ÖPNV-Streik legt NRW lahm: Für wen der Streik zum echten Problem wird
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Am Freitag und Samstag fahren vielerorts keine Busse und Bahnen. Für viele ist das nur lästig - für Menschen mit wenig Geld kann es zum echten Problem werden. Selbst Sozialverbände sind sich uneinig, wie sie den Streik bewerten.
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Zu den Kommentaren [39]Ungefähr 80 Euro wird David Semmelmann, Müllwerker bei der AWB Köln, in den nächsten zwei Tagen für Uber ausgeben - nur wegen des Streiks bei Bussen und Bahnen. "20 Euro pro Weg. Und ich muss Freitag und Samstag arbeiten." Bei ihm und seinen Kollegen ist das Verständnis für den ÖPNV-Streik begrenzt: "Ist echt ärgerlich. Ich finde, die streiken ein bisschen zu oft."
Wenn am Freitag und in vielen Regionen auch am Samstag Bahnen und Busse in den Depots bleiben, dann wird es sicher wieder voll auf den Straßen in NRW. Auch wenn es im dichten Verkehr nervig wird, und der Weg zur Arbeit möglicherweise länger dauert, so ist es doch ein Privileg, überhaupt die Wahl zwischen Auto und Bahn zu haben.
Wer nicht auf ein Auto umsteigen kann, hat ein Problem
Matthias Veit, Landespressesprecher des SoVD
"Da schlagen natürlich zwei Herzen in unserer Brust", sagt Matthias Veit dazu, NRW-Landespressesprecher vom Sozialverband Deutschland (SoVD) im Gespräch mit dem WDR. Auf der einen Seite sei das Streikrecht wichtig, um die Interessen der Arbeitnehmerschaft durchsetzen zu können. "Wir kämpfen ja für vernünftige Tariflöhne", so Veit. Auf der anderen Seite stünden da sehr viele Menschen, die die Arbeitsniederlegung deshalb hart trifft, weil sie keine Alternative zu Bahn und Bus haben.
Ein junger Mann ist vom KVB-Streik am 27./28. Februar betroffen
So wie dieser junger Data-Analyst, der mit dem Namen anonym bleiben will. Er sei froh, dass er sich mit seiner Mutter zusammen ein Auto mieten kann: "Sie arbeitet bei Galeria Kaufhof, ich arbeite auch in der Innenstadt." Trotzdem wird es teuer, extra ein Auto zu leihen. "Aber einfach zu Hause bleiben geht ja auch nicht."
Magdaleni Eneghabo arbeitet als Reinigungskraft in einer Apotheke.
Auch Magdaleni Eneghabo trifft der Streik. Sie arbeitet als Reinigungskraft in einer Apotheke. Sie muss sich Urlaub nehmen wegen des Streiks, weil sie ohne Bus und Bahn nicht zur Arbeit kommt: "Das ärgert mich!", sagt sie.
Verdi: Personalmangel würde die Situation im ÖPNV noch verschärfen
Auch die Gewerkschaft Verdi, die zum Streik aufgerufen hat, weiß, dass dieser Sreik Menschen trifft, die auf einen ordnungsgemäßen Betrieb von Bahn und Bus angewiesen sind.
Allerdings befürchtet die Gewerkschaft, dass der Personalmangel sich weiter verschärfen könnte, wenn die Arbeitsbedingungen sich nicht verbesserten. Und damit wäre sozial benachteiligten Menschen auch nicht geholfen. Die Beschäftigten benötigten daher spürbare Entlastungen, sagte der Gewerkschafter Heinz Rech, der die Verhandlungen für Verdi NRW führt.
Nahverkehr: Wo schlägt der Streik in NRW besonders zu?
Zu den kommunalen Verkehrsbetrieben, um die es in den Tarifverhandlungen geht, gehören nahezu alle großen Städte in Nordrhein-Westfalen von Bonn, Köln, Düsseldorf und Duisburg über Oberhausen, Gelsenkirchen und Dortmund bis nach Hagen und Bielefeld. Die Aachener Verkehrsbetriebe Aseag sind eine der wenigen Ausnahmen in NRW, auf die sich die Tarifverhandlungen nicht beziehen. In Wuppertal fahren Busse und Bahnen morgen auch.
Unsere Quellen:
- Gespräch mit Matthias Veit vom Sozialverband Deutschland (Landesverband NRW)
- Agenturen AFP, dpa
- Gespräche mit Pendlern in Köln
Sendung: Tag um 12, WDR 4, 26.02.2026, 12 Uhr.
