CDU-Wirtschaftsflügel gegen Teilzeit
Aktuelle Stunde . 25.01.2026. 34:57 Min.. Verfügbar bis 25.01.2028. WDR. Von Dorothea Schluttig.
CDU-Wirtschaftsflügel will Recht auf "Lifestyle-Teilzeit" abschaffen
Stand:
Darf künftig nur unter Umständen Teilzeit gearbeiten werden? Der CDU-Wirtschaftsflügel will den Gesetzesanspruch einschränken.
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Zu den Kommentaren [33]"Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit" - so heißt der Antrag, den die Mittelstands- und Wirtschaftsunion auf dem CDU-Parteitag in Stuttgart Ende Februar einbringen will. Damit will der CDU-Wirtschaftsflügel den gesetzlich festgeschriebenen Rechtsanspruch auf Teilzeit abschaffen - er soll nur noch bei "Vorliegen einer besonderen Begründung" gelten, heißt es im Antrag.
Dazu zählen zum Beispiel Kindererziehung, die Pflege von Angehörigen oder Weiterbildungen. Außerdem soll nicht besonders begründete Teilzeit weiter möglich sein. Arbeitgeber und Arbeitnehmer könnten sie dann einvernehmlich vereinbaren - allerdings ohne gesetzlichen Anspruch auf eine Rückkehr in Vollzeit. Damit soll der Fachkräftemangel bekämpft und der Sozialstaat entlastet werden.
Vergleichsweise wenig Teilzeit in Nordrhein-Westfalen
Bundesweit lag die Teilzeitquote laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung im dritten Quartal 2025 bei 40,1 Prozent. In NRW ist der Anteil deutlich geringer. Laut statistischem Landesamt arbeiteten zuletzt knapp über 30 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Teilzeit. Über die vergangenen Jahre ist dieser Anteil aber immer weiter gewachsen: 2008 lag er in NRW noch bei rund 18 Prozent.
Etwas gesunken ist in dieser Zeit der Anteil der Frauen an Teilzeit - von über 82 auf 75 Prozent. Zu den Hauptgründen für Teilzeitarbeit zählen in NRW laut Mikronzensus 2024 vor allem die Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Verwandten - die sogenannten "Care"-Arbeit, die vor allem von Frauen übernommen wird. Ein weiterer Grund für Teilzeit sind berufsbegleitende Aus- und Fortbildungen.
Kritik vom CDU-Arbeitnehmerflügel
Der Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, Dennis Radtke, kritisierte in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, man zäume mit diesen Forderungen das Pferd so von hinten auf. Der Bochumer Europaabgeordnete sagte, er wünsche sich stattdessen, die Rahmenbedingungen bei Kinderbetreuung und Pflege zu verbessern, damit mehr Menschen überhaupt die Möglichkeit hätten, von Teil- in Vollzeit zu wechseln.
Das fordert auch die Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge. Sie kritisiert außerdem den Begriff "Lifestyle-Teilzeit". Er zeichne ein falsches Bild der Lebensreatlität von Frauen und älteren Menschen. Linken-Fraktionschef Sören Pellmann nannte den Vorschlag "dreist". Er zeige, dass relevante Teile der CDU Beschäftigte in Deutschland "zu Bittstellern degradieren und ihnen ein mühsam erkämpftes Recht nach dem anderen nehmen wollen".
Derzeit gibt es unter diesen Voraussetzungen einen gesetzlich verankerten Anspruch auf Teilzeitarbeit: Arbeitnehmer müssen mehr als sechs Monate beschäftigt sein und der Betrieb in der Regel mehr als 15 Beschäftigte haben. Auch für die Rückkehr von Teil- auf Vollzeit gibt es gesetzliche Regelungen.
