Krankenschwester Manuela Suler schiebt einen Hospiz-Patienten im Rollstuhl an einen Tisch.

Duisburger Krankenschwester lebt für ihre Hospiz-Patienten

Füreinander

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Hospizarbeit bedeutet Nähe, Verlässlichkeit und das Versprechen: Wir bleiben - bis zuletzt. Und dieses gibt auch Krankenschwester Manuela Suler ihren Patienten im Hospizzentrum Duisburg. Für sie ist ihr Beruf vielmehr eine Berufung. Was ihre Arbeit für sie so besonders macht und was für sie dadurch an Bedeutung verliert.

Von Jana Musiol (Text) und Marcus Böhm (Multimedia)

Entschlossen schiebt Manuela Suler den schwarz-silbernen Rollstuhl über den hellen Flur. Ihr Ziel: die offene Zimmertür von Evangelos Gergis. Der 60-Jährige lebt seit Anfang Juli im Hospizzentrum in Duisburg-Mündelheim. Seine Diagnose lautet Lungenkrebs im Endstadium. Er sitzt auf seinem Bett, trägt ein braunes Muskelshirt und hellgrüne Shorts. Um Gergis herum sieht man viele Kabel. Er ist an ein mobiles Sauerstoffgerät angeschlossen. Das braucht er, denn mit dem Rollstuhl geht es gleich ins Café. Das Waffelessen ist sein Höhepunkt der Woche.

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Doch als erfahrene Krankenschwester erkennt Suler sofort: Ihrem Patienten geht es nicht gut. Er wirkt schwerfällig. "Ich sehe an der Atmung und an dem Brustkorb, dass er gerade große Schwierigkeiten hat, Luft zu bekommen. Wichtig ist, dass man so eine Interaktion wie diese dann einfach mal unterbricht, damit er nochmal atmen kann und das in Ruhe." Und genau die strahlt Suler aus: Ruhe. Seit rund sieben Jahren ist die 55-Jährige in der Betreuung schwerkranker Menschen ohne Heilungschancen tätig.

Hospizarbeit ist mehr als Pflege

Stationäre Hospize, wie dieses, nehmen schwerstkranke und sterbende Menschen auf, die nicht ausreichend ambulant versorgt werden können. Aus einer kleinen Anfrage an den Landtag im Jahr 2023 geht hervor, dass es fast 800 stationäre Hospizplätze in Nordrhein-Westfalen gibt. Zwölf davon im Malteser Hospiz St. Raphael in Duisburg. Der Leitsatz hier lautet: "Begleitet leben, begleitet sterben" und genau das lebt auch Suler.

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Im Café angekommen schiebt Suler ihren Patienten an einen großen Tisch. Der füllt sich langsam auch mit anderen Hospiz-Patienten. Es ist ein Treffpunkt für die Bewohner. Alle freuen sich auf die heißen, dampfenden Waffeln. Wer will, bekommt auch Kirschen und Sahne dazu. Kleine Gesten - mit großer Bedeutung. Nicht nur für die Patienten, sondern auch für Suler. Denn hier erscheinen ihr so manche Alltagsprobleme fast schon lächerlich.

Über dieses Thema haben wir am 30.07.2025 auch im WDR Fernsehen berichtet: Lokalzeit aus Duisburg, 19.30 Uhr.