Michael Lohse präsentiert Meisterwerke der klassischen Musik WDR 3 Meisterstücke

Eine unterhaltsame Reise durch das faszinierende Universum der klassischen Musik - für Liebhaber:innen und Neueinsteiger:innen. Michael Lohse und sein Team erzählen die Geschichten hinter den Meisterwerken: Pointen, Fakten, Hintergründe.

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Chopin: Sonate b-Moll – der berühmteste Trauermarsch der Welt

Chopin: Sonate b-Moll – der berühmteste Trauermarsch der Welt WDR 3 Meisterstücke 21.06.2026 13:09 Min. Verfügbar bis 31.05.2037 WDR 3

Kennedy, Churchill, Tito: Chopins Trauermarsch ist der Soundtrack für Staatsbegräbnisse. Dabei ist dieser Welthit nur die Single-Auskopplung einer Klaviersonate – rätselhaft, düster und alles andere als harmlos.

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Ein einziger Ton, ein gravitätischer Rhythmus – mehr braucht Chopin nicht, um einen ganzen Trauerzug in Bewegung zu setzen. Sein berühmter „Marche funèbre“ ist aber nur das Zentrum der b-Moll-Sonate op. 35. Um ihn herum baut Chopin ein düsteres Klavierdrama voller scharfer Kontraste: fiebrige Unruhe, tröstende Erinnerungen, erstarrter Schmerz – und am Ende fegt ein gespenstisches Mini-Finale vorbei, über das selbst Robert Schumann nur rätseln kann: „einer Sphinx gleich mit spöttischem Lächeln“. 

Wenn dir die Musik von Frédéric Chopin gefällt, solltest du unbedingt auch seine 24 Préludes op. 28 hören – mit dem berühmten „Regentropfen-Prélude“. Oder Beethovens „Pathétique“, an deren dramatischen Beginn Chopin in seiner b-Moll-Sonate anknüpft. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. 

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Frédéric Chopin
Sonate b-Moll op. 35
Andrei Gavrilov (Klavier)

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Ferdinand Ries: Sinfonie Nr. 7 – Beethovens produktiver Sekretär

Ferdinand Ries: Sinfonie Nr. 7 – Beethovens produktiver Sekretär WDR 3 Meisterstücke 14.06.2026 13:23 Min. Verfügbar bis 24.05.2037 WDR 3

Ein Leben im Schatten Beethovens: Ferdinand Ries war Schüler, Sekretär und Biograf des Genies. Aber seine 7. Sinfonie klingt nicht nach Fußnote – sondern nach einem Komponisten, der endlich selbst gehört werden will.

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Ferdinand Ries erledigt Botengänge für Beethoven, kopiert Noten und schreibt später an dessen Biografie mit. Kein Wunder, dass seine eigene Musik lange im Schatten des übermächtigen Lehrers steht. Dabei ist Ries ein brillanter Kopf: Pianist, Kosmopolit, Vielschreiber. In seiner 7. Sinfonie bündelt er all das – Beethovens Energie, Schuberts Farben, romantische Unruhe und Melodien, die sofort hängen bleiben. Das Verrückte: Zu Ries’ Lebzeiten wird das Werk vermutlich nie aufgeführt. Erst 2004 erscheint die Sinfonie im Druck.

Wenn dir die Musik von Ferdinand Ries gefällt, solltest du unbedingt Beethovens 7. Sinfonie oder Schuberts „Große“ C-Dur-Sinfonie hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Ferdinand Ries
Sinfonie Nr. 7 a-Moll op. 181
Tapiola Sinfonietta, Janne Nisonen (Ltg.)
(Ondine)

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Autor: Christoph Vratz
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Mahler: Sinfonie Nr. 9 – Abgesang vor Alpenkulisse

Mahler: Sinfonie Nr. 9 – Abgesang vor Alpenkulisse WDR 3 Meisterstücke 07.06.2026 13:26 Min. Verfügbar bis 06.06.2036 WDR 3

Ein Bauernhaus in Toblach, eine zugige Holzhütte – und Musik an der Grenze zum Unendlichen: Mahlers 9. Sinfonie klingt wie ein Abschied, aber auch wie ein letzter großer Liebesbrief an die Welt.

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Im Sommer 1909 zieht sich Gustav Mahler nach Toblach in den Dolomiten zurück. Nach etwa einem halben Jahr ist seine 9. Sinfonie fertig – ein Werk zwischen Naturerlebnis, Todesahnung und Aufbruch in die Moderne. Mahler komponiert wie besessen, löst vertraute Formen auf und wagt das Unerhörte: eine Sinfonie, die nicht triumphiert, sondern im Nichts verklingt. Für viele wird sie zum Testament des Komponisten. Mahler selbst spricht dagegen von einer „Bereicherung meiner kleinen Familie“. Nur ein Jahr später ist er tot … 

Wenn dir die Musik von Gustav Mahler gefällt, solltest du unbedingt auch sein „Lied von der Erde“ hören. Das Werk entsteht unmittelbar vor der 9. Sinfonie, umkreist ähnliche Themen und gilt vielen als ihr geistiger Vorläufer. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 9
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Mariss Jansons (Ltg.)
BR Klassik 

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Max Bruch: Violinkonzert – Gänsehaut in g-Moll

Max Bruch: Violinkonzert – Gänsehaut in g-Moll WDR 3 Meisterstücke 31.05.2026 13:05 Min. Verfügbar bis 10.05.2037 WDR 3

One-Hit-Wonder der Klassik: Max Bruch schreibt mit seinem ersten Violinkonzert einen Welterfolg – und leidet den Rest seines Lebens darunter. Denn das Publikum will immer nur dieses eine Stück hören.

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Max Bruch ist Anfang 30, als ihm mit seinem Violinkonzert ein Volltreffer gelingt. Gemeinsam mit Star-Geiger Joseph Joachim feilt er jahrelang an dem Werk – heraus kommt ein Konzert voller Weltschmerz, großer Melodien und virtuoser Brillanz. Das Publikum ist begeistert, Bruch dagegen zunehmend genervt: „Ich kann dieses Konzert nicht mehr hören“, schimpft er später. Dabei schreibt er noch zwei weitere Violinkonzerte und jede Menge andere Musik. Doch gegen seinen Superhit kommt er nie mehr an.

Wenn dir das Violinkonzert von Max Bruch gefällt, solltest du unbedingt auch Felix Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert e-Moll hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Max Bruch, Violinkonzert Nr. 1 g-moll, op 26
Jascha Heifetz (Violine), The New Symphony Orchestra of London, Sir Malcom Sargent (Dirigent)

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Claude Debussy: Clair de Lune – magischer Mond über Bergamo

Claude Debussy: Clair de Lune – magischer Mond über Bergamo WDR 3 Meisterstücke 24.05.2026 13:02 Min. Verfügbar bis 03.05.2037 WDR 3

Mondschein mit Ohrwurm-Garantie: Claude Debussys „Clair de Lune“ gehört zu den berühmtesten Klavierstücken der Welt. Dabei vergessen wir schnell, dass der Mond nur ein Teil einer viel größeren Klanglandschaft ist.

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Claude Debussy sucht Ende des 19. Jahrhunderts nach einem neuen Klang – und findet ihn zwischen javanischen Gamelan-Ensembles, französischem Barock und symbolistischer Dichtung. Aus diesen Einflüssen entsteht die „Suite bergamasque“ mit ihrem berühmten dritten Satz „Clair de Lune“. Debussy lässt Harmonien schweben und verwischt das Taktgefühl. Der Mondschein wird zum Evergreen – und überstrahlt den Rest der Suite fast vollständig.

Wenn dir die Musik von Claude Debussy gefällt, solltest du unbedingt auch seine sinfonischen Skizzen „La Mer“ hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Claude Debussy, Suite bergamasque 
Philippe Cassard (Klavier)

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Autor: Dominik Mercks
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Johann Sebastian Bach: Englische Suiten - Tanzende Tasten

Johann Sebastian Bach: Englische Suiten - Tanzende Tasten WDR 3 Meisterstücke 17.05.2026 13:04 Min. Verfügbar bis 26.04.2037 WDR 3

„Germany, twelve points!“ Europa wächst musikalisch schon lange vor dem ESC zusammen. Johann Sebastian Bach macht in seinen „Englischen Suiten“ aus französischen, italienischen und deutschen Einflüssen ein barockes Feuerwerk.

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Warum Johann Sebastian Bachs „Englische Suiten“ englisch heißen, ist bis heute nicht ganz geklärt. Wahrscheinlich komponiert Bach sie für einen „vornehmen Engländer“, von dem später der erste Bach-Biograf berichtet. Sicher ist dagegen: Bach treibt die Kunst des Cembalos darin auf die Spitze. Allemande, Courante, Sarabande oder Gigue – Bach sammelt Tänze aus ganz Europa und macht daraus sechs hochvirtuose Suiten voller Kontraste. Und mitten in diesem barocken Sixpack versteckt Bach sogar seine eigenen Initialen.

Wenn dir die Musik von Johann Sebastian Bach gefällt, solltest du unbedingt auch seine Brandenburgischen Konzerte hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Johann Sebastian Bach
Englische Suiten Nr. 1-6
András Schiff (Klavier)
(Decca)

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Peter Tschaikowsky: Pathétique - Requiem auf sich selbst

Peter Tschaikowsky: Pathétique - Requiem auf sich selbst WDR 3 Meisterstücke 10.05.2026 13:17 Min. Verfügbar bis 19.04.2037 WDR 3

Hat Tschaikowsky mit seiner 6. Symphonie seinen eigenen Nachruf komponiert? Die „Pathétique“ klingt wie ein musikalisches Requiem – und nur neun Tage nach der Uraufführung ist der Komponist tot.