Unsere Quellen:
- Nachrichtenagenturen dpa, AFP, epd
- Statistisches Landesamt NRW
- Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Sendung: WDR 4, Tag um Sechs, 25.01.2026, 18:00 Uhr
Sendung: Aktuelle Stunde, 25.01.2026, 18:45 Uhr
33 Kommentare
Kommentar 33: Belgian schreibt am 27.01.2026, 18:13 Uhr :
Anyone ever thought of just keeping account of hours worked in a year for progressive taxes. Then just correct those taxes for things like caring for parents, health issues etc. Thus net-income drops more significantly going from fulltime to parttime. Unless done for reasons for which a correction kicks in.
Kommentar 32: Karin schreibt am 27.01.2026, 17:58 Uhr :
Ich habe in der Pflege als Fachkraft gearbeitet! Die Pflegeassistenten wären gern auf Vollzeit umgestiegen, was aber nicht möglich war. Ich bin nach Rentenantritt auf 20 Stunden runter gegangen. Da die Firma unterbesetzt und ich noch fit, um die Firma zu unterstützen! Dies wurde mir aber dann vorgehalten, das die Firma keine Fachkraft für 20 Stunden einstellen kann. Also habe ich gekündigt und bin zu Hause geblieben! Noch ne Fachkraft weniger!!!!
Kommentar 31: Täuschung schreibt am 27.01.2026, 13:28 Uhr :
Der sogenannte "Fachkräftemangel" liegt keineswegs daran, dass es nicht genug Fachkräfte am Arbeitsmarkt gäbe! Gleiches gilt für "Lehrermangel". Auch geeignete Pädagogen gibt es jede Menge. Das Problem wird völlig falsch dargestellt, denn Ursache für die angeblichen Vakanzen sind miserable Personalentwicklungskonzepte und fehlende Investitionen der Unternehmen in eine niveauvolle Personalgewinnung. Ich habe noch nie eine einzige Lehrerstelle in der Jobbörse der Agentur für Arbeit ausgeschrieben gesehen! Überall werden meist outgesourcte Online-Bewerbungssysteme eingesetzt und die Arbeitgeber bedienen sich dann gerne aus den Massen, die sich in diesen Pools angesammelt haben. Oder auch nicht, weil dort ja angeblich nie geeignete Bewerbungen vorliegen. Das kann allerdings nicht sein. Also liegt es definitiv nur rein ausschließlich an den Arbeitgebern. Die meisten von ihnen sind ja noch nicht mal in der Lage, Bewerbungskosten zu bezahlen. Und Langzeitarbeitslose will niemand. So ist es.
Kommentar 30: Dorota schreibt am 27.01.2026, 10:30 Uhr :
Eine Reduktion der Teilzeit verstärkt den Fachkräftemangel. Ich will arbeiten, kann aber nur Teilzeit und bekomme keine Anstellung. Von Arbeitgebern wird Flexibilität verlangt, aber die Arbeitgeber bleiben starr? Lieber doppelt so viele Leute mit Teilzeit einstellen, als keine zu bekommen, zudem sind Teilzeit-Arbeitende erholter und effektiver, machen mehr freiwillige Überstunden wenn nötig als Vollzeitler, die eh am Anschlag sind. Die Lösung ist mehr Teilzeit statt weniger. Kommt außer Menschen mit sozialen Verpflichtungen auch denen entgegen, die gesundheitliche Probleme haben.
Kommentar 29: Melanie schreibt am 27.01.2026, 08:27 Uhr :
Guten Morgen. Es ist ein demokratischer und menschenrechtlicher Fauxpass das Recht auf Teilzeit begrenzen zu wollen. In einer Gesellschaft, in der Arbeitssicherheit und psychische Hygiene einen immer höheren Stellenwert bekommen, wir von work-life-balance reden und immer mehr Menschen ausfallen und erkranken, weil die Arbeit sie erdrückt, soll ein Recht geändert werden was aktiv genau diesen Tatsachen bearbeite? Ich denke, dieses Recht hat sich die Gesellschaft hart eekämpft. Es zu begrenzen ist ein Rückschritt in die Vergangenheit. Ausserdem bin ich mir nicht sicher, ob aus grundgesetzlicher Sicht Art. 2 und Art. 12 das überhaupt zulässig ist. Was bitteschön sollen kranke Menschen machen? In die Arbeitslosigkeit gehen? Der Fisch stinkt vom Kopf. Fachkräftemangel bekämpfe ich so nicht sondern bewirke nur, dass noch mehr Fachkräfte wegfallen, weil sie in Teilzeit noch gearbeitet hätten, in Vollzeit aber nach wenigen Monaten ausfallen. Geistiger Durchfall, mehr nicht.