39 Kommentare
Kommentar 39: Stephan schreibt am 28.02.2026, 11:48 Uhr :
Verdi hat recht: Wenn die Betahlung zu s chlecht ist, bekommt man kein Personal mehr und das bestehende kündigt womöglich. Das war wohl auch so, jedoch haben die Verkehrsbetriebe die Kondionen dann auch verbessert. Vor allem verstehe ich nicht, wieso bei einem Arbeitnehmermermarkt die Gewerkschaft in Form von Streiks unterstützend eingreifen muss. Das ist doch nur dann erforderlich, wenn der Arbeitgeber bei Hungerlöhnen darauf freundlich hinweist, dass etliche vor,der Tür,stehen und den Job, auch zu Bedingungen des Hungerlohn, gerne annehmen würden. Na ja man kann wohl davon ausgehen, dass bei Erfüllung der Gewerkschaftsforderungen die Leistungen des ÖPNV gekürzt werden. Das Geld ist nicht mehr da. Das lindert das Problem des Fahrpersonal angels ebenfalls.
Kommentar 38: Robert schreibt am 28.02.2026, 05:24 Uhr :
Die sollten mal zum fußballspiel streiken. Das trauen die sich nur nicht. Da würde ja echter Gegenwind entgegenkommen
Kommentar 37: Senimo schreibt am 27.02.2026, 23:18 Uhr :
Ich finde diese Streiks so sinnlos... Ich fahre Aufgrund der Unzuverlässigkeit und der Preise gar nicht mehr mit Bus und Bahn. Die Gewerkschaften sollten vielleicht mal überlegen Streiks für Preissenkungen zu machen um mehr Menschen auf ÖPNV zu bekommen, die dann wiederum die Löhne zahlen. Man hat ja gesehen was passiert wenn Gewerkschaften Unternehmen ausschlachten, Menschen verlieren ihre Jobs. Man kann nicht überall fürstlich verdienen, so funktioniert Wirtschaft nunmal nicht. Wenn ein Unternehmen nicht profitabel ist, dann kann auch nicht mehr Lohn für zahlreiche Mitarbeiter angepasst werden. Davon abgesehen sollte man sich mal ansehen woher die Gewerkschaftsmitarbeiter ursprünglich kamen, nie im Leben nen Spaten oder nen Hammer in der Hand gehabt... Aber die Arbeitnehmer die dort eintreten sind im Endeffekt selber schuld oder wissen es halt nicht besser...
Kommentar 36: Ingo schreibt am 27.02.2026, 20:47 Uhr :
Dieses Problem ist doch vom derzeitigen System hausgemacht. Es wäre so einfach, wenn man die Infrastruktur zB über Steuern finanzieren würde. Jeder zahlt ein und jeder hat einen Nutzen und auch die Wartungskosten wären gedeckt. Zumal könnte man die Infrastruktur weiter ausbauen. Schade, dass darüber so gut wie nie gesprochen und berichtet wird. Geld wurde einmal als Werkzeug erfunden, wann fangen wir wieder an es auch so zu nutzen für eine gerechte Welt wo der Mensch selbst wieder im Vordergrund steht und nicht die finanziellen Kosten.
Kommentar 35: Nadine schreibt am 27.02.2026, 18:24 Uhr :
Vielleicht sollte mal darüber nachgedacht werden, den Streik bei Bus/Bahn so zu machen wie in Japan. Dort sind die Busfahrer weiter gefahren, haben aber keine Tickets verkauft und kontrolliert.
Kommentar 34: Heike schreibt am 27.02.2026, 17:13 Uhr :
Man kann auch, andere Länder machen es vor, für sein Recht kämpfen ohne alles lahm zu legen und den Mitmenschen wissentlich Probleme zu bereiten. Ich bin sicher das man bei Verdi weiß das. Z. B. in manchen Länder, der Öpnv während des Streiks fährt ohne das die Fahrgäste Fahrpreise dafür zahlen müssen. So trifft man den Arbeitgeber statt auf die Fahrt angewiesen Personen Verdi will nicht fair streiken sondern Stunk machen
Kommentar 33: Maria schreibt am 27.02.2026, 14:34 Uhr :
Ganz ehrlich wenn ich jeden Monat mein deutschlandticket zahle und es immer noch zur Streiks kommt dann denke ich mir auch wofür zahle ich? Aber sofort Stress machen sobald jemand ma schwarz fahren sollte das ist doch ein Witz🤣🤣🤣
Kommentar 32: Winter Ursula schreibt am 27.02.2026, 14:01 Uhr :
Ich finde den Streik auch sehr übertrieben. Die Forderungen sind nicht mehr normal, vollkommen überzogen. Und dann in solchen kurzen Abständen. Ans Arbeiten denkt keiner mehr. Nur Geld, Geld, Geld .... Sehr traurig.