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Tschaikowsky liebt seine 6. Symphonie „wie nie zuvor“ – und plant sie als Abschlusswerk seines Schaffens. Das Publikum muss sich bei der Uraufführung auf eine Überdosis Melancholie einstellen. Tschaikowsky durchzieht die Sätze mit Seufzermotiven und Todesahnungen. Die Musiker rätseln: „Was haben Sie nur getan?! Das ist doch ein Requiem, ein richtiges Requiem!“ Und tatsächlich: Kurz nach der Uraufführung 1893 stirbt Tschaikowsky überraschend an Cholera. Seitdem ranken sich Mythen um das Werk: musikalischer Abschiedsbrief, verschlüsseltes Bekenntnis oder doch nur tragischer Zufall?

Wenn dir die „Pathétique“ von Peter Tschaikowsky gefällt, dann bist du jetzt bereit für seine längste Sinfonie: die Manfred-Sinfonie. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Peter Tschaikowsky, Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 „Pathétique“
New York Philharmonic, Leonard Bernstein (Ltg.)
(Deutsche Grammophon)

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Franz Lehár: Das Land des Lächelns - Herzschmerz auf chinesisch

Franz Lehár: Das Land des Lächelns - Herzschmerz auf chinesisch WDR 3 Meisterstücke 03.05.2026 13:18 Min. Verfügbar bis 12.04.2037 WDR 3

Dieser Welthit überstrahlt alles: „Dein ist mein ganzes Herz“. Doch hinter der Arie steckt mehr als Operettenkitsch – Lehár erzählt von gescheiterter Liebe und einer Welt, die aus den Fugen gerät.

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Nick-Martin Sternitzke Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Das Happy End ist aus der Mode gekommen. Da muss sich auch Operetten-Komponist Franz Lehár etwas Neues einfallen lassen, um die Massen ins Theater zu locken. Seine neuen Erfolgszutaten: ein exotischer Schauplatz, eine tragische Liebesgeschichte ohne Happy End und ein opernhafter Sound, der stellenweise an Puccini erinnert. Lisa und der chinesische Prinz Sou-Chong finden nicht zusammen, sie scheitern an kulturellen Grenzen. Uraufgeführt 1929, spiegelt das Werk eine Zeit im Umbruch – zwischen Welterfolg, Krise und politischer Katastrophe …
 
Wenn du noch mehr Operetten entdecken willst, solltest du unbedingt auch Lehárs „Die lustige Witwe“ oder Johann Strauß’ „Die Fledermaus“ hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in ARD Sounds.
 
In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Franz Lehár, Das Land des Lächelns
Camilla Nylund (Lisa), Julia Bauer (Mi), Piotr Beczala (Prinz Sou-Chong), Alexander Kaimbacher (Graf Gustav von Pottenstein), Alfred Berg (Graf Lichtenfels), Theodor Weimer (Diener), Chor des Bayerischen Rundfunks, Münchner Rundfunkorchester, Ulf Schirmer (Ltg.)
(cpo)
 
Höre dir hier das Album an:

Und hier kannst du die Original-Version von „Dein ist mein ganzes Herz“ mit dem legendären Tenor Richard Tauber anhören.

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Mozart: Sonata facile – für Profis zu schwer

Mozart: Sonata facile – für Profis zu schwer WDR 3 Meisterstücke 26.04.2026 13:04 Min. Verfügbar bis 05.04.2037 WDR 3

Tapetenwechsel für den Kopf: Mozart komponiert seine C-Dur-Klaviersonate in einer Zeit des Umbruchs. Sie ist ein Meisterwerk der musikalischen Ökonomie und eine Herausforderung - selbst für Profis!

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Wien, 1788. Mozart muss sich neu aufstellen. Sein Vater ist gestorben, die Beziehung zu seiner Schwester Nannerl abgekühlt. Damit die Ideen wieder aus ihm heraussprudeln, kündigt er seine Wiener Stadtwohnung und zieht in die Vorstadt: Hier hat er mehr Muße zum Arbeiten. Der Tapetenwechsel zahlt sich aus, Mozart ist produktiv wie lange nicht. Er komponiert die C-Dur-Klaviersonate – maximal ökonomisch, keine Note ist überflüssig. Wie Mozart hier den Prototypen einer Klaviersonate entwirft, erklärt Michael Lohse in dieser Folge.

Wenn dir die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart gefällt, solltest du unbedingt auch seine Sonate A-Dur KV 331 mit dem berühmten „Türkischen Marsch“ oder seine Opern „Die Zauberflöte“ und „Le nozze di Figaro“ hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch bei ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Wolfgang Amadeus Mozart
Klaviersonate C-Dur KV 545
Maria Joao Pires (Klavier)
[Deutsche Grammophon]

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Die Version der Swingle Singers findest du hier.

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Giacomo Puccini: Turandot – Traumatisierte Prinzessin

Giacomo Puccini: Turandot – Traumatisierte Prinzessin WDR 3 Meisterstücke 19.04.2026 14:00 Min. Verfügbar bis 17.04.2036 WDR 3

Jahrelang ignoriert - dann der Triumph: 1849 feiert Louise Farrenc mit ihrer 3. Sinfonie in Paris einen Sensationserfolg. Und plötzlich kommt niemand mehr an ihr vorbei.

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Turandot rächt sich stellvertretend für ihre Vorfahrinnen, denen Mord und Vergewaltigung widerfahren sind. Dass schließlich ein fremder Prinz alle Rätsel löst und ihr Herz erweicht, ist zwar ein märchentauglicher Schluss, aber psychologisch kaum motiviert. Der Komponist Giacomo Puccini erkennt das Problem und lässt seine Librettisten immer wieder am Textbuch feilen. Richtig zufrieden ist er nie – und stirbt schließlich, ohne den Schluss komponiert zu haben. Musikalisch hat Puccini jedoch alles aufgefahren, was er aus der italienischen Operntradition gelernt hat und was das 20. Jahrhundert zu bieten hat: schroffe Strawinsky-Akzente, schwebende Debussy-Klänge, monumentale Breitwand-Sounds und einen der größten Hits der Operngeschichte. Das sind beste Voraussetzungen für eine weltweite Erfolgsgeschichte, die auch 100 Jahre nach der Uraufführung nicht auserzählt ist.

Wenn dir die Musik von Giacomo Puccini gefällt, solltest du unbedingt seine Oper „La Bohème“ hören. – Du hast Lust auf noch mehr monumentale Oper? Dann höre dir Giuseppe Verdis „Aida“ an. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Giacomo Puccini, Turandot
Joan Sutherland (Turandot), Luciano Pavarotti (Calaf), Montserrat Caballé (Liù), Nikolaj Gjaurow (Timur), London Philharmonic Orchestra, John Alldis Choir, Wandsworth School Boy’s Choir, Zubin Mehta (Ltg.)
[Decca]

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Louise Farrenc: 3. Sinfonie - Feuer und Finesse

Louise Farrenc: 3. Sinfonie - Feuer und Finesse WDR 3 Meisterstücke 12.04.2026 13:34 Min. Verfügbar bis 09.04.2027 WDR 3

Jahrelang ignoriert – dann der Triumph: 1849 feiert Louise Farrenc mit ihrer 3. Sinfonie in Paris einen Sensationserfolg. Und plötzlich kommt niemand mehr an ihr vorbei.

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Louise Farrenc behauptet sich in einer von Männern dominierten Musikwelt – mit Können, das selbst Kritiker verstummen lässt. Schumann und Joachim fördern sie, doch das Pariser Spitzenorchester ignoriert sie lange. Erst 1849 wendet sich das Blatt: Die Uraufführung ihrer 3. Sinfonie wird ein Triumph. Farrenc überzeugt mit klassischer Form – und einer eigenen, sprühenden Musiksprache jenseits bloßer Beethoven-Nähe.

Wenn dir die Musik von Louise Farrenc gefällt und du noch mehr Komponistinnen aus dem 19. Jahrhundert kennenlernen möchtest, solltest du unbedingt Fanny Mendelsohns Ostersonate oder Clara Schumanns Klaviertrio hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Louise Farrenc, Sinfonie Nr. 3 g-Moll
Insula Orchestra, Laurence Equilbey (Ltg.)
Erato

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Ludwig van Beethoven: Missa solemnis – sein größtes Werk

Ludwig van Beethoven: Missa solemnis – sein größtes Werk WDR 3 Meisterstücke 05.04.2026 13:22 Min. Verfügbar bis 02.04.2027 WDR 3

Missa solemnis heißt wörtlich „feierliche Messe“. Doch Beethoven macht aus seiner Messe mehr als Kirchenmusik: ein gewaltiges Werk zwischen Andacht und Zweifel – Krieg und Frieden.

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Beethoven lässt es in seiner Missa Solemnis krachen: Militärfanfaren, Schlachtenlärm, grausame Wirklichkeit. Im letzten Satz weicht das Getöse einer Friedensbotschaft: „Bitte um äußeren und inneren Frieden“, notiert Beethoven über die Noten. Mehr als vier Jahre ringt er mit der Komposition, fertigt mehr Skizzen an als je zuvor. „Er sah aus, als habe er soeben einen Kampf auf Leben und Tod bestanden“, beobachtet Beethovens Assistent. Was treibt den Komponisten an?

Wenn dir die Musik von Ludwig van Beethoven gefällt, solltest du unbedingt seine Frühlingssonate oder die Pastorale hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Ludwig van Beethoven, Missa Solemnis D-Dur Op. 123

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Leonard Bernstein: Candide – Voltaire am Broadway

Leonard Bernstein: Candide – Voltaire am Broadway WDR 3 Meisterstücke 29.03.2026 12:48 Min. Verfügbar bis 26.03.2027 WDR 3

„Wir leben in der besten aller möglichen Welten“, lernt Candide von seinem Lehrer – bevor ihn Kriege und Naturkatastrophen um die Welt treiben. Ist das wirklich die beste aller Welten? Leonard Bernstein stellt diese Frage in seiner fetzigen Broadway-Operette „Candide“.