Kommentar 28: Kalle schreibt am 26.01.2026, 19:11 Uhr :
Wo sollen die dann Vollzeit arbeiten? In den Firmen die gerade alle den Bach runtergehen?
Kommentar 27: Martina 64 Jahre schreibt am 26.01.2026, 16:54 Uhr :
Es gibt immer zwei Seiten der Medaille. Ich habe 46 Jahre gearbeitet. Davon über 20 Jahre Vollzeit und dann über 20 Jahre Teilzeit, da ich meine Tochter(24 J.) alleine groß gezogen habe und gleichzeitig die letzten Arbeitsjahre zusätzlich meine Mutter betreut habe. Ich wäre ohne Kind nicht auf die Idee gekommen auf Teilzeit zu gehen. Jetzt musste ich (wegen plötzlicher Erkrankung) früher in Rente gehen. Mit dem Hintergrund kann ich viele Menschen verstehen die, wenn die Arbeit nicht nur ihr Leben ist, in Teilzeit gehen und vielleicht weniger Geld dafür mehr Lebensqualität haben. Aber die Politik kann ich auch verstehen, nur müssten die Anreize andere sein. Unter Zwang ist noch nie etwas Gutes bei rausgekommen.
Kommentar 26: Hajö schreibt am 26.01.2026, 15:10 Uhr :
Die Wortwahl "Lifestyle-Teilzeit" geht völlig an der Realität vorbei. Herr Merz hat LEIDER recht, wenn er anmerkt, daß wir mehr arbeiten müssen und die 4-Tage-Woche derzeit nicht realistisch ist. Aber Tatsache ist doch auch, daß viele Teilzeitkräfte die Teilzeit als Falle empfinden wenn Ihnen anstatt eines Minijobs als Verkäuferin gar kein Vollzeitjob angeboten wird oder sie wegen Kinderbetreuung und mangelnden Kitas gar nicht Vollzeit arbeiten können. Tatsache ist auch, daß der Arbeitsdruck in den meisten Branchen heute so groß ist, daß viele gar nicht Vollzeit arbeiten können ohne gesundheitlich zusammenzubrechen. Das würde Folgekosten verursachen, die die "Kaffeerunden" der Büroarbeitenden Mittelstandsunion völlig vergessen. Solche Arbeitsbedingungen sind beim Käffchen in der Runde abseits der Realitätswahrnehmung der Mittelstandsunion. Geht mal in die Pflege eine Woche Praktikum machen und denkt erneut nach über Eure Worte.
Kommentar 25: Tristan schreibt am 26.01.2026, 13:22 Uhr :
Wir sind gerade in der KITA und Tagespflege Suche. Lieber Herr Merz, anstatt "Sound Bite" Politik um von den waren Problemen abzulenken zu betreiben, wie wäre es denn wenn Sie, vor allem Frauen, helfen auch wieder 100% arbeiten zu können. Wir Männer sind aber auch davon betroffen!! In den 80ern konnte man mit einem Haushaltseinkommen auskommen, jetzt müssen zwei Partner arbeiten, um sich Miete oder ein Immobiliendarlehen leisten zu können. Dann zahlt man viel Geld für den Kindergarten, damit man arbeiten darf und die Politiker kommen mit so einem absoluten "Bullshit". Zeigt wie sehr Sie nicht mehr in der waren Welt leben, in dem Normalsterbliche mittel-und gut Verdiener leben. Dann noch die Hebammen Krise und die CDU denkt nur an die Supereichen und die Rentner, dann wäre es doch gut, wenn die Superreichen auch die 50% der anderen Wähler mit Steuerabgaben mit versorgen. Vielleicht gibt es dann auch keine Marode Infrastruktur, weil man sie kaputt gespart hat. Sehr peinlich!
