Angefangen hatte alles damit, dass ein Polizist am Mittwochvormittag in seiner Freizeit zwei junge Menschen in einem Garten in Mettmann beobachtet hatte. Er vermutete, dass es sich um Einbrecher handeln könnte. Als Beamte das Auto der beiden kontrollieren wollten, seien sie geflüchtet und dabei viel zu schnell gefahren, so die Polizei.
Dabei hätten sie auch mehrere rote Ampeln missachtet und seien in den Gegenverkehr gefahren. Weil es zu gefährlich wurde, brach die Polizei die Verfolgung erstmal ab.
Hubschrauber sichtet flüchtigen Wagen
Wenig später wurde das Auto auf der A3 in Richtung Oberhausen gesehen. Der Wagen fuhr laut Polizei etwa 160 Kilometer pro Stunde und hat unter anderem den Standstreifen genutzt. Auch hier hat die Polizei die Verfolgung aus Sicherheitsgründen beendet. Ein Polizeihubschrauber hat das Auto schließlich in Ratingen an einer Bushaltestelle vor einem Supermarkt gesichtet.
Wirklich 13 Jahre alt?
Der Fahrer soll ein 13 Jahre altes Kind sein. Der junge Mann sehe aber deutlich älter aus, sagt die Polizei. Die Altersangabe im Ausweis werde deswegen jetzt geprüft. Das ist auch wegen der Strafe relevant: Man kann erst ab 14 Jahren strafmündig sein.
Der mutmaßliche Beifahrer sei ein wegen Einbrüchen polizeibekannter 16-Jähriger. Die beiden wurden zur Wache gebracht und nach Rücksprache mit Staatsanwaltschaft und Jugendamt wieder entlassen. Hinweise auf einen Einbruch an dem zuvor beobachteten Wohnhaus hat es nach Angaben der Polizei nicht gegeben.
Unsere Quellen:
- Nachrichtenagentur dpa
- Pressemitteilung der Polizei im Kreis Mettmann
- WDR-Gespräch mit der Polizei im Kreis Mettmann
Sendung: WDR.de, Mutmaßliches Kind flüchtet mit Auto in Mettmann vor Polizei, 30.04.2026, 20:41 Uhr