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Mit Ende dreißig arbeitet Bernstein an einem Musiktheater über die gesellschaftlichen Missstände seiner Zeit: Armut, Zensur, Migration und Verfolgung. Parallel entstehen „Candide“ und „West Side Story“ – zwei Werke, die musikalisch kaum gegensätzlicher sein könnten. Angesagte lateinamerikanische Modetänze und jazzige Synkopen speist Bernstein in seine „West Side Story“-Partitur ein und „Candide“ macht dagegen eine stilistische Rolle rückwärts Warum er dafür ausgerechnet die Form der Operette wählt und kein Musical komponiert, hat gute Gründe ...

Wenn dir die Musik von Leonard Bernstein gefällt, solltest du unbedingt auch seine Serenade nach Platons „Symposion“ hören. Du möchtest mehr Operetten entdecken? Dann wäre „Die lustige Witwe“ von Franz Lehár oder „Die Fledermaus“ von Johann Strauß Sohn auch etwas für dich. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Leonard Bernstein, Candide [1989]
Jerry Hadley, June Anderson, Christa Ludwig, Adolph Green, Nicolai Gedda, Della Jones, London Symphony Orchestra, Leonard Bernstein (Ltg.)
Deutsche Grammophon

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Host & Redaktion: Michael Lohse
Grafik: Marc Trompetter / WDR

Franz Schubert: Oktett D 803 – große Sinfonie für 8 Solisten

Franz Schubert: Oktett D 803 – große Sinfonie für 8 Solisten WDR 3 Meisterstücke 22.03.2026 13:21 Min. Verfügbar bis 19.03.2036 WDR 3

Was ist besser: das Original oder das Remake? Meistens natürlich das Original. Aber in diesem Fall ist Schuberts Remake von Beethovens Septett alles andere als eine uninspirierte Kopie – es ist furios.

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Ben Süverkrüp Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Schubert schreibt sein Oktett als Hommage an Beethovens populäres Septett und tritt damit zugleich in Konkurrenz zu seinem großen Vorbild. Das Wiener Publikum kennt die Vorlage genau, erkennt Zitate und wird immer wieder überrascht, wenn Schubert anders abbiegt: Er beginnt – frech – einen Ton höher als Beethoven und macht dann etwas ganz Eigenes daraus. Verehrung oder Kampfansage? Beides zugleich: Schubert verneigt sich vor Beethoven – und zeigt selbstbewusst, dass er in derselben Liga spielt.

Wenn dir die Musik von Franz Schubert gefällt, solltest du unbedingt seine 8. Sinfonie oder seine „Unvollendete“ hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Franz Schubert Oktett D 803
Gidon Kremer, Isabelle van Keulen, Tabea Zimmermann, David Geringas, Alois Bosch, Edurad Brunner, Radovan Vlatković, Klaus Thunemann
(Deutsche Grammophon)

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Autor: Ben Süverkrüp
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Bernard Herrman: Psycho - die bekannteste Filmmusik der Welt

Bernard Herrman: Psycho - die bekannteste Filmmusik der Welt WDR 3 Meisterstücke 15.03.2026 12:34 Min. Verfügbar bis 12.03.2036 WDR 3

Man duscht vorsichtiger, wenn man diesen Soundtrack gehört hat: Bernard Herrmann hat sich mit seinen messerscharfen Dissonanzen zum Hitchcock-Thriller „Psycho“ ins popkulturelle Gedächtnis gesägt.

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Michael Arntz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Gerade mal 45 Sekunden dauert die berühmte Duschmordszene und sie hat über 70 Schnitte. Auf Musik will Hitchcock verzichten. Herrmann legt es darauf an und komponiert doch etwas für diese Szene: Er schichtet Töne zu Clustern auf und lässt sie in extrem hoher Lage von den Streichern spielen. Hitchcock ist überzeugt – die Musik bleibt im Film. Herrmann und Hitchcock sind ein Dream-Team und wissen eben, worauf es in Sachen Hochspannung in Hollywood ankommt ...

Wenn dir die Musik von Bernard Herrmann gefällt, solltest du unbedingt auch die 4. Sinfonie seines Vorbilds und Freundes Charles Ives hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

Bernard Herrmann hat seine Filmmusik zu "Psycho" selbst dirigiert und mit dem National Philharmonic Orchestra aufgenommen. Höre dir hier das Album an.

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Autor: Michael Arntz
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Johannes Brahms: Klavierkonzert Nr. 2 - Sturm und Idylle

Johannes Brahms: Klavierkonzert Nr. 2 - Sturm und Idylle WDR 3 Meisterstücke 08.03.2026 13:08 Min. Verfügbar bis 05.03.2036 WDR 3

Ist das überhaupt ein Klavierkonzert? Ein Kritiker spottet: eher eine „Sinfonie mit obligatem Klavier“. Brahms’ 2. Klavierkonzert sprengt alle Erwartungen – monumentale 50 Minuten, sinfonische Wucht und ein Klavier, das manchmal lieber schweigt ...

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Zwischen Brahms’ erstem und seinem zweiten Klavierkonzert liegen zwanzig Jahre. 1878 gibt er sich einen Ruck, beginnt mit der Arbeit am 2. Klavierkonzert – und denkt größer denn je: über 50 Minuten Musik, fast eine Sinfonie mit Klavier. Das Soloinstrument brilliert nicht als Star, sondern als kluger Gesprächspartner des Orchesters. Die Kritiker überzeugt er bei der Uraufführung 1881 weniger, aber das Publikum ist auf seiner Seite und feiert das Konzert. Das lange Warten hat sich also ausgezahlt.

Wenn dir die Musik von Johannes Brahms gefällt, solltest du unbedingt sein Violinkonzert in D-Dur, sein Klavierquintett oder seine Ungarischen Tänze hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:

Johannes Brahms
Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur, Op. 83
Krystian Zimerman (Klavier), Wiener Philharmoniker, Leonard Bernstein (Ltg.)
Deutsche Grammophon (Label)
Höre dir hier das Album an.

Das Cello-Thema des langsamen Satzes muss eine tiefe Bedeutung für Brahms gehabt haben, denn er verwendet es später noch in anderen Werken. Folge einfach den Links, um dich selbst zu überzeugen:

Johannes Brahms
Immer leiser wird mein Schlummer
Jessye Norman (Gesang), Daniel Barenboim (Klavier)
Deutsche Grammophon (Label)

Johannes Brahms
Klarinettentrio Op. 114
Martin Fröst (Klarinette), Roland Pöntinen (Klavier), Torleif Thedéen (Cello)
BIS (Label)

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Enrique Granados: Goyescas – Goya auf dem Klavier

Enrique Granados: Goyescas – Goya auf dem Klavier WDR 3 Meisterstücke 01.03.2026 13:16 Min. Verfügbar bis 27.02.2036 WDR 3

Ohne die Goyescas von Enrique Granados gäbe es wahrscheinlich kein „Besame mucho“. Zumindest sollen die Melodien aus dem Klavierzyklus den eingängigen Schmachtfetzen inspiriert haben. Dabei steckt Granados Klaviermusik voller technischer Gemeinheiten.

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Das Gemeinste an den Goyescas ist: Sie hören sich gar nicht schwer an. Dabei komponiert Enrique Granados hier komplexer als je zuvor, schichtet drei Notensysteme übereinander und spickt seine Partitur mit Tempo- und Vortragsbezeichnungen – vom delikatesten Anschlag bis zum Kraftausbruch. Inspiriert haben ihn die Bilder von Francisco Goya, dem der Zyklus auch seinen Namen verdankt. Die Krönung: Aus den Klaviermelodien entsteht sogar eine Oper. Doch sie bringt Granados kein Glück. 1916 reist Granados zur Uraufführung nach New York – auf der Rückfahrt wird sein Schiff von einem deutschen U-Boot torpediert …

Wenn dir die Musik von Enrique Granados gefällt, solltest du unbedingt Isaac Albéniz Klavierzyklus „Iberia“ oder Manuel de Fallas „Nächte in spanischen Gärten“ hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Enrique Granados, Goyescas
Alicia de Larrocha
(Warner Classics)

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Bohuslav Martinu: 2. Violinkonzert – ein Tscheche im Exil

Bohuslav Martinu: 2. Violinkonzert – ein Tscheche im Exil WDR 3 Meisterstücke 22.02.2026 12:56 Min. Verfügbar bis 20.02.2036 WDR 3

Wir kennen das: Man wirft alles in die Waagschale für ein gemeinsames Projekt. Der Geiger Mischa Elman spielt um sein Leben – doch der Komponist Bohuslav Martinů bleibt ungerührt. Keine Regung, nur ein stiller Abgang. Ist der Traum vom eigenen Violinkonzert damit geplatzt?

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Mischa Elman, einer der gefeiertsten Geiger seiner Zeit, lädt Bohuslav Martinů ins Studio ein. Er hofft, dass ihm Martinů ein Violinkonzert auf den Leib schreibt. Also spielt er mit allem, was er hat. Martinů hört zu wie eine Sphinx: konzentriert, ungerührt, schweigend. Dann geht er und Elman hört wochenlang nichts.
Plötzlich taucht der Komponist wieder auf – mit einer fertigen Partitur. Und sie trifft den Geiger ins Herz. Das Orchester eröffnet mit gedämpfter Spannung, wie aus dem Halbdunkel heraus. Linien tasten sich vor, die Harmonik bleibt in der Schwebe. Wenn die Solovioline einsetzt, wirkt sie nicht wie eine Primadonna, sondern wie eine Suchende: lyrisch und zugleich brüchig, empfindsam, aber mit Widerstandskraft. Immer wieder kippt die Musik zwischen Innigkeit und nervöser Energie. Kein Virtuosenstück zum Vorzeigen – sondern ein Konzert, das unter der Oberfläche glüht ...

