Wuppertaler Schwimmhalle fliegt aus Bewerbung

01:45 Min. Verfügbar bis 05.06.2028

"Bewerbung grenzwertig" War Olympia-Aus für Schwimmoper absehbar?

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Zu wenige Zuschauerplätze in der Schwimmoper: Das war Stadt und Staatskanzlei schon lange bekannt. Trotzdem wurde mit der Schwimmhalle als Wettkampfstätte geworben. Jetzt soll in Wuppertal nur noch trainiert werden. Das wirft Fragen auf.

Olympische Wasserball-Wettkämpfe in der Schwimmoper: Das war der Wunsch der Stadt Wuppertal. Zusammen mit dem Stadion am Zoo war die Schwimmoper eine der Wettkampfstätten für die NRW-Olympia-Bewerbung 2036, 2040 oder 2044. Doch auf den letzten Metern ist die Schwimmoper nun aus der Bewerbung geflogen. Wasserball soll nun in Duisburg gespielt werden.

Wuppertal hat bei Olympia-Bewerbung das Nachsehen

Schwimmoper Wuppertal Seitenansicht

Ein Ausbau kommt in dem historischen Gebäude nicht in Frage

Grund dafür ist laut Stadt Wuppertal die geringe Zuschauerkapazität. Staatskanzlei und Verbände wollen deutlich mehr Zuschauer, als Wuppertal bieten kann. Denn in die Schwimmoper passen nur knapp 1.500 Zuschauer. Eine Aufstockung sei aus Denkmalschutzgründen nicht möglich. Die Wuppertaler Verwaltung hatte eine Absage deshalb schon für möglich gehalten. In der Schwimmoper sollen nur noch Trainings abgehalten werden, aber keine Wettkämpfe.

"Uns war klar, dass die begrenzte Zuschauerkapazität zum K.-o.-Kriterium werden könnte. Immerhin bleibt die Schwimmoper aber in der Planung als Trainingsstätte für die Wasserballer." Alexandra Szlagowski, Sportamtsleiterin Stadt Wuppertal

War die Olympia-Absage von vornherein bekannt?

Aussagen wie die von Alexandra Szlagowski lassen aufhorchen. Eine Sprecherin der Stadt Wuppertal sagte dem WDR zudem: Bei der Schwimmoper war klar, dass die Bewerbung von vornherein "wackelig" wenn nicht gar "grenzwertig" sei. Obwohl die Stadt die Staatskanzlei darauf hingewiesen haben will: Ein Veto aus Düsseldorf gab es nicht.

In der Staatskanzlei wird nämlich entschieden, welche Sportstätten als Austragungsort in Frage kommen. Im Gegenteil: Die Schwimmoper wurde weiterhin als Wettkampfarena in den Bewerbungsunterlagen geführt. Ein wichtiges Argument für den Wuppertaler Bürgerentscheid. Weder Staatskanzlei noch Stadt haben zudem die lange vorliegenden Bedenken offen kommuniziert.

Für eine Stellungnahme waren am Freitag weder Bürgermeisterin Miriam Scherff (SPD) noch die Staatskanzlei auf WDR-Anfrage hin erreichbar. Die Stadt teilte lediglich mit, man freue sich auch, wenn in der Schwimmoper nur trainiert werde. Warum dennoch so offensiv mit der Schwimmoper als Wettkampfstätte beim Bürgerentscheid geworben wurde? Unklar.

Nur ein Ort bleibt für Olympische Wettkämpfe in Wuppertal

Dagegen ist das Stadion am Zoo als Wettkampfstätte noch im Rennen. Das sei weiterhin Bestandteil der Planung. Die Sportamtsleiterin hofft im Fall einer erfolgreichen Bewerbung auf Fördermittel für den weiteren Umbau, dabei seien insbesondere Überdachungen für drei der vier Zuschauertribünen wünschenswert. Für die Besucher bedeute dies deutlich mehr Komfort.

Bei einem Bürgerentscheid im April haben die Wuppertaler mit 72,2 Prozent der abgegebenen Stimmen für die Bewerbung votiert. Dieser Entscheid ist Voraussetzung des Nationalen Olympischen Komitees, um als Kommune Teil der Olympia-Bewerbung zu werden.

Wuppertaler Schwimmhalle fliegt aus Bewerbung

WDR 05.06.2026 00:47 Min. Verfügbar bis 05.06.2028

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Unsere Quellen:

  • Gespräch mit Stadt Wuppertal
  • Olympiabewerbung der Landesregierung NRW

Sendung: WDR.de, Wuppertaler Schwimmhalle fliegt aus Bewerbung, 05.06.2026, 12:20 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land, 05.06.2026, 18:09 Uhr

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