Kommentar 24: SoziGM1970 schreibt am 26.01.2026, 13:01 Uhr :
Wieder ein unüberlegtes Konzept der Regierung. Wir haben z.B. in Krankenhaus Vorgaben, wie der Stellenanteil auf jeweiligen Station aussieht. Da kann ich nicht eben aufstocken, ebenso würde der AG sich nicht freuen noch mehr Geld auszugeben. Ich habe meinen Stellenanteil reduziert, aber die Arbeit ist gleich geblieben. Ich fand den Vorschlag schlau die Familienversicherung zu nivelleren.
Kommentar 23: Friedrich schreibt am 26.01.2026, 12:33 Uhr :
"Lifestyle-Teilzeit" ganz schlechter Begriff. Gibt der Markt es eigentlich her das die wieder in Vollzeit gehen? Widerspruch zu den Arbeitslosenzahlen der ganzen Jahre. Der Bundestag macht es doch vor sind ja auch nie vollzählig ausser wenn passend ein "Hamelsprung" möglich ist. Bei soviel Alimente arbeiten die noch in ihren Job anstatt sich um ihr Mandat zu kümmern. Ich musste als pflegende Person auf 30Std. reduzieren weil der Gesetzgeber es so vorschreibt wenn die Kk in meine Rente zahlen will. Was das ausmacht ist nicht klar erst wenn Regelaltersrente. Ob diese Erhöhung es ausgleicht wo ich auf 25% Lohn verzichtet habe? Dann sollen wir länger arbeiten aber keiner sagt wieviel Jahre! Ich konnte jetzt nach 48,5 Jahren mit 64/4 gehen bei 40Wstd, wo zusätzlich noch weit über 500 Sa und So dazukommen. Was heist eigentlich Fachkräftemangel wegen Babyboomer? Da wird eigentlich keine Jahreszahl erwähnt wie wäre es mit 1951-1969.
Antwort von Da.Roedag , geschrieben am 26.01.2026, 14:31 Uhr :
Pflege-Rentenpunkte werden grundsätzlich bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze durch die Pflegekasse erworben und fließen mit dem Rentenbeginn (auch bei vorzeitigem Renteneintritt) in die Rentenberechnung ein.
Kommentar 22: Unsinn schreibt am 26.01.2026, 12:16 Uhr :
Politiker, die vorsätzlich mit solch einem Unsinn der Gesellschaft schaden, müssen dringend rechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Aber leider sind Politiker auch die Vorgesetzten von Staatsanwälten und Richtern, so dass diese sich nicht trauen, kriminelle Politiker zu verfolgen.
Kommentar 21: DExit schreibt am 26.01.2026, 10:26 Uhr :
Arbeitskraft kann man in anderen EU-Ländern einfacher und billiger einkaufen. Entweder passen wir uns niedrigeren Standards an oder verlassen die EU. Teilzeit oder nicht ist jetzt bestimmt nicht der ganz große Treiber für Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland. In den meisten fällen wird man das auch mit guten Willen beiderseits regeln können. Aber manchmal reicht ein Tropfen der das Fass zum überlaufen bringt. Auch bei Detailfragen muss man das Ganze im Hinterkopf behalten und der Wirtschaftsstandort Deutschland wackelt bedenklich.
