Kreis Heinsberg: Grundwasser nach Umweltskandal nicht belastet
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Nach dem Fund von möglicherweise schwer belastetem Material in Selfkant-Tüddern hat der Kreis Heinsberg am Mittwochabend bekannt gegeben, dass das Grundwasser in diesem Bereich nicht belastet sei. Das haben Proben eines Gutachters ergeben.
Im April wurde auf einer Fläche in Selfkant-Tüddern rund 30.000 Kubikmeter offenbar schwer belastetes Bodenmaterial entdeckt - illegal entsorgt von einer Firma aus Erkelenz.
Weiteres Bodenmaterial des Unternehmens liegt nach Angaben des Kreises in den Stadtgebieten Erkelenz und Wassenberg. Hier laufen noch weitere Untersuchungen. Alle Haufen seien laut Kreis weder abgedeckt noch sei dafür ein nötiges Entwässerungssystem angelegt worden.
Kreis befürchtet Millionenschaden
Eigentlich sollte das Unternehmen bis Ende Juni das Material abgedeckt haben, so eine Auflage des Verwaltungsgerichtes Aachen. Doch geschehen ist bisher nichts. Jetzt will der Kreis handeln. Er will ein Entwässerungssystem anlegen und auch das Material abdecken.
Der Kreis rechnet nach eigenen Angaben mit Kosten von mehr als 300.000 Euro. In den nächsten Tagen soll mit den Maßnahmen begonnen werden.
Probebrunnen wird installiert
Obwohl das Grundwasser in Nähe des Geländes in Selfkant-Tüddern nicht belastet ist, wird der Kreis Heinsberg dort einen Probenbrunnen installieren. Hier sollen regelmäßig Proben gezogen werden. Der Kreis wartet nun auf stichhaltige Hinweise, wie schwer das illegal entsorgte Material in Tüddern, Wassenberg und Erkelenz belastetet ist.
Erste weniger umfangreiche Proben hatten im Frühjahr ergeben, dass das Bodenmaterial kontaminiert ist. Damals hatte der Kreis von "gefährlichen Abfällen" gesprochen. Mittlerweile ermittelt die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Umweltkriminalität Dortmund. Die Ermittler haben im Kreis Heinsberg schon mehrere Objekte durchsucht. Festnahmen gab es bisher nicht.
Quellen:
- Kreis Heinsberg
- Schwerpunktstaatsanwaltschaft Dortmund