American Pie trifft Ruhrpott: Amerikanische Konditorin startet durch
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Von Colorado ins Ruhrgebiet: Konditorin Lilian Weschke erfüllt sich ihren Traum von einer eigenen Konditorei. Seitdem bringt die 24-Jährige American Pie und Cookies nach Dortmund. Wie ihre Flucht vor Donald Trump zur Erfolgsgeschichte wurde.
Von Rebecca Hoven, Dirk Planert (Multimedia)
Von außen sieht es noch ruhig aus in der kleinen Konditorei in Dortmund. Die weiß-roten Markisen wehen leicht im Wind. Drinnen ist schon Hochbetrieb. Lilian Weschke dekoriert mit der Spritztüte eine Torte. Die 24-Jährige hat sich mit ihrer Konditorei in Dortmund selbstständig gemacht. Ihre Spezialität: American Pie und Cookies nach Original-USA-Rezepten - allerdings mit ein bisschen weniger Zucker.
Aufgewachsen ist die Konditormeisterin bei ihrem Vater in Colorado. Schon als Kind liebte Weschke es, mit ihrer Oma zu backen. Nach ihrem College-Abschluss überlegt sie, wie es weitergehen soll. Hohe Studiengebühren in den USA und vor allem die Politik von US-Präsident Donald Trump führen sie zu einer Entscheidung: Sie will die USA verlassen.
Wieso eine Amerikanerin eine Bäckerei in Dortmund aufmacht
"Ich habe mich in den USA nicht mehr wohlgefühlt", sagt Weschke. Mit diesem Gefühl ist Weschke nicht allein. Zahlen des U.S. Federal Register zeigen, dass immer mehr Amerikaner auswandern - die meisten von ihnen nach Europa.
Weschke entscheidet sich für Deutschland. Ihre Eltern sind Deutsche, sie ist mit der Sprache aufgewachsen. Da ihre Mutter in Witten wohnt, zieht sie ins Ruhrgebiet. Hier absolviert sie zunächst ihre Ausbildung bis zur Konditormeisterin und eröffnet 2023 ihren Laden in Dortmund.
"Am Anfang meinte ich: Ich kann das nicht. Ich mache zu", erinnert sie sich. Doch ihre Hartnäckigkeit zahlt sich aus. In Weschkes Kühlschrank türmen sich Torten, Böden und Gebäck. Inzwischen sei sie so gut wie jeden Tag ausverkauft, sagt sie.
Über dieses Thema haben wir auch am 09.09.2025. im WDR Fernsehen berichtet: Lokalzeit aus Dortmund, 19.30 Uhr.