Kommentar 20: Simon schreibt am 26.01.2026, 10:21 Uhr :
Richtig lustig - wenn mir das Recht auf Teilzeit genommen wird arbeite ich einfach gar nicht mehr. Und ich geh sehr gerne arbeiten, werde extrem gut bezahlt und mein Beruf ist systemrelevant. Viel Glück
Kommentar 19: Wanda schreibt am 26.01.2026, 10:21 Uhr :
Es war doch Jahrzehnte lang die Ideologie der Konservativen, dass Frauen Zuhause bei den Kindern ( oder auch ohne) bleiben sollen. Und jetzt plötzlich sind die die Faulen? Wer machte den Frauen denn die Vereinbarkeit von Beruf und Familie die ganze Zeit so schwer? Auch die Steuerpolitik geht in die Richtung ( Steuerklassen 3 und 5). Und nun geht es um den Erhalt des Wohlstands in Deutschland. Wessen Wohlstand denn? Es sind nicht die Arbeitnehmer, die sich einen Wohlstand erarbeiten können. Die Arbeitnehmer sollen den Wohlstand der Arbeitgeber sichern. Die Rechte der Arbeitnehmer werden immer mehr beschnitten und nun kommen auch noch Beschimpfungen dazu. Im übrigen, wenn ich von wenig Geld leben kann und möchte, dann sollte ich das auch tun dürfen.
Kommentar 18: Ehrenamtliche schreibt am 26.01.2026, 10:17 Uhr :
Ich finde das gar nicht gut, da es die Freiheit der Bürgerinnen und Bürger einschränkt, selbstbestimmt über das eigene Leben zu verfügen. Wo bleibt dann z.B. das Ehrenamt? Ist das auch nur eine Idee für die Tonne? Das ist ja wirklich eine großartige "Wertschätzung" gegenüber all denjenigen, die sich engagieren! Auch Kreativität braucht Freiheit! Es ist aus meiner Sicht viel wichtiger, den Bedarf an Arbeit deutlich zu machen und die Attraktivität von Berufen in den Vordergrund zu rücken. Dann will man auch in den Job!
Kommentar 17: Anonym schreibt am 26.01.2026, 10:07 Uhr :
Was ich nicht verstehe: Wieso schaut man nicht mal hin, wie viele Prozent der Teilzeitbeschäftigten freiwillig in Teilzeit arbeiten und wie viele würden gerne mehr arbeiten, aber der Arbeitgeber bietet es nicht an, mangels Geld, oder sie finden keine Vollzeitstelle. Wie viele Stellen werden von vornherein in Teilzeit ausgeschrieben? Im öffentlichen Dienst sehr beliebt, weil es Geld spart und Teilzeitkräfte (mit Studien belegt) effizienter arbeiten und produktiver sind. Ich wollte meine Teilzeitstelle gerne aufstocken, nicht möglich. Wenn von uns Arbeitnehmern gefordert wird Vollzeit zu arbeiten, wenn keine triftigen Gründe dagegen sprechen, sollten Arbeitgeber dazu verpflichtet werden volle Stellen anzubieten, bzw. eine Aufstockung der Stundenzahl zu ermöglichen. Ganz davon abgesehen, sollte es jeder/m selbst über lassen bleiben, wie viel seiner Lebenszeit er gegen Geld tauschen möchte
Kommentar 16: Dirk schreibt am 26.01.2026, 08:44 Uhr :
Naja, es gibt immer 2 Seiten. Und es gibt schon einige junge Erwachsene die noch bei den Eltern wohnen, und gerne weniger arbeiten möchten damit sie mehr vor dem PC oder Mobiltelefon verbringen können. Wo ich denke es fehlt ein wenig die Motivation für die Arbeit. Ich sehe und höre das leider im Betrieb immer öfter.
Kommentar 15: Tanja schreibt am 26.01.2026, 08:13 Uhr :
Damit zu drohen, das gesetzlich verankerte Recht auf Rückkehr in Vollzeit zurückzunehmen bei gleichzeitigem Fachkräftemangel ist ein wenig am Sinn vorbei... Diese Regierung kann es einfach nicht.
