Düsseldorfer Haus der Kulturen feiert Eröffnung der neuen Räume
00:53 Min.. Verfügbar bis 22.06.2028.
In der Yorckstraße in Düsseldorf-Derendorf feierte das Haus der Kulturen am Montag seine Eröffnung. Der Verein "Haus der Kulturen" sieht sich als Plattform für Austausch und Vernetzung.
Insgesamt 54 Mitgliedsvereine arbeiten dort unter einem Dach zusammen - etwa indische, bulgarische, türkische sowie Sinti- und Roma-Vereine. Viele Migrantenvereine haben keine eigenen Räume. Sie sollen sich im Haus der Kulturen regelmäßig einbuchen können.
Einzug war Ende April
Das Haus der Kulturen soll den Austausch anregen.
Das Haus der Kulturen war vor etwa acht Wochen bezogen worden. Die Räumlichkeiten sind auf der Yorckstraße, direkt neben der Volkshochschule. Auf mehr als 600 Quadratmetern soll ein Ort der Begegnung, des Austausches und der Kultur entstehen. Erste Workshops und Tagungen fanden hier schon statt.
Modernes Vermietungskonzept
Der Verein geht davon aus, dass die Räume gut gebucht werden. Ein Drittel ist für die kommenden Monate schon belegt. Vermietet wird auch im Vier-Stunden-Takt, im Idealfall also zweimal am Tag. Für Fortbildungen stehen Seminarräume mit großen TV-Bildschirmen bereit. Eine Kantine gibt es nicht, aber eine Teeküche.
Es geht um Vielfalt, Verstärkung, Sichtbarkeit und um Verbindung in die Stadtgesellschaft hinein. Maria Müller, Vorstandsvorsitzende "Haus der Kulturen"
Damit sich das Projekt wirtschaftlich rechnet, soll auch an Firmen vermietet werden. Man hofft, dass davon Unternehmen und Vereine profitieren. Die Verantwortlichen glauben, dass das Konzept eine echte Bereicherung für die Stadt darstellt.
Förderung und Integration
Moderne Seminarräume bieten viele Möglichkeiten.
Die Stadt hat die Erstausstattung und die Betriebskosten bis 2027 mit rund 1,37 Millionen Euro gefördert. Der Bedarf sei da, in den ersten Wochen habe man gesehen, wie dringend ein professionell organisierter Ort der Begegnung gebraucht werde, heißt es aus dem Vorstand des Hauses.
Das Programm soll Menschen ansprechen, die eine internationale Familiengeschichte haben. Außerdem soll der Austausch mit der Gesellschaft ein Ziel sein. Das Projekt soll Brücken schlagen und die Vernetzung in Düsseldorf stärken.
Eine internationale Stadt
In Deutschland hat jedes dritte Kind eine Einwanderungsgeschichte. In Düsseldorf haben nach Angaben des Vereins mehr als 46 Prozent der Menschen eine Einwanderungsgeschichte oder eine internationale Biographie.
Unsere Quellen:
- WDR-Reporter bei der Eröffnungsfeier des Haus der Kulturen
- Pressemitteilung Haus der Kulturen Düsseldorf e.V.
Sendung: WDR.de, Düsseldorfer Haus der Kulturen feiert Eröffnung, 22.06.2026, 17:27 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Düsseldorf, 22.06.2026, 19:30 Uhr
