Essener Rat stimmt für Mindesttarif für Uber und Co. | Aktuelle Stunde
04:44 Min.. Verfügbar bis 24.09.2027.
Der Essener Stadtrat hat am Mittwoch (24.09.) für eine Einführung von Mindestpreisen bei Fahrten von Mietwagenanbietern wie Uber entschieden. Damit ist Essen die erste NRW-Stadt, die einem entsprechenden Antrag zustimmt.
Essener Rat stimmt für Mindesttarif für Uber und Co.
Lokalzeit Ruhr. 24.09.2025. 01:31 Min.. Verfügbar bis 24.09.2027. WDR.
Diese Entscheidung des Rates galt schon vorher als sicher. Ab Januar 2026 dürfen Fahrer von Anbieten wie Uber dann maximal sieben Prozent günstiger sein, als vergleichbare Taxi-Fahrten. Für Fahrten, die mehr als eine Stunde im Voraus bestellt werden, gilt diese neue Regelung nicht.
Zuletzt hatte sich vor knapp zwei Wochen der Essener Verkehrs- und Mobilitätsausschuss mehrheitlich dafür ausgesprochen. Damit reagiert die Stadt auf die monatelangen Proteste von Taxiunternehmen.
Existenzängste bei Taxi- und Uberfahrern
Die Taxifahrer in Essen haben Angst um ihre Existenz, denn sie fürchten, mit den häufig deutlich niedrigeren Preisen von Mietwagenanbietern nicht mithalten zu können. Ein Gutachten, dass die Stadt Essen in Auftrag gegeben hatte, bestätigte den Trend von mehr Mietwagenanmeldungen und erheblichen Umsatzeinbußen bei Taxifahrern innerhalb der vergangenen zwei Jahre.
Fahrer von Uber kritisieren wiederum die angekündigte Preisregelung. Sie befürchten, dass durch die Anhebung der Fahrpreise, sowohl für Taxi- wie auch bei Uber-Fahrten, weniger Menschen überhaupt Fahrtendienste nutzen und somit auf beiden Seiten Einbußen drohen. Viele Uber-Fahrer hatten deshalb am Montag auf den Straßen in Essen protestiert.
Mindestpreisregelung bisher nur einmal in Deutschland
Eine Regelung von Mindestpreisen für Beförderungsunternehmen gab es bundesweit bislang nur in Heidelberg. Folgend auf ein vergleichbares Gutachten, wie das in Essen, trat diese dort im August diesen Jahres in Kraft.
Unsere Quellen:
- Ratsinformationssystem der Stadt Essen
- Vorherige WDR-Berichterstattung