Kommentar 14: Maria schreibt am 26.01.2026, 08:02 Uhr :
Die Rechte und Ansprüche der Arbeitnehmer wurden in Deutschland in den letzten zwei Jahrzehnten derart ausgeweitet…. Kündigungsschutz, Mindestlohn, Recht auf Teilzeit, Elternzeit…Anspruch auf Ganztag, Anspruch ab 2 Jahren auf KITA, Bürgergeld, Wohngeld usw. Noch nie ging es den Arbeitnehmern und Menschen in Deutschland so gut wie jetzt, aber dieses „Geschreie“ aus der linken Ecke , das immer mehr fordert, geht’s noch? Es sollte der Unternehmer entscheiden was in seinem Unternehmen passiert! Er hat die Verantwortung und muss Planungssicherheit haben. Deutschland geht bergab, wenn wir nicht die Bremse ziehen, das verstehen einige in der CDU allmählich.
Antwort von Hajö , geschrieben am 26.01.2026, 11:42 Uhr :
Liebe Maria, wir haben einen sogenannten Generationsvertrag in unserem Sozialsystem - die Jungen zahlen für die Alten. Dazu muß es genügend junge Menschen geben und deshalb sind Elternzeit, KITA oder Ganztagsbetreuung ganz wichtig um Anreize zu schaffen fürs "Kinderbekommen". Und wo keine KITA, Ganztagsb. vorhanden können Frauen nur Teilzeit arbeiten - was die CDU ja abschaffen will. Sie vermischen da Dinge teilweise ganz grotesk. Wohngeld ist extrem wichtig, denn schon jetzt gibt es viele Menschen welche ohne Wohngeld trotz Vollzeit die Miete nicht mehr zahlen könnten. Das sind übrigens viele Mittelklassefamilien in den teuren Großstädten und keine "Lifestyle-Teilzeit-Kräfte". Und in München haben lt. Zeitung inzwischen Kliniken Probleme wegen der hohen Lebenshaltungskosten Krankenschwestern zu finden, da die sich mit mittlerem Gehalt die extremen Wohnkosten nicht mehr leisten können. Viele Sozialleistungen sind extrem notwendig für die Mittelklasse.
Kommentar 13: Hans schreibt am 26.01.2026, 07:20 Uhr :
Vielleicht sollte man auch mal die CDU und Teile der SPD abschaffen. Diese Legislaturperiode ist ja total spooky.
Kommentar 12: Nicole schreibt am 26.01.2026, 07:19 Uhr :
Guten Morgen WDR Redaktion, Meine Meinung dazu ist, dass dieser Teilzeit-Anspruch zugenommen hat, bei Arbeitskräften in öffentlichen Einrichtungen. Ich wohne nah von Ämtern und muss seit Corona feststellen, dass diese auch schon um halb 6 anfangen können und dementsprechend früh freihaben und auch in diesen Einrichtungen zunehmend, meist Frauen oft auch ohne Kinder und Pflegebedürftige . Da sollte man mal ansetzen. Warum können Beamte oder Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst die Genehmigung erhalten flexibel, wie sie gerade möchten zu arbeiten und gleichzeitig dahingehend nur noch geöffnet haben mit vorherigem Termin? Dies haben Ämter sich seit Corona an Recht genommen und führen es bis heute durch. Das muss diskutiert bzw. abgeschafft werden. Mit freundlichen Grüßen N. Scherer
Kommentar 11: Marc schreibt am 26.01.2026, 06:47 Uhr :
Es ist Aufgabe der Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen Vertrag auszuhandeln, der im Sinne beider Parteien ist. Niemand geht ohne Grund in Teilzeit und nimmt eine niedrigere Rente in Kauf. Aufgabe der Politik ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen.
Kommentar 10: Anna schreibt am 26.01.2026, 04:09 Uhr :
„Lifestyle“-Teilzeit als negativen Begriff zu verkaufen erinnert mich an die rechte Bubble die den Begriff „Woke“ als Abschätzung umgemünzt hat. Ich arbeite in einem psychisch sehr anstrengenden Job - wenn ich mich dann entscheide in 80% arbeiten zu wollen - und damit auch nur 80% meines Gehalts in Anspruch nehme - erwarte ich dass das in einem freien demokratischen Staat keinem weh tut und möglich ist. Und nein - nicht alle Frauen sehen Ehe und Kinder als ihr Lebensziel. Eine Unverschämtheit ist dieser Vorschlag.
