Fluggerätmechaniker Adam kontrolliert die Außenwand eines Flugzeugs, in der Hand hält er eine Taschenlampe.

Fluggerätmechaniker Adam kontrolliert die Außenwand eines Flugzeugs in Düsseldorf

"Es geht um Menschenleben": Er sorgt am Flughafen Düsseldorf für sichere Flüge

Stand:

Adam weiß, wie viel bei seiner Arbeit auf dem Spiel steht. Am Düsseldorfer Flughafen kontrolliert er Flugzeuge auf ihre Sicherheit. Einblicke in einen Beruf, der sonst im Verborgenen bleibt.

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Porträtbild von Josefine Upel
Josefine Upel
und Ina Reuter (Multimedia)

Der Himmel ist tiefschwarz, doch auf dem Gelände des Düsseldorfer Flughafens herrscht reger Betrieb. Über Adam ragt der massive Rumpf eines Flugzeugs in die Höhe. Mit einer Taschenlampe in der Hand geht der 38-Jährige langsam an der Maschine entlang. Sein Blick folgt dem Lichtkegel, wandert Zentimeter für Zentimeter über das Metall und die Bauteile. Immer wieder beugt er sich zur Seite oder tritt einen Schritt vor, um besser zu sehen. "Keine Kratzer, kein Schaden, kein Leck. Sieht gut aus", sagt er.

Lange Nacht am Flughafen Düsseldorf

Adam ist Fluggerätmechaniker und kontrolliert am Düsseldorfer Flughafen die Maschinen. Es ist seine vierte Nachtschicht in Folge. "Nachts zu arbeiten ist schon heftig, aber es geht nicht anders in der Branche", sagt er achselzuckend. Die Sicherheitschecks und kleinere Reparaturen erledigen er und seine Kollegen nachts, damit die Maschinen am nächsten Morgen wieder starten können. Mehr als 155.000 Starts und Landungen zählte der Düsseldorfer Flughafen im Jahr 2024.

Flugzeuge in Düsseldorf werden fit gemacht

Lokalzeit aus Düsseldorf 08.01.2026 03:15 Min. Verfügbar bis 08.01.2028 WDR Von Ina Reuter

Ursprünglich kommt Adam aus Syrien. Seit zwei Jahren arbeitet er als Fluggerätmechaniker bei einer deutschen Fluggesellschaft. "Ich wollte etwas Besonderes machen und so bin ich dazu gekommen. Es ist interessant, wie die Flugzeuge technisch aufgebaut sind, und ich lerne jeden Tag etwas Neues", sagt er.

Bei der Flugzeugkontrolle zählt jedes Detail

Als Nächstes steht die Turbine auf der langen Checkliste, die Adam abarbeitet. Zuerst leuchtet er in den großen, dunklen Schlund. Dann öffnet er an der Seite eine Klappe und prüft den Ölstand. "Triebwerk Nummer zwei braucht Öl", sagt er und holt einen Lappen und Ölkanister aus dem Auto. Konzentriert kippt er das Öl nach und schließt die Klappe wieder. Dann geht es hinein in den Flieger.

Im Cockpit drückt Adam Knöpfe, zieht Hebel, kontrolliert Anzeigen. Wieder wandert der Lichtkegel der Taschenlampe umher. Auf die Frage, was bei der Kontrolle am wichtigsten ist, antwortet der 38-Jährige ohne Zögern: "Alle Punkte sind wichtig. Ein Auto kann man zur Not am Straßenrand abstellen. Ein Flugzeug nicht. Das ist ein großer Unterschied, wenn man tausende Meter in der Luft ist."

Fluggerätmechaniker Adam sitzt im Cockpit eines Flugzeugs und überprüft die Technik

Die Technik-Kontrolle im Cockpit ist eine von Adams vielen Aufgaben

Viel Verantwortung zu tragen, motiviert Adam. "Es geht um Menschenleben. Deswegen arbeiten wir genau und nach festen Regeln." Er liebt seinen Job, sagt er. Auch, weil er meist einige Schichten am Stück arbeitet und danach ein paar Tage frei hat und Trips machen kann. Doch jetzt wartet erstmal die nächste Aufgabe und die Nacht ist noch lang.

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Düsseldorf, 08.01.2026, 19.30 Uhr.

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