Kommentar 31: Anonym schreibt am 27.02.2026, 12:32 Uhr :
Bitte nicht beirren lassen, streiken ist ganz wichtig, es wird sich sonst nichts ändern und das was freiwillig von Arbeitgeberseite kommt ist ein Tropfen auf dem heißen Stein. Alle die gegen Streiks sind haben scheinbar vergessen in unserer Geschichte nachzulesen. Nichts aber auch gar nichts kam vom Arbeitgeber alles wurde erkämpft, wir würden sonst immer noch 12 Stunden täglich arbeiten, keinen Urlaubsanspruch und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gäbe es auch nicht. Ihr dürft gerne zurück in diese Zeit aber nein das wollt ihr nicht.
Antwort von Nono , geschrieben am 27.02.2026, 16:37 Uhr :
Dein Kommentar spricht mir aus der Seele. Leider ist es so. Ob die Forderungen berechtigt sind, kann ich nicht beurteilen, aber ohne Streik bewegen sich die Arbeitgeber nun mal nicht. Keine Frage, die Auswirkungen der Streiks sind extrem lästig, gerade für Menschen, die nicht auf ein Auto zurückgreifen können. Dafür habe ich auch Verständnis.
Antwort von Frank , geschrieben am 28.02.2026, 12:58 Uhr :
Sorry Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. Die Streiks für zbs. Lohnfortzahlung etc. wurden zum grössten Teil von der IGM organisiert und trafen die Arbeitgeber. Wo bitte trifft den der jetzige Streik die Arbeitgeber?
Kommentar 30: Andrea schreibt am 27.02.2026, 12:23 Uhr :
Streik, immerzu Streik, was soll der Driss. Die Großen stört es eh nicht, die sind nicht auf die Busse angewiesen. Es trifft doch wieder nur die Bevölkerung, wie Rentner und Behinderte, die kein eigenes Auto haben. Zum Arzt und einkaufen, mit der Taxe, wer soll das denn bezahlen. Mitdenken wäre mal eine Maßnahme.
Kommentar 29: Frank schreibt am 27.02.2026, 10:08 Uhr :
Was bitte soll der Streik bewirken? Die Verkehrsunternehmen sparen wärend des Streiks Löhne,Sprit,Strom und die Einnahmen brechen auch nicht weg, da die meisten Fahrgäste Montastickets haben. Übrigens sind für mich 48Stunden kein Warnstreik mehr. Ps.: Sogar die GDL schafft es per Verhandlung zu einer Lösung zu kommen.
Antwort von Frank , geschrieben am 27.02.2026, 13:28 Uhr :
Sorry Doppelkommentar.
Kommentar 28: Frank schreibt am 27.02.2026, 09:30 Uhr :
Wen oder was will die Verdi denn mit den "Warnstreiks" (48Stunden ist meiner Meinung kein Warnstreik) schädigen? Die Verkehrsbetriebe sparen Lohn,Sprit, Strom und bekommen die Einnahmen durch den grossen Anteil an Monatstickets auch weiter. Und die Forderungen sind alle ca. 2 Jahre gleich?!
Kommentar 27: Florian schreibt am 27.02.2026, 09:27 Uhr :
Ich habe ja kein Problem mkt den streiken allgemein dazu hat jeder das Recht aber es muss aucb mal irgendwann gut sein... die Gewerkschaften sollten sich mal untereinander verständigen und sich zusamme. Tun so hätten man einen großen streik und nicht alle 2 Wochen einen anderen so würde auch keiner was sagen. Aber wen alle 2 Wochen mal ein neuer streik im ÖPNV oder DB ist nervt es mittlerweile schon. Ivh persönlich habe mich dadurch schon entschlossen auf einen PKW umzusteigen sonst kommt man ja nie pünktlich zur arbeit bei den ganzen hier ei. Streik da ein striek.
