Umstrittene Aktion : Greenpeace überklebt Tempo-130-Schilder auf der A4
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Greenpeace hat am Montag, den 8. Juni 2026, damit begonnen, Autobahnschilder an allen 28 Grenzübergängen in Deutschland zu überkleben. Mit der Aktion setzt sich die Umweltschutzorganisation für ein bundesweites Tempolimit ein.
In NRW stand der deutsch-niederländische Grenzübergang bei Aachen-Vetschau im Zentrum der bundesweiten Aktion. Hier überklebten Aktivisten kurz vor sieben Uhr morgens die Schilder bei der Einfahrt nach Deutschland. Aus 130 wurden 100 km/h. In den vergangenen Jahren hatte Greenpeace mit ähnlichen Aktionen immer wieder für Aufsehen gesorgt.
Greenpeace: Tankrabatt habe nichts gebracht
Greenpeace will mit der Aktion unter anderem auf die Dringlichkeit der CO2-Reduzierung im Verkehrssektor aufmerksam machen. Eine Sprecherin von Greenpeace brachte am Morgen diesbezüglich auch noch mal den aktuellen Tankrabatt ins Spiel.
Marissa Reiserer von Greenpeace
Marissa Reiserer sagte, dass der Spritrabatt von 17 Cent pro Litern nichts gebracht habe. Stattdessen seien mehr als 700 Millionen Euro in die Kassen der Ölmultis geflossen. Ein generelles Tempolimit sei wirksamer, so die Greenpeace-Expertin für Mobilität.
Nicht die erste Aktion dieser Art
Das eigenmächtige Aufstellen von Schildern, oder das Überkleben derselben, gilt in Deutschland als gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr. Bis kurz vor acht war aber niemand vor Ort, der die Aktion wieder rückgängig machte. Weder Polizei, noch Mitarbeiter der Autobahnmeisterei.
Greenpeace hat in der Vergangenheit immer wieder ähnliche Aktionen durchgeführt. So wurden beispielsweise bei der IAA in München Autokarosserien ins Wasser gelassen oder im Vorfeld der umstrrittenen Trassierung der A 49 riesige Schriftzüge über Autobahnbrücken gespannt.
Unsere Quellen:
- Reporter vor Ort
- Gespräch mit Greenpeace
Sendung: WDR.de, Aktivisten fordern Tempolimit am Grenzübergang Vettschau, 28.08.2025, 11:19 Uhr