Wenn dir die Musik von Bohuslav Martinů gefällt, solltest du unbedingt weitere tschechische Komponisten wie Leoš Janáček (mit seiner Kreutzersonate) oder Antonín Dvořák (mit seiner Streicherserenade E-Dur) hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Bohuslav Martinů
Violinkonzert Nr. 2
Frank Peter Zimmermann (Violine)
Bamberger Symphoniker; Jakub Hrůša (Ltg.)
(BIS)

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Autor: Christoph Vratz
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Liszt: Études d'exécution transcendante - Todesart für Pianisten

Liszt: Études d'exécution transcendante - Todesart für Pianisten WDR 3 Meisterstücke 15.02.2026 13:16 Min. Verfügbar bis 13.02.2036 WDR 3

„Transzendentale Exekution“ klingt nach esoterischer Hinrichtung, ist bei Franz Liszt aber pure Klaviermagie: zwölf Stücke, die weniger die Finger dressieren als ganze Welten entfachen – zwischen Klangrausch, Nervenkitzel und Virtuosen-Wahnsinn.

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor & Host: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


„Études d'exécution transcendante“ sind eine Tour d’horizon des Klavierspiels, die Liszt jahrzehntelang nicht loslässt. Denn diese zwölf Stücke sind alles andere als ein Schnellschuss – er schreibt sie dreimal: als Teenager, als Virtuose, und 1851 in Weimar noch einmal neu. Mit einem Ohr hört Liszt der Klaviertradition zu, mit dem anderen sprengt er sie: majestätische Klanglandschaften zum Hineinfallen, musiksportliche Höchstleistungen am Rand des Möglichen – und harmonische Grenzgänge, die man bei einem Romantiker so nicht erwartet. Und er hat das Talent, ganze Literaturbrocken auf Etüden-Größe einzudampfen. Das macht er in „Mazeppa“: Wir hören, wie der ans Pferd gefesselte Held durch die Steppe rast, stürzt, überlebt – und sich als Aufsteiger mausert. Pures Klavierkino.

Wenn dir die Musik von Franz Liszt gefällt, solltest du unbedingt auch sein 1. Klavierkonzert oder die Sonate h-Moll hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Franz Liszt,
„Études d'exécution transcendante“
Daniil Trifonov
(Deutsche Grammophon)

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Autor & Host: Michael Lohse
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Giuseppe Verdi: Macbeth – Mörderpaar auf dem Königsthron

Giuseppe Verdi: Macbeth – Mörderpaar auf dem Königsthron WDR 3 Meisterstücke 08.02.2026 13:16 Min. Verfügbar bis 06.02.2036 WDR 3

Verdis Anti-Oper: „Macbeth“ hat keine Hits, keine Helden und erzählt keine Liebesgeschichte. Stattdessen folgen wir einem Polit-Promi-Paar, das seine Kinderlosigkeit mit Karriere kompensiert – und dabei über Leichen geht …

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Nick-Martin Sternitzke Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Gemeinsam mit seinen Librettisten dampft Verdi Shakespeares „Macbeth“ auf den dramatischen Kern ein. Das Ergebnis ist ein blutiger Opernthriller über maßlosen Ehrgeiz – garantiert nichts für schwache Nerven. Mit dem einen Ohr hört Verdi in die Tradition der italienischen Oper, in der strenge Formen einzuhalten sind. Mit dem anderen lauscht er in die Zukunft des psychologisch dichten Musikdramas. Taktweise klingt „Macbeth“ wie der Soundtrack eines Horrorfilms, den es noch gar nicht gibt: In der Partitur wimmelt es von geisterhaften Tremoli und jenen typischen Spannungsklängen, die in der Kirchenmusik als „Teufelsintervalle“ berüchtigt waren.

Wenn dir die Musik von Giuseppe Verdi gefällt, solltest du unbedingt auch seine Opern „La Traviata“ und „Rigoletto“ hören. Du hast Lust auf mehr Opernthriller? Dann wäre „Lucia di Lammermoor“ von Gaetano Donizetti auch etwas für dich. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Giuseppe Verdi, Macbeth
Shirley Verrett (Lady Macbeth), Piero Cappuccilli (Macbeth), Nicolai Ghiaurov (Banquo), Plácido Domingo (Macduff), Chor und Orchester der Mailänder Scala, Claudio Abbado (Ltg.)
(Deutsche Grammophon)

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Autor: Nick-Martin Sternitzke
Host & Redaktion: Michael Lohse
Grafik: Marc Trompetter / WDR

Franz Schubert: 8. Sinfonie – kleiner Mann mit langem Atem

Franz Schubert: 8. Sinfonie – kleiner Mann mit langem Atem WDR 3 Meisterstücke 01.02.2026 13:21 Min. Verfügbar bis 30.01.2036 WDR 3

Das Tor zur Romantik hat Schubert mit dieser Sinfonie weit aufgestoßen. Den Orchestermusikern geht bei so viel musikalischem Fortschritt jedoch die Puste aus: Sie führen nur zwei Sätze, also die Hälfte, vor Publikum auf …

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Schon in der ersten Orchesterprobe weigern sich die Musiker, „die zur Einübung nötigen Wiederholungen zu leisten“. Schubert ist zwanzig Jahre tot, als seine C-Dur-Sinfonie zum ersten Mal vollständig gespielt wird. Kein Wunder: Das ist kompromisslose Musik – eine der längsten Sinfonien, die je komponiert wurden, mit wuchtiger Besetzung. Wahrscheinlich ist Schubert von Beethovens Neunter beflügelt, die alle Register ihrer Zeit gezogen hat. Vielleicht geht er sogar noch weiter und befreit sich endgültig aus Beethovens Schatten.

Wenn dir die Musik von Franz Schubert gefällt, solltest du unbedingt auch seine „Unvollendete“ oder seine Arpeggione-Sonate hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Franz Schubert
Sinfonie Nr. 8 C-Dur D 944
Kammerorchester Basel
Heinz Holliger (Ltg.)
Sony (Label)

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Autor: Christoph Vratz
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Ravel: Klavierkonzert für die linke Hand - Karriere trotz Krieg

Ravel: Klavierkonzert für die linke Hand - Karriere trotz Krieg WDR 3 Meisterstücke 25.01.2026 12:56 Min. Verfügbar bis 23.01.2036 WDR 3

Fast wäre sein Traum geplatzt. Doch Paul Wittgenstein lässt sich nicht kleinkriegen, nur weil er im Krieg den rechten Arm verloren hat. Maurice Ravel schreibt ihm ein Klavierkonzert, das er – wortwörtlich – mit Links spielen kann ...

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Ben Süverkrüp Host & Redaktion: Michael Lohse


Paul Wittgenstein denkt nicht ans Aufgeben. Obwohl er im Ersten Weltkrieg seinen rechten Arm verliert, hält er an seiner Pianistenkarriere fest. Er trainiert die linke Hand und weil er nicht viele Stücke für die linke Hand findet, gibt er Kompositionen in Auftrag – auch bei Maurice Ravel. Der schreibt Wittgenstein ein Klavierkonzert, das sich gewaschen hat: jazzige Schärfe und höllisch schwere Solopassagen, die Ausdauer verlangen. „Wenn ich ohne Orchester hätte spielen wollen, hätte ich kein Klavierkonzert bestellt!“, schimpft Wittgenstein und knabbert am ungewöhnlich neuen Stil von Ravels Musik.

Wenn dir die Musik von Maurice Ravel gefällt, solltest du unbedingt auch seinen Boléro hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:

Maurice Ravel
Klavierkonzert für die linke Hand
Alicia de Larrocha (Klavier)
London Philharmonic Orchestra
Lawrence Foster (Ltg.)

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Autor: Ben Süverkrüp
Host & Redaktion: Michael Lohse
Grafik: Marc Trompetter / WDR

Peter Tschaikowsky: Der Nussknacker – Blumenwalzer und Zuckerfee

Peter Tschaikowsky: Der Nussknacker – Blumenwalzer und Zuckerfee WDR 3 Meisterstücke 18.01.2026 12:46 Min. Verfügbar bis 16.01.2036 WDR 3

Achtung: Zuckerschock?! – Wer glaubt, Tschaikowskys "Nussknacker"-Musik ist nur klebrig-süß, wird staunen: Der Komponist hat Motive und Tonarten in einem ausgeklügelten Plan vernetzt ...

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Tschaikowsky hadert. Die düster-romantische Vorlage von E.T.A. Hoffmann liegt ihm näher als die süßliche Bearbeitung von Alexandre Dumas. Doch der Choreograf will Zuckerguss – und der Komponist ringt damit, sogar im Traum. Gerade das Geheimnisvolle dieser weihnachtlichen Geschichte lässt ihn nicht los. Tschaikowsky ahnt, dass diese Stimmung einen neuen Klang braucht. Also lässt er heimlich ein damals völlig unbekanntes Instrument nach Russland bringen: die Celesta. Ihr silbriger Ton ist wie gemacht für Feen – und wird zur Sensation.

Wenn dir die Musik von Peter Tschaikowsky gefällt, solltest du unbedingt auch seine 5. Sinfonie oder sein 1. Klavierkonzert hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahmen:

Peter Tschaikowsky
Der Nussknacker, op. 71
Berliner Philharmoniker
Simon Rattle (Ltg.)
EMI (Label)

Peter Tschaikowsky
Der Nussknacker, op. 71 (Klavierfassung bearbeitet von Anton Arensky)
Mari Kodama (Klavier)
Momo Kodama (Klavier)

Höre dir hier das Album mit den Berliner Philharmonikern an.

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Beethoven: Streichquartett a-Moll op. 132 - Hauptsache gesund!