Kommentar 9: Werktätiger schreibt am 26.01.2026, 00:38 Uhr :
Wenn Lifestyle bedeutet, dass ich mein Leben so führe, wie ich möchte, dann gehört natürlich auch dazu, dass ich so viel arbeite, wie ich möchte. Wenn die Union das ändern will, wird sie schon sehen, wie das „der Markt“ regelt. Übrigens genauso wie überzogene Anti-Homeoffice-Regeln.
Kommentar 8: M. schreibt am 25.01.2026, 22:10 Uhr :
Was sind denn das für Analysen? Müsste man statistisch hier nicht neben der bloßem Angabe zur Teilzeit noch weitere Daten mit auswerten? Wie viele Frauen, wie viele Männer arbeiten in Teilzeit? Wie ist es mit der Altersverteilung? Also welche Alterskohorte arbeitet denn aktuell in Teilzeit? Wie viele davon sind schwerbehindert (und können vielleicht gar nicht Vollzeit arbeiten)? Wer arbeitet mit welchen Jobs in Teilzeit? Reden wir über Auszubildende und Studenten oder Handwerker/Facharbeiter, Hilfskräfte ohne Ausbildung, Personen mit Hochschulabschluss? Wer arbeitet in Teilzeit in einem Job? Wer hat mehrere Jobs, die zusammen Vollzeit ergeben? Wer arbeitet mit befristetem Arbeitsvertrag und wer unbefristet? Wessen Teilzeit wurde mit Sachgrund befristet, wessen ohne? Usw. usw....? Seid wann zieht eine Regierungspartei aus einer einzigen Zahl ohne Analyse eine Schlussfolgerung und Förderung??? Wenn das auf diesem Niveau weiter geht, wird mir bald schlecht. Wenigstens der CDA sagt noch
Kommentar 7: Adler schreibt am 25.01.2026, 21:41 Uhr :
Teilzeit einerseits begrenzen wollen und andererseits massenhaft Minijobs anstatt regulärer Beschäftigung zu forcieren, wird weiter für prekäre Lebenslagen sorgen. So etwas können auch nur Teilzeit-Volksvertreter vorschlagen, deren Hauptbeschäftigung ein hybrider Krieg gegen den Sozialstaat ist. Sich bei demokratischen Wahlen als integre Politiker darstellen, sind nur 5% der Beschäftigung. Der Rest ist reine Lobbyarbeit. Auf die Agenda kommen aus diesen Gründen stets die Interessen, die dem Gemeinwohl ganz sicher nicht dienen. Die Folgen sind für die Gesellschaft insgesamt sehr schlimm: Demokratiegefährdung, Diskriminierungen und mehr Armut. Seriöse Politiker hingegen würden natürlich eine andere Agenda bringen. "Nazis" sitzen in den Parlamenten und werden immer noch zu Wahlen zugelassen. Anstatt sich für die Demokratie zu verwenden, macht die CDU Lobbypolitik. Diese Lobby hat offensichtlich auch ein Problem mit der Menschenwürde, sonst wäre AfD schon lange verboten!
Antwort von Anonym , geschrieben am 26.01.2026, 08:02 Uhr :
Die Menschen hier lassen das doch mit sich machen. Es war doch klar, dass die rechten Politiker so agieren würden. Arbeitnehmer sind faul. Da schließen Arbeitgeber von sich auf andere. Warum sollte sonst die Wirtschaft hier so schwächeln? Es liegt in den Händen der Arbeitgeber. Was haben sie denn bisher geleistet, um ihre Produktivität zu steigern? Sie jammern die ganze Zeit über Gesetze, mangelnde staatliche Subventionen und Arbeitnehmer. Nur selbst mal das Ruder in die Hand nehmen das eigene Tun kritisch hinterfragen, damit sind sie einfach überfordert. Vielleicht sollte man mal die Managerriege und ihre Lobbyisten austauschen. Sie haben schlicht und ergreifend versagt. Unternehmerischer Erfindungsreichtum, Innovation, Forschung - wenig davon ist bei Deutschen Unternehmen noch zu finden. Aber Schuld haben immer die anderen.
