Innenminister Ihor Klymenko besucht den Anschlagsort

Explosion in der Ukraine: Ehrenamtler aus Wuppertal sind Ersthelfer

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Der Hilfskonvoi von "Water for Ukraine" aus Wuppertal erreicht Lwiw, als zwei Explosionen die Stadt erschüttern. Die Ehrenamtlichen werden zu Ersthelfern – und setzen ihre Mission trotz der Ereignisse fort.

Die Organisation "Water for Ukraine" aus Wuppertal hilft in der Ukraine dabei, durch russische Angriffe beschädigte Wasserleitungen zu reparieren. Zum 25. Mal sind Elmar Thyen und seine Mitstreiter im Moment in der Ukraine. Samstagabend erreichten sie nach einer langen Fahrt über Polen die Stadt Lwiw im Westen der Ukraine.

Explosionen mitten in der Nacht

"Wir saßen im Hotel und haben kurz nach Mitternacht zwei Explosionen gehört", beschreibt Elmar Thyen die Situation. Direkt neben dem Gebäude detonierten offenbar zwei Bomben, die mehrere Menschen verletzten und eine Polizistin töteten. Vom Fenster aus sahen die Helfer Verletzte auf der Straße liegen – ein Anblick, der Thyen sichtlich erschüttert.

"Vom Hotel aus konnten wir die Verletzten auf der Straße liegen sehen." Elmar Thyen, "Water for Ukraine"

Wuppertaler leisten Erste Hilfe

Ein Ehrenamtler versorgt einen Verletzten

Auch Wuppertaler Ersthelfer versorgen einen Verletzten nach den Explosionen in Lwiw

Kurz nach der zweiten Explosion eilen Mitarbeiter von "Water for Ukraine" aus dem Hotel zu den Verletzten. Einer von ihnen ist ausgebildeter Rettungssanitäter. Auf der Straße ein Bild der Verwüstung, Menschen liegen mit starken Blutungen auf dem Boden, getroffen von den Splittern der Bomben. Die Mitglieder der Wuppertaler Hilfsorganisation können erste Hilfe leisten, möglicherweise lebensrettend, denn bis weitere ukrainische Rettungskräfte eintreffen, vergeht wertvolle Zeit.

Der Anschlag galt Polizisten und Rettungskräften

Nach ersten Informationen handelte es sich um einen gezielten Anschlag. Polizisten waren mit einem fingierten Notruf zu einem Geschäft gelockt worden. Die erste Explosion traf sie beim Eintreffen, die zweite kurz darauf die Verstärkung. 15 Menschen wurden verletzt, eine 23‑jährige Polizistin starb, berichtet ein Nachrichtenportal aus Kiew.

"Keine Zeit, inne zu halten"

Fahrzeuge der Ehrenamtler

Fahrzeuge der Ehrenamtler von "Water for Ukraine"

Trotz der Ereignisse setzt ein Teil des Konvois seine Mission fort. Geladen sind Wasserleitungen, Pumpstationen und Generatoren für die Region Nikopol nahe der Front. "Im Moment ist unser Auftrag, in der Ukraine zu helfen. So lange wir das tun, haben wir keine Zeit inne zu halten, das kommt dann auf der Rückfahrt," sagt Thyen.

Explosion in der Ukraine: Ehrenamtler aus Wuppertal sind Ersthelfer

Josef Neumann ist am Montagmorgen wieder in Wuppertal angekommen

Der andere Teil des Konvois hat sich am Wochenende wieder zurück nach Wuppertal gemacht, darunter war auch Solingens Landtagsabgeordneter Josef Neumann (SPD). Nach 22 Stunden Heimfahrt ist er mit einigen Mitstreitern Montagmorgen gegen 7 Uhr in Wuppertal angekommen. Auch er hat beide Explosionen Samstagnacht mitbekommen. Ein Erlebnis, das auch bei ihm Spuren hinterlassen hat.

"Für uns ist das eine Ausnahmesituation. Dann weiß man, wie wertvoll es auch ist, ein Leben zu haben." Josef Neumann (SPD), Landtagsabgeordneter Solingen

Water for Ukraine

WDR Studios NRW 23.02.2026 00:49 Min. Verfügbar bis 22.02.2028 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Elmar Thyen, Water for Ukraine
  • Josef Neumann (SPD), Landtagsabgeordneter Solingen

Sendung: WDR.de: Explosion in Lwiw: Ehrenamtler aus Wuppertal ist Ersthelfer, 22.02.2026, 17:45 Uhr
Sendung: WDR2 Bergisches Land, Lokalzeit, 23.02.2026, 12:31 Uhr

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