Beethoven: Streichquartett a-Moll op. 132 - Hauptsache gesund! WDR 3 Meisterstücke 11.01.2026 12:47 Min. Verfügbar bis 09.01.2036 WDR 3

Beethoven hört nichts mehr – und schreibt Musik, die persönlicher kaum sein könnte. Sein Streichquartett op. 132 entsteht in völliger Taubheit und zeigt: Für große Ideen braucht man kein Orchester.

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Das Streichquartett gilt als „Königsdisziplin der Instrumentalmusik“ – das klingt nach elitärem Ernstfall. Und ja: Beethovens spätes Streichquartett op. 132 ist sperrig und rätselhaft. Aber wer sich darauf einlässt, wird belohnt. Beethoven hört hier so intensiv in sich selbst hinein wie kaum je zuvor. Abgesehen von seiner Taubheit kämpft er immer wieder mit Krankheiten und weiß: Gesundheit ist das Wichtigste. Deshalb bildet der „Heilige Dankgesang eines Genesenen“ das Herzstück des Quartetts.
Zwei Geigen, Bratsche und Cello reichen aus für eine ganze Welt – und man vergisst schnell, dass kein Orchester spielt. Es muss nicht immer die volle Beethoven-Dröhnung sein ...

Wenn du mehr Lust auf Kammermusik und Streichquartette hast, solltest du unbedingt auch Beethovens Streichquartett Nr. 7 oder Janáčeks Streichquartett Nr. 1 hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Ludwig van Beethoven
Streichquartett a-Moll op. 132
Artemis Quartett
Virgin (Label)

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Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll – Hollywood dankt

Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll – Hollywood dankt WDR 3 Meisterstücke 04.01.2026 13:59 Min. Verfügbar bis 02.01.2036 WDR 3

Schreibblockaden können selbst Profis lange lähmen: Vier Jahre bringt Sergei Rachmaninoff keine Note aufs Papier. Erst als er sich professionelle Hilfe holt, schreibt er sein 2. Klavierkonzert – dank einer Hypnosetherapie.

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Die Therapie weckt nicht nur Rachmaninoffs Schaffensgeist – sie wirkt wie ein musikalischer Qualitätsbooster. „Erst jetzt scheint dieses Talent sich seiner inneren Kraft völlig bewusst“, lobt die Kritik. Schon der Beginn des 2. Klavierkonzerts klingt wie ein Blick ins Unterbewusstsein: Das Klavier tastet sich mit tiefen, schweren Akkorden voran, geheimnisvoll wie ferne Glockenschläge. Was danach passiert, hallt bis nach Hollywood: Rachmaninoff hat mit seinem Sound – ohne Absicht – die Steilvorlage für filmsinfonische „Emotion-Lotion“ geliefert ...

Wenn dir die Musik von Sergei Rachmaninoff gefällt, solltest du unbedingt seine 2. Sinfonie oder sein 3. Klavierkonzert in d-Moll hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Sergei Rachmaninoff: 2. Klavierkonzert c-Moll op. 18
Daniil Trifonov, Philadelphia Orchestra, Yannick Nézet-Séguin (Lt.)
Deutsche Grammophon 2018

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Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 104 - Hochform im Rentenalter

Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 104 - Hochform im Rentenalter WDR 3 Meisterstücke 28.12.2025 13:04 Min. Verfügbar bis 26.12.2035 WDR 3

200 Euro für ein Konzertticket? Popstarpreise, und die gab es schon vor 200 Jahren. Haydn war damals Europas Superstar – und startet selbst im Rentenalter noch einmal richtig durch, etwa mit seiner letzten und 104. Sinfonie ...

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Sich neu ordnen – das muss Joseph Haydn gezwungenermaßen, bevor er seine 104. Sinfonie komponiert. Nach dem Tod Nikolaus’ I. entlässt der neue Fürst die Hofmusiker und schickt Haydn in Frühpension. Doch Rückzug kommt für Haydn nicht infrage. Mit kribbelnder Aufbruchstimmung in der Brust macht er sich selbstständig und steuert London an – und dort entsteht seine letzte, triumphale 104. Sinfonie: voller Humor und überraschender musikalischer Wendungen.

Wenn dir die Musik von Joseph Haydn gefällt, solltest du unbedingt seine „Abschiedssinfonie” oder seine 101. Sinfonie „Die Uhr“ hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:

Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 104

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Heinrich Schütz: Weihnachtshistorie - Bibel trifft Oper

Heinrich Schütz: Weihnachtshistorie - Bibel trifft Oper WDR 3 Meisterstücke 21.12.2025 13:14 Min. Verfügbar bis 19.12.2035 WDR 3

Dieser Weihnachtshit sprengt jede Timeline: 300 Jahre älter als „White Christmas“, 150 Jahre vor „Stille Nacht“ und gut 70 Jahre vor Bachs Weihnachtsoratorium entstand Heinrich Schütz’ Weihnachtshistorie. Und für ein geistliches Werk steckt darin erstaunlich viel Opernwucht ...

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Ben Süverkrüp Host & Redaktion: Michael Lohse


Zweimal reist Heinrich Schütz nach Italien und entdeckt dort die Oper als Schule der Emotion. Die emotionalen Sologesänge zeigen ihm, wie Musik den Text Wort für Wort ausdeuten kann. In der Weihnachtshistorie perfektioniert Schütz dieses Prinzip: Mit scheinbar einfachen Wendungen von Dur nach Moll erzeugt er verblüffende dramatische Effekte und echte musikalische Plot-Twists. Auch wenn die Kirche der weltlichen Oper misstraut – ihr Handwerkskoffer erweist sich hier als erstaunlich nützlich.

Wenn dir die Musik von Heinrich Schütz gefällt, solltest du unbedingt sein Vokalwerk „Kleine geistliche Konzerte” hören. Wenn du mehr Musik für die Feiertage suchst, empfehlen wir Bachs Weihnachtsoratorium. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:

Heinrich Schütz
Historia der Geburt Christi (Weihnachtshistorie)
Kammerchor Stuttgart, Musica Fiata Köln, Barockorchester Stuttgart, Frieder Bernius (Ltg.)
Sony Classical

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Autor: Ben Süverkrüp
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Grafik: Marc Trompetter / WDR

Alban Berg: Wozzeck – Welterfolg wider Willen

Alban Berg: Wozzeck – Welterfolg wider Willen WDR 3 Meisterstücke 14.12.2025 13:20 Min. Verfügbar bis 12.12.2035 WDR 3

Berlin, 1925. Vor 100 Jahren geht „Wozzeck“ zum ersten Mal über die Bühne und der Jubel ist groß. Aber wenn etwas so viel Beifall bekommt, kann es nicht gut sein, findet der Komponist Alban Berg und verlässt enttäuscht die Premiere seiner Oper …

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Wozzeck ist Soldat und ganz unten angekommen. Unermüdlich schuftet er für die, die über ihm stehen, und verliert die Kontrolle über sein Leben. Psychotische Schübe zersetzen seine Persönlichkeit und sind schließlich eine Gefahr für seine Freundin Marie. Alban Berg hat für diese Handlung ein dichtes Netz aus Motiven und rhythmischen Figuren gesponnen, die die Opernfiguren in die klaustrophobische Enge treiben. Kein Wunder, dass sich Hitchcock-Komponist Bernard Herrmann von „Wozzeck“ zu seinem messerscharfen Streicher-Soundtrack für „Psycho“ inspirieren ließ ...

Wenn dir die Musik von Alban Berg gefällt, solltest du unbedingt sein Violinkonzert „Dem Andenken eines Engels” hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:

Alban Berg
Wozzeck
Walter Berry, Isabel Strauss, Fritz Uhl, Carl Doench, Orchestre & Choeur de L'Opera Paris, Pierre Boulez (Ltg.)

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Sergei Rachmaninoff: 2. Sinfonie - Eleganz und Melancholie

Sergei Rachmaninoff: 2. Sinfonie - Eleganz und Melancholie WDR 3 Meisterstücke 07.12.2025 13:10 Min. Verfügbar bis 05.12.2035 WDR 3

„Die schrecklichste Stunde meines Lebens“, erinnert sich Sergei Rachmaninoff an die misslungene Premiere seiner 1. Sinfonie. Mit dem Komponieren will er aufhören. Erst nach Jahren und einem Tapetenwechsel wagt er sich an seine 2. Sinfonie ...

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Der Schock über die katastrophale Uraufführung seiner 1. Sinfonie sitzt tief. Deshalb arbeitet Rachmaninoff heimlich an seiner 2. Sinfonie. Mittlerweile lebt der Komponist mit seiner Familie in Dresden und denkt im 1. Satz wehmütig an seine russische Heimat zurück. „Kitsch“ nennen das die Kritiker, doch eigentlich ist es tief empfundene Melancholie. Für Rachmaninoff gehört so etwas unbedingt in die eigene Musik: „Die Musik eines Komponisten sollte ausdrücken das Land seiner Geburt, seine Liebesaffären, seine Religion, die Bücher, die ihn beeinflussten, die Gemälde, die er liebt.“

Wenn dir die Musik von Sergei Rachmaninoff gefällt, solltest du unbedingt auch seine Rhapsodie über ein Thema von Paganini oder sein 3. Klavierkonzert hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:

Sergei Rachmaninoff
Sinfonie Nr. 2 e-Moll op.27
Royal Concertgebouw Orchestra
Mariss Jansons (Ltg.)
(Warner)

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Autor: Christoph Vratz
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Charles-Marie Widor: 5. Orgelsinfonie - Hochzeitsjubel made in Paris

Charles-Marie Widor: 5. Orgelsinfonie - Hochzeitsjubel made in Paris WDR 3 Meisterstücke 30.11.2025 13:24 Min. Verfügbar bis 28.11.2035 WDR 3

Mendelssohn und Wagner gehören zur Hochzeit wie der Reis vor die Kirche – und sind längst zu Ritual-Klischees erstarrt. Dabei gibt es eine originelle und überwältigende Alternative: Widors Orgelsinfonie!