Kommentar 26: Andreas aus Herdecke schreibt am 27.02.2026, 08:48 Uhr :
Diese Erpresserei wird mächtig übertrieben. Bessere Arbeitsbedingungen zu fordern ist ok. Aber es geht immer um eine unverhältnismäßig hohe Lohnforderung. Es zwingt einen niemand diesen Arbeitsplatz anzunehmen. Sollen die sich einen Handwerkerunternehmer suchen und sich durch Einsatz/Leistung beweisen, dann kommt der vernünftige Arbeitsplatz inkl guter Bezahlung von ganz alleine.
Kommentar 25: Andre Schäfer schreibt am 27.02.2026, 06:58 Uhr :
Ich habe ja gar kein Problem mit gerechtfertigten Streiks. Aber Streiks, die nur zum Ziel haben, Gewerkschaftsmitgliedern, die aber eben für alle Menschen, gestiegenen Lebenshaltungskosten auszugleichen, die haben bei mir Null Verständnis. Wer mehr Geld will, soll mehr arbeiten. Aber Streiken mit dem Ziel, mehr Geld für weniger Arbeit oder mehr Geld nur, weil alles für alle teurer geworden ist, sehe ich selbst als langjähriges Gewerkschaftsmitglied nicht. Erst recht nicht, da mir nicht ein Fall bekannt ist, in dem die ach so sozialen Gewerkschaften, mal aus Solidarität dafür in den Streik getreten sind, dass all die, die wirklich kein Geld haben, ALG-Empfänger, aufstockende Rentner, etc. auch mehr Geld bekommen. Ja, Krieg und Co haben alles teurer gemacht. Aber eben für ALLE und nicht nur für ver.di-Mitglieder!
Antwort von Marcel , geschrieben am 27.02.2026, 12:25 Uhr :
Es wird nicht nur für Gewerkschaftsmitglieder gestreikt, sondern für jeden Beschäftigten. Das sollten Sie als langjähriges Gewerkschafsmitglied aber wissen.
Kommentar 24: Herrmann schreibt am 27.02.2026, 06:48 Uhr :
Hat schon mal jemand darüber nachgedacht, dass derartige Streiks massiv zu Unzufriedenheit in der Bevölkerung führen und welcher Partei und welchem ausländischen Imperialisten das massiv in die Karten spielt? Vielleicht gibt es da ja auch bisher noch nicht von den Medien beleuchtete Verbindungen?
Antwort von J , geschrieben am 27.02.2026, 17:39 Uhr :
Wenn die Reaktion auf einen Streik sich derart auswirken sollte, verstehe ich nicht, warum man dann in die gegenteilige Richtung wählen sollte bei der Verhältnisse sich im Endeffekt als noch schlimmer herausstellen? Ist es nicht genau der Grund zum Streik, die unfairen Arbeitsbedingungen zu verbessern?
Kommentar 23: AH schreibt am 27.02.2026, 06:40 Uhr :
Erhöht endlich die KFZ Steuer, vor allem für alle unnötig schweren und schnellen Autos, die absolut überflüssig sind und am meisten unsere Umwelt schädigen. Wer sich solche Karren leisten kann, soll DEUTLICH mehr für die Allgemeinheit einzahlen. So viel, dass davon der ÖPNV weiter ausgebaut werden kann und die Mitarbeiter ordentlich bezahlt werden!!
Antwort von Columbo , geschrieben am 27.02.2026, 15:15 Uhr :
Und sich die Vorstände der Duisburger Verkehrsgesellschaft sich die Taschen vollstopfen können.
Kommentar 22: Susi schreibt am 27.02.2026, 06:29 Uhr :
In China streiken die Busfahrer, indem sie trotzdem fahren, ihre Fahrgäste aber umsonst mitnehmen. Somit hat das Unternehmen den Verlust und nicht die unschuldigen Fahrgäste.
Antwort von Marcel , geschrieben am 27.02.2026, 12:22 Uhr :
Nein, das war in Japan und nicht in China. Sie können ja mal versuchen in China zu streiken.
Antwort von Stefan , geschrieben am 27.02.2026, 13:26 Uhr :
Der Drops ist doch schon mehrmals gelutscht. Die haben ein anderes Streikrecht. Wieso verweist man auf ein komplett anderes System anstatt sich mit den Gegebenheiten hier zu beschäftigen?
Kommentar 21: Patrick schreibt am 27.02.2026, 06:08 Uhr :
Was leider immer wieder vergessen wird, bekommen die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst mehr Geld, wird es auf steuerlicher Seite wieder reingeholt. Durch diese Streiks werden Steuern - Abgaben wieder erhöht, das Geld muss ja irgendwo her kommen .....
