Faultier Fips bekommt Gesellschaft

WDR 02:24 Min. Verfügbar bis 28.05.2028

Aufregung im Aachener Tierpark Faultier Fips bekommt Gesellschaft

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Im Aachener Tierpark gibt es Zuwachs. Gestern ist ein weibliches Faultier Namens „Nomi“ eingezogen. Jetzt ist das Männchen „Fips“ nicht mehr allein. Nomi ist gerade mal ein Jahr alt und noch nicht geschlechtsreif. Ob sie und Fips jemals ein Paar werden, ist also noch komplett offen. Das Kennenlernen verlief erstmal sehr, sehr schleppend.

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Silke Niewenhuis

Faultiere sind grundsätzlich eher Einzelgänger. Dementsprechend liegen auch beide erstmal in einer eigenen Kiste im Südamerika-Gehege, aber bewegen sich keinen Zentimeter. Es hat 30 Grad und die Luftfeuchtigkeit ist schweißtreibend! Das Wetter ist aber nicht der Grund, warum sie nicht rauswollen, denn diese Bedingungen herrschen in ihrer Heimat auch.

Ein Faultier hängt an einem Ast in seinem Innen-Gehege

Faultier Nomi kommt neu in das Südamerika-Gehege

Die Tierpflegerin hält eine Möhre hin. Das Locken und Betteln nützt aber nichts. Die beiden Faultiere werden ihrem Namen absolut gerecht und - bleiben liegen. Sie sind reine Vegetarier, fressen überwiegend Blätter und haben dementsprechend einen langsamen Stoffwechsel. Das macht sie zu sehr gemütlichen Gesellen.

Janina Dötzer, die Tierpark-Chefin, denkt, dass das den Menschen gerade besonders gut gefällt. Die Besucher würden selbst ihre gemütliche Seite darin wiederfinden, sagt sie. Es kämen jedenfalls viele Gäste zu den Faultieren, um sie zu beobachten.

Zwei Faultiere hängen an einem Ast in der Ecke eines Geheges

Eigentlich sind Faultiere Einzelgänger

Und dann passiert plötzlich etwas: In einer sehr langsamen Bewegung schält sich das Männchen Fips aus seiner Kiste, hangelt sich kopfüber - wie sich Faultiere grundsätzlich immer bewegen - und begibt sich zu Nomi. Die dreht den Kopf und faucht ihn an.

Bei Faultieren bedeutet das: Es ist super gelaufen! Denn sie können auch gefährlich biestig werden, wenn sie sich gar nicht leiden können. Das hieß jetzt nur so etwas wie „Komm nicht näher“, erklärt Janina Dötzer und ist mit der ersten Begegnung absolut zufrieden. Wer kuschelt schon direkt beim ersten Treffen? Und Faultiere tun das eh nicht gern.

Unsere Quellen:

  • Gespräch mit Tierpark-Chefin Janina Dötzer
  • Eindrücke der Reporterin vor Ort

Sendung: WDR 2 Aachen und die Region, Lokalzeit, 28.05.2026, 19:31 Uhr

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