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Charles-Marie Widor schreibt mehr Sinfonien als Beethoven – aber nicht fürs Orchester, sondern für die Orgel. In Paris, an der monumentalen Cavaillé-Coll-Orgel von Saint-Sulpice, entwickelt er die Orgelsinfonie zu einer eigenen Gattung und behandelt die Orgel wie ein Orchester: farbenreich und virtuos. Vor allem die Toccata aus der 5. Orgelsinfonie ist ein Knaller – nicht nur auf Hochzeiten ...

Wenn du Orgelmusik magst, solltest du unbedingt Toccata und Fuge d-Moll von Johann Sebastian Bach hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Charles-Marie Widor
Orgelsinfonie Nr. 5 f-moll op. 42, 1
Daniel Roth

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Autor: Christoph Vratz
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Bach: Air aus Suite Nr. 3 – Trost und Magie

Bach: Air aus Suite Nr. 3 – Trost und Magie WDR 3 Meisterstücke 23.11.2025 12:27 Min. Verfügbar bis 21.11.2035 WDR 3

Bloß eine Single-Auskopplung: Bachs „Air“ gehört in die Orchestersuite Nummer 3 und ist nur ein Satz unter mehreren. Aber: Wo sind die anderen Sätze? Und warum werden sie von der „Air“-Melodie in den Schatten gestellt?

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Dominik Mercks Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


„Die Musik meines Vaters hat höhere Absichten – sie soll nicht das Ohr füllen, sondern das Herz in Bewegung setzen“, schreibt Bachs Sohn Carl Philipp Emanuel. Und wie versetzt Bach das Herz in Bewegung? Zuerst gibt der Bass den Puls vor. Auf diesem Bass baut Bach ein Gerüst, in dem er komplexe Harmonien unterbringen kann. Das Ergebnis ist ein ständiger Wechsel aus Spannung und Entspannung. Und über allem gleitet die Melodie, mit der Bach Musikgeschichte geschrieben hat ...

Wenn dir die Musik von Johann Sebastian Bach gefällt, solltest du unbedingt seine Cello-Suiten oder seine Brandenburgischen Konzerte hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Johann Sebastian Bach
Suite Nr. 3 D-Dur BWV 1068, 3. Air
Amsterdam Baroque Orchestra
Ton Koopman (Ltg.)

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Autor: Dominik Mercks
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Franz Liszt: 1. Klavierkonzert – Tragik und Triangel

Franz Liszt: 1. Klavierkonzert – Tragik und Triangel WDR 3 Meisterstücke 16.11.2025 12:06 Min. Verfügbar bis 14.11.2035 WDR 3

„Das versteht ihr alle nicht“, denkt sich der Pianist Hans von Bülow, als er in Liszts Partitur blickt. Franz Liszt komponiert so kühn, dass die Kritik ihn zerreißen wird – und es ist ihm vollkommen egal.

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„Triangelkonzert“ schimpft ein Kritiker über Liszts erstes Klavierkonzert – nur weil der Triangel im dritten Satz einen glanzvollen Auftritt hat. Liszt weiß genau, wie sehr er damit provoziert, und genießt es. Schon im ersten Takt sprengt er die Konventionen: keine Routine, sondern ein einziger musikalischer Gedanke, der sich in immer neue Gestalten verwandelt – virtuos, trotzig, visionär.

Wenn dir die Musik von Franz Liszt gefällt, solltest du unbedingt seine „Ungarische Rhapsodie Nr. 2“ oder die h-Moll-Sonate hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Franz Liszt: Klavierkonzert Nr. 1 in Es-Dur
Gyorgy Cziffra, Orchestre National de la Radiodiffusion Française, Pierre Dervaux (Ltg.)

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Charles Gounod: Faust - Weltruhm mit deutschem Klassiker

Charles Gounod: Faust - Weltruhm mit deutschem Klassiker WDR 3 Meisterstücke 09.11.2025 12:59 Min. Verfügbar bis 07.11.2035 WDR 3

Musik zum „Faust“? Unmöglich, meint Goethe. Er kann nicht ahnen, dass knapp 30 Jahre nach seinem Tod Charles Gounod den Pakt mit dem Teufel eingehen – und damit Operngeschichte schreiben würde …

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Gounod stört sich nicht an Goethes Vorbehalten, der „Faust“ für zu düster, zu widersprüchlich, zu groß hält, um dem Stoff Musik zu verpassen. Gounod streicht den philosophischen Ballast, rückt Marguerite ins Zentrum und schreibt mit der „Juwelenarie“ oder dem Faust-Walzer Operngeschichte.

Wenn dir Oper auf Französisch gefällt, solltest du unbedingt auch Debussys „Pelléas et Mélisande“ oder Bizets „Carmen“ hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:

Charles Gounod: Faust
Nicolai Gedda (Tenor)
Victoria de los Angeles (Sopran)
Boris Christoff (Bass)
Chœur et Orchestre du Théâtre National de l'Opéra de Paris
André Cluytens (Ltg.)
EMI

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Autor: Christoph Vratz
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Brahms Klavierquintett op. 34 - Gipfel der Kammermusik

Brahms Klavierquintett op. 34 - Gipfel der Kammermusik WDR 3 Meisterstücke 02.11.2025 13:21 Min. Verfügbar bis 31.10.2035 WDR 3

Achtung, Dauerbaustelle: Brahms schreibt sein Klavierquintett erst für Streicher, dann für zwei Klaviere – und verwirft beides wieder. Warum ringt er so mit der Form?

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Ben Süverkrüp Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Wäre Brahms Architekt, würde er sein fertig gebautes Haus zweimal abreißen, bevor er zufrieden ist. Erst Stein, dann Holz – am Ende beides zusammen. So entsteht aus Streichquintett und Klavierduo das Klavierquintett op. 34. Brahms geht kompromisslos mit sich selbst um: Er feilt, bis Struktur und Ausdruck ein Gleichgewicht finden. Das Ergebnis macht jedes Hören zu einer Entdeckungsreise.

Wenn dir die Musik von Johannes Brahms gefällt, solltest du unbedingt sein Violinkonzert oder die Ungarischen Tänze hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Johannes Brahms
Klavierquintett op.34
Quartetto Italiano, Maurizio Pollini

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Autor: Ben Süverkrüp
Host & Redaktion: Michael Lohse
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Johann Strauß: An der schönen blauen Donau - Lebensfreude pur

Johann Strauß: An der schönen blauen Donau - Lebensfreude pur WDR 3 Meisterstücke 26.10.2025 13:02 Min. Verfügbar bis 24.10.2035 WDR 3

Seit der Weltausstellung in Paris 1867 erklingt dieser Walzer rund um den Globus – als musikalische Visitenkarte Wiens und fester Bestandteil jedes Neujahrskonzerts. Strauß trieft in diesem Walzer vor Ideen – aber nicht jede ist neu ...

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Dominik Mercks Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Johann Strauß ist ein Meister des Recyclings. Sämtliche zehn Melodien aus dem Donauwalzer sind an ältere Strauß-Melodien angelehnt – meistens ein bisschen verändert und variiert, aber eben auch nicht ganz neu. Gleich vier Melodien stammen aus dem Walzer „Wiener Chronik“. Genial recycelt und – erstaunlicherweise – zuerst als Stück für einen Männerchor gedacht ...

Wenn dir die Musik von Johann Strauß gefällt, solltest du unbedingt auch seine Operette „Die Fledermaus“ hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Johann Strauß
An der schönen blauen Donau
Wiener Philharmoniker
Karl Böhm (Ltg.)
Deutsche Grammophon

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Autor: Dominick Merks
Host & Redaktion: Michael Lohse
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Domenico Scarlatti: Klaviersonaten - Grenzgänger aus Neapel

Domenico Scarlatti: Klaviersonaten - Grenzgänger aus Neapel WDR 3 Meisterstücke 19.10.2025 13:07 Min. Verfügbar bis 17.10.2035 WDR 3

555 Sonaten! Domenico Scarlatti komponiert wie am Fließband. Eine seiner Sonaten funkelt ganz besonders wie ein barockes Tanzfest: spanische Rhythmen, wilde Harmonien – und das alles auf einem einzigen Cembalo!

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Murat Kayi Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Schon mit 17 Jahren komponiert Scarlatti seine erste Oper. Doch sein eigentliches Vermächtnis sind die Sonaten für Cembalo. Die meisten von ihnen sind handschriftlich überliefert, nur die ersten 42 erscheinen gedruckt – 1738/39, als der Komponist schon über 50 war. Bescheiden nennt er sie „Essercizi“ – Studien, dabei steckt in ihnen ein ganzer Lehrgang des Klavierspiels: virtuose Läufe, halsbrecherische Sprünge und rasante Triller ...

Wenn dir die Musik von Domenico Scarlatti gefällt, solltest du unbedingt auch die „Pièces de clavecin“ von Jean-Philippe Rameau hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Domenico Scarlatti, Sonaten
Kenneth Cooper (Cembalo)

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Autor: Murat Kayi
Host & Redaktion: Michael Lohse
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Ludwig van Beethoven: Violinkonzert - überirdisch schön

Ludwig van Beethoven: Violinkonzert - überirdisch schön WDR 3 Meisterstücke 12.10.2025 13:13 Min. Verfügbar bis 10.10.2035 WDR 3

Ein Musiker-Alptraum: Der Konzerttermin rückt näher, und es gibt so gut wie keine Proben. Dem Solisten von Beethovens Violinkonzert müssen die Schweißperlen auf der Stirn gestanden haben ...