Kommentar 20: Jürgen schreibt am 27.02.2026, 01:04 Uhr :
Bei einem Streik davon zu reden dass das zum Problem wird ist jammern auf hohem Niveau. Wäre interessant zu erfahren wie viele derer die das tun sich selbst beklagen dass das Gehalt vorne und hinten nicht reicht und die Arbeitsbedingungen im Betrieb mies sind. Für die Reaktion der Sozialverbände habe ich Null Verständnis. Statt sich unmissverständlich solidarisch zu zeigen trägt man bewusst zur Spaltung der Gesellschaft bei. Sie sollten von den Gewerkschaften lernen, von Armut Betroffene organisieren und für mehr soziale Gerechtigkeit kämpfen.
Kommentar 19: Stodt Brigitte schreibt am 26.02.2026, 22:56 Uhr :
Streik als Grundrecht aber bitte nicht auf unsere Kosten. Es reicht. Wer ersetzt die entstandenen Kosten um von A nach B zu kommen? Was würde passieren wenn alle Benachteiligten Kostenentschädigung verlangen
Antwort von Marcel , geschrieben am 27.02.2026, 12:27 Uhr :
Also ein Streik ohne Folgen für irgendwen? Da macht ein Streik ja wirklich Sinn.
Kommentar 18: Anonym schreibt am 26.02.2026, 22:28 Uhr :
Ich hoffe es werden endlich Millionen in selbstfahrende U-Bahnen und trammbahnen investiert dann hat sich der käse endlich. Was wollen die eigentlich? Ne 20h Woche und 12k brutto? Selbst dann würden die noch streiken. Hoffe die verlieren alle ihre jobs
Kommentar 17: Sugar schreibt am 26.02.2026, 22:16 Uhr :
….Und dann als Nächstes wieder die GDL - und dann zahlen eh alle wieder drauf. Erst für den ÖPNV, dann für die Bahn, dann für alle/s andere/n. Und dann ist plötzlich wieder zu wenig Geld da- komisch…ach ja - wer zahlt das denn alles letztlich? Weder verzichten Manager,CEOs oä auf einen Teil ihrer Gelder noch fällt es vom Himmel. Und Leute mit wenig Geld, Senioren sind doch nur noch „Kollateralschäden“ für jene Leute, die Solidarität für ihre Belange einfordern. Das bringt die Gesellschaft nicht wieder enger zusammen. Seufz.
Kommentar 16: Hugo aus R. schreibt am 26.02.2026, 21:53 Uhr :
Streiken ist ein Grundrecht, garantiert vom Grundgesetz. Ein Recht, welches es dem Arbeitnehmer in Grenzen erlaubt seine Interessen wahrzunehmen und durchzusetzen. Da sollte jeder Kommentator drüber nachdenken, bevor er hier was von "überflüssig" schreibt. Rechte sind NIE überflüssig. Und die armen Arbeitgeber könnten ja zur Tarifverhandlung ein verhandelbar es Angebot vorlegen, dann bliebe allen der Ärger erspart .
Antwort von Andre Schäfer , geschrieben am 27.02.2026, 07:03 Uhr :
Wer mehr arbeitet, soll sich gern mehr Geld dafür erstreiken. Aber dafür streiken, mehr Geld dafür zu bekommen, dass man weniger arbeiten geht oder mehr Geld zu bekommen, weil durch Krieg und Co die Lebenshaltungskosten für ALLE Menschen im Land und eben nicht nur für Gewerkschaftsmitglieder gestiegen sind, das sehe ich vom Streikrecht nicht gedeckt.
Kommentar 15: Volksverpetzerin schreibt am 26.02.2026, 21:43 Uhr :
Ich finde es nicht richtig, die Angelegenheit deratig zu framen. Ja, Streiks sind unangenehm. Aber sie sind ein wichtiges Werkzeug, um das Machtgefälle zwischen Arbeitsstelle und Arbeitenden auszugleichen. In den USA sieht man sehr deutlich, was Gewerkschaften für einen Unterschied in Sachen Arbeitnehmerrechte ausmachen. Wer dort nicht von einer Gewerkschaft geschützt ist, ist noch viel mehr von ungleicher Ausbeutung betroffen. Wie wäre es, zur Abwechslung Solidarität miteinander zu bekennen, anstatt sich darüber zu beschweren, wenn für die Rechte der Mitmenschen gekämpft wird? Der ÖPNV kann ein echter Knochenjob sein, der durch Schichtarbeit, unliebsamen Fahrgästen und schlechter Bezahlung viel abverlangt. Gerade zu heutigen Zeiten, wo Politiker wie Merz ignorant die Leistungen der Arbeiterklasse kleinreden und mehr für weniger Lohn fordern, müssen wir zueinander stehen.