Kommentar 6: Hajö schreibt am 25.01.2026, 20:58 Uhr :
Also ich weiß nicht so genau was die CDU mit dem Begriff "Lifestyle" Teilzeit meint? Dieser Begriff polarisiert außerordentlich und trägt nicht zu einer sachlichen Debatte bei. Die allermeisten Teilzeitkräfte sind wegen Kindererziehung und Pflege in Teilzeit oder schaffen aus gesundheitlichen Gründen einfach nicht mehr volle 40 Stunden. Im Grunde dürfte die Abschaffung bei den wenigen wirklichen "Lifestyle" Teilzeit Arbeitenden kaum etwas ändern. Um mit Teilzeit finanziell über die Runden zu kommen, muß man sehr gut verdienen und damit gut qualifiziert sein. Solche Leute würden sich einfach einen neuen Job suchen wenn der bisherige Arbeitgeber keine Teilzeit anbieten will. Das ist eine Diskussion mit politischen "Kampfparolen" die dem gesellschaftlichen Frieden schadet. Die Mittelstandsunion zeigt mit dieser Politparole ihr wahres Gesicht. Als nächstes kommt "Wer mit 40 Std/Woche nicht genug verdient um ohne Wohngeld zu wohnen soll einfach 60 Std/Woche arbeiten".
Kommentar 5: Picobyte schreibt am 25.01.2026, 20:16 Uhr :
Beschämend. Besonders widerlich finde ich die Einlassungen von KBV-Chef Gassens. Bekommt selbst, finanziert durch die GKVen, pro jahr 500.000 Euro in den Hintern gesteckt und schimpft dann, dass Menschen, die freiwillig weniger arbeiten, um mehr Freizeit zu haben, weniger in die Sozialsysteme einzahlen, aber die vollen Leistungen beziehen. Dies ist zum einen glatt gelogen, wenn es um Arbeitslosen- und Rentenversicherung geht. Und zum anderen völlig haltlos, weil jemand, der Teilzeit arbeitet, unter Umständen immer noch mehr GKV-Beitrag zahlt als ein Vollzeit-Niedrigverdiener. Will Gassen nun entscheiden, wieviel Arbeitsleistung jeder abzuliefern hat? Zwangsarbeit 2.0? Gassen kann nur eins: die Pfründe der Ärzte schützen, und zwar in erster Linie die der teuren Fachärzte.
Kommentar 4: Sabine schreibt am 25.01.2026, 20:15 Uhr :
Mit 60 Jahren und einem nicht nur körperlich anstrengenden Beruf werde ich ganz bestimmt nicht mehr als 30 Stunden Wochenarbeitszeit bewältigen können. Hinzu kommen gesundheitliche Belastungen/Erkrankungen. Es ist eine Frechheit, wenn gut situierte Politiker solche Äußerungen machen! Zum anderen: Steuerklasse 1 ist derartig hoch mit Abgaben (auch und selbstverständlich profitiert davon die Allgemeinheit und der Staat) belastet, dass sich Vollzeitarbeit schlichtweg finanziell nicht auszahlt!
Kommentar 3: Manuela schreibt am 25.01.2026, 20:03 Uhr :
Die sollen erstmal die Millionen arbeitslosen zum Arbeiten bringen. Warum immer Rentner und Teilzeitarbeiter.
Kommentar 2: Klink schreibt am 25.01.2026, 19:38 Uhr :
CDU? Ab-wäh-len!
Kommentar 1: Axel schreibt am 25.01.2026, 18:59 Uhr :
Lifestyle-Teilzeit? Das klingt sehr arrogant. Wer weniger arbeitet, verdient bekanntlich auch weniger.