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor & Host: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Franz Clement heißt der Solist der Uraufführung von Beethovens Violinkonzert – und sein Auftritt zündet. Glück gehabt! Denn das Werk ist ein Brocken: Schon der erste Satz dauert so lange wie ein ganzes Violinkonzert von Mozart. Beethoven hat kein typisches Virtuosenstück, sondern eine Symphonie mit Violine komponiert. Das Stück beginnt nicht einmal mit dem Soloinstrument – kein Platz also für Star-Allüren.

Wenn dir die Musik von Ludwig van Beethoven gefällt, solltest du unbedingt seine „Missa Solemnis“ oder seine 3. Symphonie (die „Eroica“) hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Ludwig van Beethoven: Violinkonzert D-dur, op 61 (für Violine und Orchester)
Gidon Kremer (Violine)
Neville Marriner (Ltg.)
Academy of St Martin in the Fields

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Rameau: Pièces de clavecin - der französische Bach

Rameau: Pièces de clavecin - der französische Bach WDR 3 Meisterstücke 05.10.2025 12:41 Min. Verfügbar bis 02.10.2035 WDR 3

Zyklopen, Musen, gackernde Hühner und schmetternde Vögel: In seinen „Pièces de clavecin“ lässt Jean-Philippe Rameau die Cembalo-Tasten zum Theater werden – voller Fantasie und technischer Raffinesse.

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Rameau ist einer der ersten Meister programmatischer Cembalomusik: Er lauscht seiner Umwelt bestimmte Muster ab und verwandelt sie in klingende Miniaturen. In den „Pièces de clavecin“ ahmt er das hastige Picken eines Huhns in halsbrecherischen Sechzehntelläufen nach oder formt kriegerische Vogelrufe zu musikalischen Signalen. Zwischen Virtuosität und Experiment wagt er harmonische Überraschungen, die schon auf die große Bühne verweisen: Diese Stücke sind ein entscheidender Schritt hin zu Rameaus Karriere als Opernkomponist.

Wenn dir die Musik von Jean-Philippe Rameau gefällt, solltest du unbedingt noch mehr französische Barockmusik hören – zum Beispiel das „Te Deum“ von Marc-Antoine Charpentier. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Jean-Philippe Rameau
Les Pièces de clavecin
Vikingur Ólafsson (Klavier)
Deutsche Grammophon

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Autor: Christoph Vratz
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Mieczysław Weinberg: 3. Sinfonie - Genie im Schatten

Mieczysław Weinberg: 3. Sinfonie - Genie im Schatten WDR 3 Meisterstücke 28.09.2025 13:18 Min. Verfügbar bis 26.09.2035 WDR 3

Mieczysław Weinberg verliert im Holocaust seine Familie, wird Komponist in der Sowjetunion – aber ohne großen Durchbruch. Erst nach seinem Tod wird seine Musik wieder entdeckt – auch die 3. Sinfonie.

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Weinberg landet als jüdischer Flüchtling in der Sowjetunion. Sein Freund Dimitri Schostakowitsch hilft ihm dabei, Fuß zu fassen. Jetzt kann sich Weinberg auf seine 3. Sinfonie konzentrieren. In dieser Musik lässt er Tradition und Folklore aufeinanderprallen und verarbeitet seine eigene Geschichte von Vertreibung und Ausgrenzung. Darüber zu schreiben, ist für Weinberg eine „moralische Pflicht“.

Wenn dir die Musik von Mieczysław Weinberg gefällt, solltest du unbedingt auch die Musik seines Freundes Schostakowitsch hören, z. B. die 8. Sinfonie. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Mieczysław Weinberg – Sinfonie Nr. 3 op. 45
City of Birmingham Symphony Orchestra
Mirga Gražinytė-Tyla (Ltg.)

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Felix Mendelssohn: Lieder ohne Worte - Poesie für Pianisten

Felix Mendelssohn: Lieder ohne Worte - Poesie für Pianisten WDR 3 Meisterstücke 21.09.2025 12:22 Min. Verfügbar bis 19.09.2035 WDR 3

Das Konzept ist genial und etwas für alle, die auf Gesang verzichten können: Mendelssohn schreibt Klavierstücke, so eingängig wie Arien – nur ohne den nervigen Gesang …

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Warum lässt Felix Mendelssohn den Gesang weg? „Es wird so viel über Musik gesprochen, und so wenig gesagt. Ich glaube überhaupt, die Worte reichen nicht hin dazu und fände ich, dass sie hinreichten, so würde ich am Ende gar keine Musik mehr machen.“ – Klare Sache: Mendelssohn misstraut der Sprache und ihrer Wirkung. Musik sagt mehr als tausend Worte ...

Wenn dir die Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy gefällt, solltest du unbedingt auch sein Violinkonzert e-Moll, op. 64 oder seinen „Sommernachtstraum“ hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Felix Mendelssohn-Bartholdy
Lieder ohne Worte
Michael Korstick (Klavier)
cpo

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Louise Farrenc: Klarinettentrio op. 44 - Kraft und Eleganz

Louise Farrenc: Klarinettentrio op. 44 - Kraft und Eleganz WDR 3 Meisterstücke 14.09.2025 13:01 Min. Verfügbar bis 12.09.2035 WDR 3

Ein Buchstabe macht den Unterschied: Wahrscheinlich wäre die Karriere der französischen Komponistin Louise Farrenc als Louis Farrenc steiler verlaufen. Doch als Frau kämpft Louise Farrenc gegen Windmühlen ...

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Aufs Pariser Konservatorium darf sie nicht, weil sie eine Frau ist. Louise Farrenc lässt sich aber nicht abhalten und erhält Privatunterricht von den angesagtesten Klavier-Virtuosen. Als erste Frau erhält sie eine volle Professur, glänzt als Pianistin und komponiert. Weil die Orchester aber kaum Sinfonien von Frauen aufführen wollen, lebt Farrenc ihre sinfonischen Ambitionen in der Kammermusik aus – zum Beispiel in ihrem Trio für Klarinette, Violoncello und Klavier. Das ist eine verkappte Sinfonie, nur eben für Trio ...

Wenn du Musik weiterer Komponistinnen entdecken möchtest, solltest du unbedingt die 1. Sinfonie von Florence Price oder den Klavierzyklus „Das Jahr“ von Fanny Hensel hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Louise Farrenc: Trio in Es-Dur für Klarinette, Violoncello und Klavier op. 44
Daniel Ottensamer, Stephan Koncz, Christoph Traxler
Decca 2022

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Arvo Pärt: Tabula rasa - radikaler Neuanfang

Arvo Pärt: Tabula rasa - radikaler Neuanfang WDR 3 Meisterstücke 07.09.2025 13:15 Min. Verfügbar bis 05.09.2035 WDR 3

„So wenige Noten“, staunt der Geiger Gidon Kremer bei der Uraufführung von „Tabula rasa“. Arvo Pärt hat vor allem eines komponiert: Stille. Im Saal herrscht eine seltene Ruhe – kein Husten, kein Atmen ist zu hören ...

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Die antiken Philosophen stellten sich die menschliche Seele als tabula rasa vor: als reine, unbeschriebene Tafel. Arvo Pärt übersetzt diese Idee in Musik: Er streut viele Pausen in die Komposition ein, bevor er einzelne Töne auf die tabula rasa schreibt. Wer zuhört, braucht weder religiös noch ein Kenner zeitgenössischer Musik zu sein, um in dieses Klanguniversum einzutauchen …

Wenn dir die Musik von Arvo Pärt gefällt, solltest du unbedingt auch seine Komposition „Fratres“ hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Arvo Pärt, „Tabula rasa“
Gidon Kremer (Violine), Tatjana Grindenko (Violine),
Kremerata Baltica, Eri Klas (Ltg.)
Nonesuch

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Darius Milhaud: Le boeuf sur le toit - Avantgarde mit Sambaflair

Darius Milhaud: Le boeuf sur le toit - Avantgarde mit Sambaflair WDR 3 Meisterstücke 31.08.2025 12:59 Min. Verfügbar bis 29.08.2035 WDR 3

„Der Ochse auf dem Dach“ katapultiert Darius Milhaud ins Rampenlicht: Ein Pariser Nachtclub übernimmt den Titel und macht Milhaud zum Ehrenmitglied. Doch während das Publikum feiert, stempelt die Kritik den Komponisten zum Jahrmarktsmusiker ab …

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Ein kurioser Fall: Über 400 Werke hat Darius Milhaud komponiert – Opern, Sinfonien, Streichquartette. Doch berühmt macht ihn ausgerechnet ein 20-minütiges Frühwerk: das Ballett „Le boeuf sur le toit“. Französische Avantgarde trifft hier auf Sambaflair – Musik, die im Ohr bleibt und in die Beine geht.

Wenn dir die Musik von Darius Milhaud gefällt und du noch mehr brasilianische Samba-Farben in der klassischen Musik entdecken möchtest, solltest du „Uirapuru“ von Heitor Villa-Lobos hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Darius Milhaud
Le boeuf sur le toit
Orchestre National de Lille-Région Nord-Pas-de-Calais, Jean-Claude Casadesus
Naxos

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Bach: Das Wohltemperierte Klavier - Trip durch die Tonarten

Bach: Das Wohltemperierte Klavier - Trip durch die Tonarten WDR 3 Meisterstücke 24.08.2025 13:19 Min. Verfügbar bis 22.08.2035 WDR 3

Warum eigentlich „wohltemperiert“? Müssen die Tasten eine bestimmte Temperatur haben – oder muss gar der Klavierhocker beheizt werden?

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„Wohltemperiert“ meint bei Bach nicht Wärme, sondern die Stimmung des Klaviers: Die zwölf Töne einer Oktave sind gleichmäßig verteilt. Heute selbstverständlich, damals revolutionär. Die ersten Stücke schrieb Bach im Gefängnis – nicht als Verbrecher, sondern weil er seinem Fürsten zu hartnäckig widersprach. Seine „Knastmusik“ wurde zum Monument: „Das Wohltemperierte Klavier“ ist weit mehr als Fingerübung – Musiker nennen es ehrfürchtig das „Alte Testament“ der Klavierliteratur.

