.2026, 5:00 Uhr
