Warendorf im "Magic"-Fieber: Spielefan gründet Kulturraum für alle
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Eigentlich suchte Felix Schneegans nur Mitspieler für das Sammelkartenspiel "Magic - The Gathering". Doch dann wurde aus der Suche nach Gleichgesinnten ein Kulturraum, der nun allen in Warendorf offen steht.
Von Mirjam Ratmann (Text) und Nathalie Zeisig (Multimedia)
Im "Zwischenraum" in Warendorf ist an diesem Abend einiges los. An mehreren Tischen sitzen Männer und Frauen, manche mischen Karten, einer füllt gerade zwei Schalen mit Chips auf. In dem Kulturraum findet heute, wie jede Woche, ein "Magic"-Abend statt. Auch Felix Schneegans ist wieder dabei, um sein Lieblingsspiel zu zocken.
Kartenspiel Magic bringt Spielefans zusammen
"Magic - The Gathering", kurz "Magic" genannt, ist ein Sammelkartenspiel, bei dem Spieler mithilfe von Zaubern und magischen Kreaturen in Kartenform versuchen, ihre Gegenspieler zu besiegen. Als das Spiel erstmals 1993 erschien, war es das erste Fantasy-Kartenspiel weltweit.
"Als ich nach Warendorf kam, dachte ich, ich sei der einzige, der Magic spielt", sagt Schneegans. Doch dann lernte der 36-Jährige zwei Frauen kennen und entwickelte gemeinsam mit ihnen die Idee, einen Kulturraum für alle zu schaffen. Nach einigen Renovierungsarbeiten eröffnete der "Zwischenraum - Ort des glücklichen Zufalls" im Dezember 2024. Acht Monate danach fand der erste "Magic"-Spieleabend statt.
Laut mehrerer Studien bauen gemeinsame Spiele, egal ob Brett- oder Computerspiele, nicht nur Stress ab, sondern können auch Teamwork und Kreativität fördern. Gerade für Erwachsene boomte der Spielemarkt in den vergangenen Jahren. Allein im ersten Corona-Jahr 2020 stieg der Verkauf von Brettspielen um 37 Prozent. Statista und das Institut für Demoskopie Allensbach ermittelten, dass 2025 5,54 Millionen Deutsche häufig Gesellschaftsspiele spielten, und immerhin 33,4 Millionen ab und zu.
Malworkshops und Konzerte im "Zwischenraum"
Über die Bumble-Friends-App, Facebook und eBay-Kleinanzeigen suchte und fand Schneegans schnell Gleichgesinnte für sein Lieblingsspiel. Inzwischen kommen regelmäßig bis zu 30 Spieler zu den Abenden, der jüngste ist 15, der älteste 60 Jahre alt.
Doch im "Zwischenraum" kommen nicht nur Spieler zusammen. Es gibt auch Malworkshops, Konzerte oder Lesungen. "Jeder kann vorbeikommen, sich einbringen, und Kultur, Begegnung und Soziales miteinander verbinden", so Schneegans. Für ihn ist der Kulturraum, der den Nutzern kostenfrei zur Verfügung steht, ein erheblicher Gewinn für Warendorf.
Dieser Beitrag liefert Informationen zum Instagram-Reel von WDR Lokalzeit "Felix bringt Magic nach Warendorf" vom 31.01.2026, 16.52 Uhr.