Wenn dir die Musik von Johann Sebastian Bach gefällt, solltest du unbedingt seine Toccata und Fuge d-Moll oder seine Brandenburgischen Konzerte hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

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Donizetti: Lucia di Lammermoor - Schottische Familienfehde

Donizetti: Lucia di Lammermoor - Schottische Familienfehde WDR 3 Meisterstücke 17.08.2025 13:45 Min. Verfügbar bis 15.08.2035 WDR 3

Auf ihre große Liebe verzichten – das verlangt die Familie. Aus politischem Kalkül soll Lucia einen Fremden heiraten. In Donizettis Oper endet das in einer blutigen Katastrophe in der Hochzeitsnacht ...

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Von der Zwangsheirat und den Geschehnissen in der Hochzeitsnacht ist Lucia traumatisiert. Blutverschmiert tritt sie unter die Gäste. Was ist passiert? Lucia singt ihre große Wahnsinnsarie und nimmt sich verschwenderisch viel Raum für Koloraturen. Damit ersingt sie sich eine Freiheit, die ihr die Oper sonst verwehrt. Ein geisterhaftes Instrument begleitet sie dabei ...

Wenn du Opern-Grusel liebst, solltest du unbedingt den „Freischütz“ von Carl Maria von Weber hören. Wenn du lieber mehr Belcanto-Triller und virtuose Stimmen hören willst, empfehlen wir den „Barbier von Sevilla“ von Gioachino Rossini. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:

Gaetano Donizetti: Lucia di Lammermoor
London Symphony Orchestra, The Ambrosian Singers, Richard Bonynge (Ltg.)
Alexandru Agache (Enrico), Edita Gruberova (Lucia), Neil Shicoff (Edgardo), Bernard Lombardo (Arturo), Alastair Miles (Raimondo), Diana Montague (Alisa), Francesco Piccoli (Normanno)
Teldec

… und die Wahnsinnsszene mit Glasharfe aus dieser Aufnahme:

Gaetano Donizetti: Lucia di Lammermoor
Diana Damrau (Lucia) Jesús López-Cobos (Ltg.), Münchener Opernchor & Orchester
Erato

Höre dir hier das Album mit Edita Gruberova an.
Und hier findest du die Aufnahme mit Diana Damrau.

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Dimitri Schostakowitsch: 5. Sinfonie - erzwungener Jubel?

Dimitri Schostakowitsch: 5. Sinfonie - erzwungener Jubel? WDR 3 Meisterstücke 10.08.2025 13:21 Min. Verfügbar bis 08.08.2035 WDR 3

Die Partei hat ihre Ohren überall: Schostakowitsch steht unter parteipolitischer Beobachtung. Stalin gefällt seine „chaotische“ Musik nicht. Also verpackt der Komponist seinen Widerstand in „ordentlichere“ Töne ...

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Schostakowitsch weiß, welche Hebel er ziehen muss, um keinen Ärger zu kriegen. Zum ersten Mal seit seiner 1. Sinfonie gießt er seine 5. in die klassische Form mit vier Sätzen. Sieht traditionell aus, ist aber eine Maske – genauso wie die gut verdaulichen Marschmelodien, die sich den Funktionären in die Ohren hämmern. Diese platte Euphorie bläst Schostakowitsch dann schnell weg – ein Abgesang auf die Sowjetunion?

Wenn dir die Musik von Dimitri Schostakowitsch gefällt, solltest du unbedingt seine 8. und 10. Sinfonie hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Dmitri Schostakowitsch:
Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 47
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Mariss Jansons (Ltg.)
BR Klassik

Höre dir hier das Album an.

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Poulenc: Klarinettensonate - musikalisches Antidepressivum

Poulenc: Klarinettensonate - musikalisches Antidepressivum WDR 3 Meisterstücke 03.08.2025 12:38 Min. Verfügbar bis 01.08.2035 WDR 3

Mehr Star-Besetzung geht kaum: Jazzlegende Benny Goodman und der Shootingstar des Broadway und Konzertpodiums Leonard Bernstein spielen 1963 die Uraufführung von Francis Poulencs Klarinettensonate. Der Komponist erlebt diese Premiere allerdings nicht mehr ...

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„Sie können mich mal“, zischt der Musikprofessor seinem Studenten entgegen: „Ihr Werk ist eine infame Dummheit.“ Der Student heißt Francis Poulenc und das Urteil des Professors entpuppt sich als gewaltiger Irrtum. Poulenc komponiert Musik, die zur reizvollsten des 20. Jahrhunderts zählt. Seine Sonate für Klarinette und Klavier schreibt Poulenc kurz vor seinem Tod, Anfang der 1960er Jahre. Das Stück beginnt mit einem dunkel verhangenen Satz. Poulenc verbindet damit besondere Erinnerungen an einen guten Freund ...

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Francis Poulenc
Sonate für Klarinette und Klavier
The Nash Ensemble, Ian Brown
(Hyperion)

Höre dir hier das Album an.

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Janáček: Kreutzersonate - tödliche Eifersucht

Janáček: Kreutzersonate - tödliche Eifersucht WDR 3 Meisterstücke 27.07.2025 13:15 Min. Verfügbar bis 25.07.2035 WDR 3

Kammermusik kann tödlich enden: In einer Tolstoi-Geschichte kommen sich ein Geiger und eine Pianistin zu nahe – mit fatalen Folgen. Leoš Janáček macht daraus ein verstörendes Streichquartett.

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Vom Schmerzensschrei bis zur tödlichen Verzweiflung hat Janáček die emotionalen Ausnahmezustände auf engstem Raum in Töne übersetzt. Die Tragödie koordiniert er haargenau: In den Noten wimmelt es von fünfzig verschiedenen Tempoangaben. Dieses Streichquartett ist packend und dramatisch wie eine Oper. Kein Wunder: Die Idee geht ja auf Tolstois Novelle „Die Kreutzersonate“ zurück ...

Wenn dir die Musik von Leoš Janáček gefällt, solltest du unbedingt sein erstes Streichquartett oder seine Oper „Jenufa“ hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Leoš Janáček
Kreutzersonate
Janáček-Quartett
(Supraphon)

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Richard Wagner: Rheingold - Woge, du Welle!

Richard Wagner: Rheingold - Woge, du Welle! WDR 3 Meisterstücke 20.07.2025 12:44 Min. Verfügbar bis 18.07.2035 WDR 3

Kein „Star Wars“ und kein „Der Herr Ringe“ ohne Richard Wagner. Komponisten wie John Williams oder Howard Shore haben viel von ihm gelernt – etwa, wie man eine epische, mehrteilige Geschichte musikalisch zusammenhält ...

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„Der Ring des Nibelungen“ ist ein vierteiliger Opernzyklus, den Richard Wagner mit einem dichten Netz musikalischer Motive zusammenhält. „Das Rheingold“ ist der erste Teil dieser großen Geschichte, in der Götter, Zwerge, Naturgeister und Riesen ihr Unwesen treiben. Sie alle haben eine Gemeinsamkeit: Sie wollen mehr besitzen, als sie sich leisten können, und haben es auf das Rheingold abgesehen ...

Wenn dir die Musik von Richard Wagner gefällt, solltest du unbedingt seine Opern „Tannhäuser“ oder „Tristan und Isolde“ hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Richard Wagner
Der Ring des Nibelungen Teil 1
Das Rheingold
George London (Bariton); Kirsten Flagstad (Sopran); Waldemar Kmentt (Tenor); Set Svanholm (Tenor); Gustav Neidlinger (Bass-Bariton); Kurt Böhme (Bass); James King (Tenor); Régine Crespin (Sopran); Gottlob Frick (Bass); Birgit Nilsson (Sopran); Christa Ludwig (Mezzosopran); Brigitte Fassbaender (Mezzosopran); Helga Dernesch (Sopran); Helen Watts (Mezzosopran); Hans Hotter (Bass); Wolfgang Windgassen (Tenor); Gerhard Stolze (Tenor); Joan Sutherland (Sopran); Marga Höffgen (Alt); Lucia Popp (Sopran); Claire Watson (Sopran); Gwyneth Jones (Sopran);
Wiener Staatsopernchor; Wiener Philharmoniker
Georg Solti (Ltg.)
Decca (Decca)

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Joaqín Rodrigo: Concierto de Aranjuez - Gärten der Gefühle

Joaqín Rodrigo: Concierto de Aranjuez - Gärten der Gefühle WDR 3 Meisterstücke 13.07.2025 12:32 Min. Verfügbar bis 11.07.2035 WDR 3

Diese Flitterwochen waren gut! Joaquín Rodrigo macht aus seinen Erinnerungen ein Konzert für Orchester und Gitarre. Logisch – denn er hat die Flitterwochen ja auch in einer spanischen Stadt verbracht!

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Bemerkenswert: Joaquín Rodrigo hat die schöne Stadt Aranjuez nie mit eigenen Augen gesehen – und Gitarre spielt er eigentlich auch nicht. Seit seinem dritten Lebensjahr ist er blind. Die visuellen Eindrücke beschreibt ihm seine Frau bei gemeinsamen Spaziergängen. Und obwohl Rodrigo Pianist ist, schreibt er Gitarren-Solos, die es in sich haben ...

Wenn dir die Musik von Joaquín Rodrigo gefällt, solltest du unbedingt die „Nächte in spanischen Gärten“ seines Kollegen Manuel de Falla hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Joaquín Rodrigo
Concierto de Aranjuez
Milos Karadaglic, London Philharmonic, Yannick Nezet-Seguin (Ltg.)

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