Kommentar 14: Benni schreibt am 26.02.2026, 21:37 Uhr :
Tagelang Warnstreiks, bevor überhaupt richtig verhandelt wurde - das ist einfach komplett drüber! Freitag, Samstag Bus, U- und Straßenbahn für Verdi, in Kürze dann wahrscheinlich die Lokführer für die GdL, dann vielleicht die Leute im Stellwerk und übermorgen die Reinigungskräfte oder ??? Streik war die ultima ratio, dient heute aber dazu, zu zeigen, dass man es ernst meint - wie armselig ist das?
Kommentar 13: nrw-bürger schreibt am 26.02.2026, 21:32 Uhr :
Ich bin auch im ÖD. Wir kriegen ab 1.4.2026 plus 2,8%. Mehr als die Inflation. Reicht doch. Dafür sicherer Job - wenn man gesund bleibt. "Witzig" ist natürlich, wenn der Müllwerker wg Bus-Streik Streß kriegt - ich dachte, das ist alles verdi? Hier endet langsam das Verständnis. Das Draufsatteln - noch weniger Arbeitszeit, noch mehr Geld, noch dolleres dies-und-das - NERVT. Ich bin Lehrer. Unsere Arbeitszeit interessiert keinen - auch nicht unsere "Gewerkschaften". Da isses dann egal. Bei den Öffis dagegen wird noch weniger gearbeitet? Und wer zahlt? Da werden schlicht - Bonn wird anfangen - die Linien gekürzt und die Takte verlängert. Schicke E-Busse - doppelt oder dreimal so teuer? Kein Geld. Dann eben weniger Busse, weniger Fahrer. Bis dann mal autonom gefahren wird. Dann ist verdi raus - jedenfalls da. Schön wärs.
Kommentar 12: Ulrikebea schreibt am 26.02.2026, 21:18 Uhr :
Ich habe gar kein Verständnis mehr, es ist echt übertrieben, bekomme auch seit 7 Jahren keine Gehaltserhöhung und leben noch, aber andere das Geld aus der Tasche ziehen durch erforderliche Taxiskosten usw ist nicht sozial, schämt euch
Antwort von Marcel , geschrieben am 27.02.2026, 12:34 Uhr :
Hätten Sie doch nur eine Gewerkschaft, die hinter Ihnen steht und mittels Streik für eine Lohnerhöhung sorgen könnte.
Kommentar 11: Päädappeltaat schreibt am 26.02.2026, 21:16 Uhr :
Entweder hat man wie Harald Schmidt die Black Mamba und fährt rund um die Uhr ICE-Erste-Klasse oder man ist im ÖPNV gesellschaftlich randständig. 7 Millionen zahlte die Bahn für die wohlstandsverwahrlosten unlustigen Filmchen von Frau Engelke. Und Engelke ist auch noch so dreist und wirbt im WDR-Kölner-Treff für ihre Filmchen. Schöne Streiktage. Wie peinlich ist das denn?
Kommentar 10: Größenwahn schreibt am 26.02.2026, 21:11 Uhr :
Verdi ist größenwahnsinnig geworden und das ist kein Warnstreik mehr - DAS IST EIN STREIK - und dazu gehört eine Urabstimmung! Verdi ist zu groß geworden, durch die Übernahme vieler kleinerer Gewerkschaften. Ich kann mich an Warnstreiks von einem halben Tag erinnern und damit wurde auch schon Druck ausgeübt. 24 Stunden oder gar 48 Stunden haben nichts mehr mit einem Warnstreik gemeinsam, das ist reine Machtausübung von Verdi. Wie will Verdi diesen Streik rechtfertigen vor Geringverdienern, Rentnern und Menschen mit geringen Einkünften? - Tarifverhandlungen werden am Tisch geführt und nicht auf der Straße. Die Schäden, die durch diesen Streik entstehen, sind Verdi in Rechnung zu stellen.
Kommentar 9: Vera schreibt am 26.02.2026, 21:00 Uhr :
Streiken und Lohnforderungen treiben die Inflation voran. Nicht marktgerechte Mieten, die im Bürgergeldbezug bezahlt werden, ebenfalls. Noch schlimmer: Die Börse: Gewinn für Nichts ohne Anstrengung.